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Kategorie: Artikel

Lehrberuf attraktiv für alle gestalten

Der Lehrberuf hat sich in den vergangenen Jahrzehnten stark verändert. Die Anforderungen sind gestiegen, die Aufgaben der Lehrpersonen haben sich erweitert und auch die Zusammensetzung der Lehrerschaft hat sich verändert. Heute unterrichten deutlich mehr Frauen als Männer. Diese Entwicklung ist weder positiv noch negativ zu bewerten. Dennoch wirft sie Fragen auf: Woher kommt diese Entwicklung und weshalb erscheint der Lehrberuf für Menschen beider Geschlechter heute unterschiedlich attraktiv? Und welchen Einfluss hat diese Entwicklung, besonders auf die Schüler*innen?

«Vielleicht ist es gut, wenn die Maschine schlauer wird als der Mensch»

Hirnforscher über KI Neurowissenschaftler Lutz Jäncke erklärt, was künstliche Intelligenz in unseren Köpfen anrichtet und warum es ein komplettes Handyverbot an Schulen braucht. Und er sagt, ob die Gen Z tatsächlich dümmer ist als alle Generationen vor ihr.

Kranke Lehrpersonen brauchen Entlastung

Wer krank ist, sollte sich erholen können. Dennoch müssen Lehrpersonen im Kanton Basel-Stadt bei kurzfristigen Ausfällen teilweise selbst ihre Stellvertretungen organisieren. Eine Motion im Grossen Rat will diese Praxis ändern. Dahinter steckt jedoch mehr als nur eine organisatorische Frage. Die Diskussion zeigt auch, welche Herausforderungen der Lehrpersonenmangel und die Arbeitsbelastung an den Schulen mit sich bringen.

Frühe Deutschförderung: Mehr Chancengleichheit oder staatlicher Eingriff?

Kinder starten nicht mit denselben Voraussetzungen in den Kindergarten. Unterschiede im familiären Umfeld, im Bildungsniveau der Eltern oder in der gesprochenen Sprache wirken sich bereits im Vorschulalter auf die sprachliche Entwicklung aus. Deshalb setzen verschiedene Kantone auf eine frühe Deutschförderung. Während Basel-Stadt seit 2013 auf ein obligatorisches Modell setzt, hat sich der Kanton Aargau für einen freiwilligeren Ansatz entschieden. In anderen Kantonen wie Zürich, Bern und Luzern wurde das kantonale Obligatorium abgelehnt. Die Frühförderung soll einerseits die bereits bestehenden Unterschiede ausgleichen, andererseits aber auch den späteren Bedarf an Sonderschulen und -förderung senken. Dennoch bestehen Fragen zur Rolle des Staates, zur Finanzierung und zur elterlichen Verantwortung.

Lernbericht statt Zeugnis: Wenn Schwächen nur noch mündlich erwähnt werden dürfen

Stärken werden dokumentiert, Schwächen nur noch besprochen, dürfen aber nicht schriftlich dokumentiert werden: Der Regierungsrat verteidigt die Abschaffung des Zeugnisses mit Prädikaten in der 1. Primarklasse als pädagogisch sinnvolle und kindgerechte Weiterentwicklung. Dabei verweist die Bildungsdirektion auf den Lehrplan und Erfahrungen aus der Praxis. Die zentrale Frage, ob wichtige Informationen über den tatsächlichen Lernstand der Kinder verloren gehen, bleibt weiterhin bestehen.

Zusätzliche Prüfung fürs Gymi

Die Starke Schule beider Basel (SSbB) schlägt vor, dass der Übertritt ans Gymnasium in Zukunft nicht mehr allein von den Vornoten abhängen soll. Nach dem Vorbild der Kantone Zürich und Schwyz soll zusätzlich eine Gymi-Prüfung eingeführt werden, deren Resultat zusammen mit den bisherigen Leistungen über die Aufnahme entscheidet.

Motion verlangt Anfechtbarkeit von Verwarnungen

Einer der Gründe, warum Lehrpersonen sich oftmals verzweifelt an die SSbB wenden, sind Verwarnungen, die Schulleiter/-innen gegen sie ausgesprochen haben. Verwarnungen sind als letztes disziplinarisches Instrument vor einer möglichen Kündigung vorgesehen. Damit wird einem oder einer Mitarbeitenden ein letzter Warnschuss vor den Bug gegeben. Allerdings zeigt sich in der Praxis, dass viele Verwarnungen gar nicht gerechtfertigt sind, weil keine schwere Pflichtverletzung seitens der Lehrperson vorliegt. In nicht wenigen Fällen werden Verwarnungen aus persönlichen Motiven ausgesprochen, beispielsweise aus Verärgerung über eine Lehrperson, obwohl deren Arbeitsleistung keineswegs ungenügend ist.

Warum braucht es eine Starke Schule beider Basel?

Gestern stellte uns die «bz – Zeitung für die Region Basel» die pointierte Frage, weshalb es die «Schatten-Organisation» Starke Schule beider Basel (SSbB) überhaupt braucht. Schliesslich gibt es in Baselland bereits Schulleitungen, kantonale Behörden, Ombudsstelle, Verbände wie den Lehrerinnen und Lehrerverband Baselland (LVB) und weitere Institutionen, die als offizielle Anlaufstellen für Lehrpersonen und Eltern dienen. Es gibt also viele Stellen, an die sich Eltern und Lehrpersonen wenden können.

Die eigentliche Frage müsste unseres Erachtens jedoch lauten: Weshalb wenden sich Jahr für Jahr so viele Baselbieter Lehrpersonen und Eltern an die SSbB? Die Antwort ist ebenso einfach wie unbequem: Weil die vorgesehenen Anlaufstellen in vielen Fällen nicht funktionieren.

Bildung soll ausschliesslich im Kompetenzbereich der Kantone sein

Schule und Bildung gehören vollständig in die Hoheit der Kantone. Der Bund darf weder in die Gestaltung der Schulsysteme noch in die Inhalte der einzelnen Fächer eingreifen. Die Kompetenz zur Festlegung von Lehrplänen, Unterrichtsinhalten und Bildungsstandards muss ausschliesslich bei den Kantonen verbleiben. Schweizweit verbindliche Vorgaben oder zentralisierte Regelungen durch den Bund sind auszuschliessen, um die kantonale Autonomie zu bewahren.

Bundesrat will Kantone an die kurze Leine nehmen …

Die Diskussion um das Frühfranzösisch hat in den vergangenen Monaten deutlich an Fahrt aufgenommen. Zahlreiche Deutschschweizer Kantone prüfen derzeit, den Französischunterricht von der Primarstufe auf die Sekundarstufe zu verschieben, oder sie haben entsprechende politische Beschlüsse bereits gefasst, darunter Zürich, Appenzell Ausserrhoden, St. Gallen und nun auch Aargau. In weiteren Kantonen sind politische Vorstösse hängig, in Baselland werden zurzeit Unterschriften für eine kantonale Volksinitiative gesammelt. Jetzt interveniert der Bundesrat und schickt eine fragwürdige Änderung des Sprachengesetzes in die Vernehmlassung, die gemäss einem Rechtsgutachten einer renommierten Anwaltskanzlei verfassungswidrig ist.

Auswertung der Umfrage zu Schulleitungen der Primarstufe

An der vor zwei Wochen durchgeführten Umfrage der Starken Schule beider Basel (SSbB) zu den Schulleitungen der Primarstufe sowie der Sekundarstufen I und II nahmen 1’176 Lehrpersonen teil. Davon unterrichten 40,4% an einer Primarschule in den beiden Basler Halbkantonen. Befragt wurden die Lehrpersonen zu ihren Erfahrungen mit ihren Schulleitungen in den Bereichen Respekt, Gleichbehandlung, Vertrauen, Unterstützung und Kritikfähigkeit.

Schulleitung unter Druck: Erneut verlassen viele Lehrpersonen die Primarschule Allschwil

Alleine im Schulhaus Neuallschwil geben auf Ende Schuljahr mindestens acht Lehrpersonen ihre Stelle auf. Und die Beschwerden häufen sich: Die Starke Schule beider Basel (SSbB) erhält seit einigen Wochen insgesamt eine zweistellige Anzahl Zuschriften und Telefonanrufe von Lehrpersonen und Eltern. Die Vorwürfe ähneln jenen, die bereits vor einem Jahr öffentlich wurden: Angstklima, Druck auf Mitarbeitende, fehlende Mitsprache und eine Führungskultur, die offenbar immer mehr erfahrene Lehrpersonen aus dem System drängt.

Frühfranzösisch auf dem Prüfstand: Kindeswohl vor Symbolpolitik

Die Diskussion um Frühfranzösisch an der Primarschule bleibt weiterhin ein Thema. Während mehrere Kantone das Frühfranzösisch hinterfragen oder eine Verschiebung auf die Sekundarstufe bereits beschlossen haben, fordert Bundesrätin Baume-Schneider die Beibehaltung einer zweiten Landessprache in der Primarschule. Ein fundiertes Rechtsgutachten «Frühfranzösisch an der Primarschule» kommt nun zu einem klaren Schluss: Es gibt keine Rechtsgrundlage dafür, dass Bundesbern betreffend Frühfranzösisch in die Bildungshoheit der Kantone eingreifen darf. Und weiter: Die erhofften Vorteile des Frühfranzösisch sind nicht nachweisbar. Im Mittelpunkt der Debatte steht die Frage, ob der Französischunterricht ab der 3. Primarklasse den Schülerinnen und Schülern wirklich nützt oder ob er vor allem ein politisches Symbol ist.

Wissenschaftler Roland Reichenbach: Mehr Schule, weniger Ideologie

Im Interview mit der NZZ äussert sich der Erziehungswissenschaftler Roland Reichenbach kritisch zur aktuellen Entwicklung des Schweizer Bildungssystems. Sein Hauptargument lautet: Die Schule werde zunehmend mit gesellschaftlichen Erwartungen überfrachtet, während grundlegende Bildungsaufgaben aus dem Blick geraten. Besonders problematisch sei, dass Reformen und pädagogische Konzepte oft die leistungsstarken Kinder begünstigten, während schwächere Schüler*innen weiter zurückbleiben.

SSbB in eigener Sache

Die Starke Schule beider Basel (SSbB) setzt sich für eine starke öffentliche Schule ein. Wie jede Institution ist eine Schule dann stark, wenn sie kritische Hinweise als positiven Beitrag versteht, um sich zu entwickeln und zu verbessern. Wer von sich behauptet, «wir machen alles richtig», der verschliesst sich jedem Impuls zur Erneuerung und hat beschlossen, einfach nur noch den Status quo zu verteidigen.

Chancenungleichheit und mentale Gesundheit: Wo die Schweiz steht.

Im Mai 2026 veröffentlichte das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen UNICEF die «Innocenti Report Card 20».[1] Darin wurden 37 Länder verglichen, die entweder zu den Hocheinkommensländern zählen oder Teil der OECD sind. Untersucht wurde, welchen Einfluss Einkommensungleichheit auf die körperliche und mentale Gesundheit von Kindern sowie auf ihre akademischen und sozialen Fähigkeiten hat. Die Schweiz schneidet insgesamt sehr gut ab, zeigt jedoch im Bereich der mentalen Gesundheit Schwächen. Besonders die Suizidrate bei Jugendlichen gibt Anlass zur Sorge.

Viele Sekundarschulen schneiden überdurchschnittlich ab

An der durchgeführten Umfrage der Starken Schule beider Basel (SSbB) zu den Schulleitungen der Primarstufe und den beiden Sekundarstufen 1 und 2 nahmen 1’176 Lehrpersonen teil. Davon unterrichten 34.18% an einer Sekundarschule in Baselland oder Basel-Stadt. Befragt wurden die Lehrpersonen zu den Erfahrungen, welche sie mit ihren Schulleitungen bezüglich Respekt, Gleichbehandlung, Vertrauen, Unterstützung und Kritikfähigkeit gemacht haben.

BaslerZeitung berichtet ausführlich über die Umfrage der SSbB zu den Schulleitungen

Vor wenigen Tagen hat die Starke Schule beider Basel (SSbB) einen spannenden Artikel zu den Umfrageergebnissen bezüglich den Schulleitungen der Primarstufe und den beiden Sekundarstufen 1 und 2 publiziert. Befragt wurden die Lehrpersonen zu den Erfahrungen, welche sie mit ihren Schulleitungen bezüglich Respekt, Gleichbehandlung, Vertrauen, Unterstützung und Kritikfähigkeit gemacht haben. Die Umfrageergebnisse legen teilweise bedenkliche Zustände offen, wobei die Unterschiede zwischen den einzelnen Schulen sehr gross sind.

Für eine gesunde Entwicklung von jungen Menschen im Zeitalter von Social Media & KI

Eine Interessengemeinschaft aus Eltern, Fachpersonen und weiteren Unterstützenden aus Basel-Stadt hat einen offenen Brief an den Regierungsrat Basel-Stadt verfasst. Darin wird gefordert, den Umgang mit Social Media, digitalen Geräten und KI an Schulen stärker zu regulieren und Kinder sowie Jugendliche altersgerecht zu schützen.

Gymnasium Muttenz und Leonhard top, Gymnasium Münsterplatz und Bäumlihof flop

An der soeben durchgeführten Umfrage der Starken Schule beider Basel (SSbB) zu den Schulleitungen der Primarstufe und den beiden Sekundarstufen 1 und 2 nahmen 1’176 Lehrpersonen teil. Davon unterrichten 18.1% an einem staatlichen Gymnasium in Baselland oder Basel-Stadt. Befragt wurden die Lehrpersonen zu den Erfahrungen, welche sie mit ihren Schulleitungen bezüglich Respekt, Gleichbehandlung, Vertrauen, Unterstützung und Kritikfähigkeit gemacht haben. Die Umfrageergebnisse legen teilweise bedenkliche Zustände offen, wobei die Unterschiede zwischen den einzelnen Schulen sehr gross sind.