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Frühfranzösisch gescheitert: Standortbericht erteilt Lehrpersonen die «Arschkarte»

Die Standortbestimmung zum Sprachenkonzept im Kanton Basel-Landschaft vermittelt den Anschein einer wissenschaftlichen Analyse. Vielmehr erscheint sie faktisch als Absicherung des bestehenden Fremdsprachenkonzepts an den Primarschulen. Trotz demotivierter Schüler/-innen und seit Jahren ausbleibendem Lernerfolg im Fach Französisch beantwortet der Bericht die entscheidende Frage nicht: Kann Frühfranzösisch unter den realen schulischen Rahmenbedingungen überhaupt funktionieren? Für die erhoffte Wirksamkeit von Frühfranzösisch gibt es bis heute keine belastbare wissenschaftliche Grundlage.

Radio Basilisk berichtet über die beiden Initiativen der SSbB

Die beiden Initiativen stossen bei den Medien auf Echo. Auf Anfrage von Nicolas Napoli (Journalist Radio Basilisk) gibt Charlotte Höhmann (Vorstandsmitglied der SSbB) Auskunft über den Stand der beiden Initiativen. Für die Fremdspracheninitiative wurden bislang 1’361 und für die Digitalisierungsinitiative 1’770 Unterschriften gesammelt. Es ist geplant, beide Initiativen im Sommer 2026 einzureichen.

Eklatanter Fehlschlag

Basler Romanistik-Professoren schlagen Alarm: Gymnasiasten kommen ohne genügende Grundlagen an die Universität. Doch die Bildungspolitik beschwichtigt.

Zwischen Anspruch und Machbarkeit

Check sei Dank. Seit der Nachteilsausgleich infolge eines Rekurses auch bei den Checks geltend gemacht werden kann, ist er ins mediale Rampenlicht gerückt. Befürworter sehen darin ein probates Mittel für mehr Chancengerechtigkeit, Kritiker befürchten eine Aushöhlung der Leistungsbeurteilung und wittern Missbrauchspotenzial.

Gymnasialprüfung – Top oder Flop?

In einigen Kantonen gibt es Aufnahmeprüfungen fürs Gymnasium, in anderen (beispielsweise die beiden Basler Halbkantone) zählen ausschliesslich die Zeugnisnoten der letzten Sekundarklasse. Seit geraumer Zeit besteht rund um das Thema «Gymiprüfung» grosser Gesprächsbedarf. Die Meinungen sind gespalten: Sollen Aufnahmeprüfungen stattfinden, ausschliesslich die Zeugnisnoten in der Sekundarschule zählen oder gar auf beides verzichtet und durch eine verbale Beurteilung der Lehrpersonen ersetzt werden, die auch Sozialverhalten, Leistungspotenzial, Engagement usw. berücksichtigen?

Mut zu Zwischentönen

Alternativlos – ein grosses Wort für eine kleine Gewissheit. Es verspricht Klarheit, wo in Wirklichkeit Ambivalenz herrscht. Diese Sehnsucht nach Eindeutigkeit prägt auch das Bildungswesen. Doch Bildung beginnt dort, wo Eindeutigkeit endet.

Lernlandschaften führen zu grösseren Leistungsunterschieden von Schüler/-innen

Die Starke Schule beider Basel (SSbB) hat in einer breit angelegten Umfrage zum Thema Lernlandschaften die Meinungen und Einschätzungen von rund 660 Personen eingeholt, davon 548 Lehrpersonen. Besonders brisant ist die Beurteilung, dass vor allem leistungsstärkere Schüler/-innen von Lernlandschaften profitieren. Dies im Widerspruch zur Argumentation bei der Realisierungsplanung der Lernlandschaften, dass leistungsschwächere von leistungsstärkeren profitieren würden.

Landratssitzung vom 23. April: Jede Menge Bildungsgeschäfte

An der kommenden Landratssitzung stehen viele spannende Bildungsgeschäfte auf der Traktandenliste. Mehrere Geschäfte betreffen zentrale Fragen der Volksschule, der Lehrmittel und der Richtlinien in Bezug auf Sicherheit und Gesundheit an den Volksschulen und sind für die Weiterentwicklung des Bildungswesens im Kanton Basel-Landschaft von Bedeutung.

Klassengrössen werden zu oft überschritten

Die Antwort des Regierungsrats auf die Interpellationzu Klassengrössen im Kanton Basel-Landschaft wirkt beruhigend. Doch ein genauer Blick zeigt: Überschreitungen der Höchstzahlen sind Realität und werden systematisch bewilligt. Gleichzeitig fehlen zentrale Daten. Für Schüler*innen bedeutet das weniger individuelle Förderung und schlechtere Lernbedingungen.

In Basel-Stadt steht späterer Schulbeginn zur Diskussion

Grossrat Laurin Hoppler (Junges Grünes Bündnis) reichte am 12. März eine Motion ein, welche die Sekundarstufen I und II, das Zentrum für Brückenangebote und die Berufsschulen im Kanton Basel-Stadt betreffen. Hoppler fordert den Regierungsrat dazu auf, direkt Massnahmen zur Einführung eines späteren Schulstarts zu ergreifen. Innert zwei Jahren soll dem Grossen Rat ein Ratschlag mit den notwendigen rechtlichen und organisatorischen Massnahmen zur Umsetzung unterbreitet werden.

Märchen von effizienter Integration steht im Widerspruch zur Praxis

Der neue Bildungsbericht des Kantons Basel-Landschaft zeichnet ein positives Bild des Integrationsmodells. Doch die Realität sieht anders aus. Ein genauer Blick auf die Zahlen zeigt: Das System wird nicht effizienter, sondern aufwendiger. Statt Ressourcen zu sparen, braucht es mehr Personal als früher. Die Folgen sind für Lehrpersonen ebenso spürbar wie für Schüler/-innen.

Lernlandschaften müssen her!

Am 24. März 2026 berichtete Manuel Rentsch auf Radio SRF: Die Schweiz ist das innovativste Land von Europa, gemessen an den Patenten. Das zeigt die Statistik des Europäischen Patentamtes EPA in München. Schweizer Firmen, Forscherinnen und Entwickler haben im vergangenen Jahr 9914 Patente angemeldet. Pro Kopf sind es so viele wie sonst nirgends.

Grosser Fortschritt oder unverantwortliches Risiko?

Die Kritik besorgter Muttenzer Eltern bezüglich der Einführung von Schulen in grossräumigen Lernateliers ist nicht aus der Luft gegriffen. Jedes Schulsystem hat seine Kehrseiten, die nicht einfach unterschlagen werden können. Das gilt auch für das «Schulkonzept Lernlandschaften».

KI-Deepfakes und Fake News

Vor allem in den Sozialen Medien sind sogenannte Deepfakes (manipulierte Videos und Bilder) oder generell Fake News einfach zu verbreiten, generieren Aufmerksamkeit und Klicks und verbreiten falsche Informationen. Die Videos oder Bilder lassen sich nur schwer mit realen Geschehnissen auseinanderhalten. Häufig wird damit auch Angst oder Wut bei den Konsumentinnen und Konsumenten geschürt. Umso wichtiger ist die Fähigkeit, Fake News zu erkennen und das Wissen, nicht alles blind zu glauben, was auf entsprechenden Seiten publiziert wird.

Nachteilsausgleich an Baselbieter Schulen

Im Kanton Basel-Landschaft ist die Anzahl der bewilligten Nachteilsausgleichen auf den Sekundarstufen I und II in den vergangenen Jahren erheblich angestiegen. Mehrere Lehrpersonen kritisieren gegenüber der SSbB unter vorgehaltener Hand die Bewilligungspraxis: Viele bewilligte Nachteilsausgleiche seien unberechtigt und würden ausgenutzt, um eine Remotion zu verhindern oder die Bedingungen für den Übertritt an die gewünschte weiterführende Schule zu erfüllen.

Politischer Vorstoss zu digitalen Geräten im Grossrat

Tablets und Laptops gehören heute zum Schulalltag vieler Kinder. Gleichzeitig zeigen neue Zahlen aus Basel-Stadt, dass diese Geräte nicht nur für schulische Zwecke genutzt werden. Zwei Grossrätinnen verlangen deshalb eine Überprüfung der Digitalisierung an Schulen. Auch in Baselland wird intensiv über den richtigen Umgang mit digitalen Geräten diskutiert. Entscheidend ist, dass die Schule den Schüler*innen gute Lernbedingungen bietet und gleichzeitig ihre Entwicklung schützt.

Mehr Kleinklassen, weniger Überlastung

Das Thema Integration an Schulen ist schon seit einiger Zeit ein polarisierendes bildungspolitisches Anliegen. Nun hat Lisa Leisi mit Charlotte Höhmann, Vorstandsmitglied Starke Schule beider Basel, dazu ein Interview geführt, welches nachfolgend abgedruckt ist.

Bildungschancen beginnen mit Sprache

Viele Kinder in den beiden Basler Halbkantonen starten mit sprachlichen Nachteilen in den Kindergarten. Eine aktuelle von der Universität Basel durchgeführten Sprachstanderhebung zeigt, rund ein Drittel der Kinder können beim Eintritt in die Volksschule im Kanton Basel-Landschaft zu wenig Deutsch. Früh einsetzende und kostenfreie Sprachförderung kann Rückstände verkleinern, Integration erleichtern und den Unterricht für alle Schüler*innen lernwirksamer machen. Für die Starke Schule beider Basel ist klar: Streben wir gleiche Chancen für alle Schulkinder an, müssen wir entsprechende Angebote vor dem Schuleintritt anbieten.

Eltern kritisieren geplante Lernlandschaften an der Sekundarschule Muttenz

Lernlandschaften werden im Baselbiet zunehmend als moderne Lösung für die Schule der Zukunft verkauft. Gleichzeitig berichten immer mehr Lehrpersonen, die mit solchen Grossraumschulzimmern schlechte Erfahrungen gemacht haben, dass viele Schüler/-innen überfordert sind, wenn sie in offenen Strukturen selbstorganisiert arbeiten sollen: Ablenkung, fehlende Orientierung und unklare Leistungsanforderungen würden zu Chaos statt zu besseren Lernergebnissen führen. Die Lernateliers, wie Lernlandschaften manchmal auch genannt werden, schwächen die schulische Basis und gefährden die Qualität der Sekundarstufe I. Auch bei Eltern erhebt sich Widerstand.

Versprechen und Wirklichkeit der Bildungssteuerung

Seit dem „PISA-Schock“ erlebt das deutsche Schulsystem und ähnlich das in Österreich und der Schweiz einen bildungspolitischen Aktionismus. Jede neue Maßnahme versprach Aufbruch: mehr Effizienz durch Steuerung, mehr Evidenz durch Daten, besseren Unterricht durch Kompetenzmodelle, digitale Modernisierung, individuellere Förderung und selbstgesteuertes Lernen. Manches davon klang verheißungsvoll, einiges vielleicht sogar plausibel.