Diagnose zum gescheiterten Sprachenkonzept: multifaktoriell
Multifaktoriell: So könnte der Befund lauten, wenn die Standortbestimmung zum Sprachenkonzept eine ärztliche Diagnose wäre. Ende Mai gab die Bildungsdirektion Baselland den Schlussbericht frei, nachdem sie ihn einige Monate zurückbehalten hatte. (1) Dabei ging es hauptsächlich um das umstrittene Frühfranzösisch, das ab der dritten Primarklasse eingeführt worden war. Denn sämtliche Evaluationen zeigten, dass die Kenntnisse nach 7 Jahren Französisch mit neuem Konzept klar ungenügend waren. Sie lagen auch deutlich unter dem Niveau der Englischkenntnisse, obwohl Englisch erst im 5. Schuljahr eingeführt wird und obwohl der Lehrplan 21 fordert, dass in beiden Fremdsprachen am Ende der Schulzeit gleiche Kompetenzen vorhanden sein sollten.
