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Kategorie: Artikel

Kinder brauchen Schutz im digitalen Alltag

Soziale Medien gehören für viele Kinder selbstverständlich zum Alltag. Sie prägen zunehmend, wie junge Menschen ihre Freizeit verbringen, Informationen aufnehmen und miteinander kommunizieren. Diese Entwicklung betrifft nicht nur Familien, sondern auch Schulen und die Gesellschaft insgesamt. Entscheidend ist deshalb die Frage, wie Kinder einen sinnvollen Umgang mit digitalen Angeboten entwickeln können und welche Rahmenbedingungen dafür notwendig sind.

Gesetzesinitiative «Keine digitalen Geräte in den ersten vier Primarschuljahren» ist zustande gekommen

Die formulierte Volksinitiative «Keine digitalen Geräte in den ersten vier Primarschuljahren» im Kanton Basel-Landschaft der Starken Schule beider Basel (SSbB) ist formell zustande gekommen. Von den insgesamt 2’538 eingereichten Unterschriften wurden 2’294 als gültig anerkannt. Damit ist das erforderliche Quorum deutlich erreicht. Die Landeskanzlei hat das Zustandekommen der Initiative gestützt auf § 73 des Gesetzes über die politischen Rechte verfügt (siehe Anhang).

Uni und Volksschulen sollen ins selbe Team gehören

Die Universität Basel ist für unsere Region unverzichtbar. Sie braucht eine solide Finanzierung und gute Rahmenbedingungen. Es soll aber nicht so sein, dass die beiden Basler Halbkantone einen grossen Teil der Rechnung tragen, während andere Kantone von der Universität profitieren. Noch weniger darf die Universität gegen die Schulen ausgespielt werden.

PISA 2025: Die Schule muss zurück zu den Grundlagen

Die Schweiz gehört bei PISA weiterhin zu den leistungsstärkeren Ländern. Doch dieser Befund darf nicht über den stetigen Abwärtstrend in Mathematik und Lesen hinwegtäuschen. Die neusten PISA-Ergebnissen liefern keinen Grund zur Selbstzufriedenheit, sondern Anlass, die Bildungspolitik der letzten zwei Jahrzehnte kritisch zu hinterfragen. Was läuft falsch? Und was muss sich ändern?

Eltern in der Volksschule: Was sie müssen und was sie dürfen

Wenn die Schule zu einem Elternabend einlädt, ein Gespräch verlangt oder mehr Unterstützung einfordert, stellt sich die Frage: Was haben Eltern für Pflichten und was sind ihre Rechte? Die gesetzlichen Bestimmungen regeln beides. Ein Überblick der wichtigsten Pflichten.

Kritik gehört zur politischen Auseinandersetzung

Die Basler Zeitung berichtet über den wachsenden Einfluss der Starken Schule beider Basel (SSbB) und übt dabei auch Kritik an unseren Umfragen. Wir nehmen die kritischen Punkte zur Kenntnis und möchten einige Aspekte kurz beleuchten.

Einführung einer Prüfung für den Übertritt ans Gymnasium

Die Starke Schule beider Basel hat sich kürzlich als Befürworterin einer Prüfung geoutet für den Übertritt von der Sekundarschule ins Gymnasium – in Kombination mit Zeugnisnoten. Ist das eine gute Idee – was spricht dafür, was dagegen? Eine Stellungnahme.

Von der Schulleitung zur Schulführung

Der Schweizer Verband der Schulleitungen hat einen neuen Namen. Aus dem VSLCH wird nun Visenti, der «Verband Schulführung Schweiz». Der Namenswechsel mag auf den ersten Blick nebensächlich erscheinen. Doch hinter dem Namenwechsel steht mehr als nur ein neuer Name: Neuer Name gleiche neue Aufgaben? Begriffe prägen das Verständnis einer Aufgabe. Und gerade deshalb lohnt sich ein genauer Blick auf die Frage, welche Rolle Schulleitungen in unserem Bildungssystem eigentlich übernehmen sollen.

Wenn Bildschirmzeit das Verhalten verändert

Ein Kind kann unruhig, unkonzentriert oder sozial auffällig sein. Schnell kommt der Verdacht auf ADHS oder Autismus. Auffälliges Verhalten kann jedoch viele Ursachen haben. Auch ein hoher Medienkonsum kann das Verhalten von Kindern beeinflussen und eine Diagnose erschweren. Deshalb lohnt es sich, genauer auf den Alltag unserer Kinder zu schauen.

Vom Kamel zum Algorithmus und jetzt zur Regulierung

Meta, der US-Technologiekonzern hinter Instagram und Facebook, hat sich mit den US-Bundesstaaten geeinigt und damit einen Prozess über den Umgang mit Kindern und Jugendlichen auf seinen Plattformen vermieden. Der Konzern zahlt bis zu 18 Milliarden Dollar und muss Instagram und Facebook für Jugendliche deutlich verändern. Doch die Einigung wirft eine viel grundsätzlichere Frage auf: Wird damit das Problem gelöst oder nur dessen schlimmste Auswirkung begrenzt?

Nachteilsausgleich schafft neue Ungleichheiten

Die Anzahl der Schülerinnen und Schüler mit einem Nachteilsausgleich ist in den letzten Jahren massiv gestiegen. Damit sollen bestehende Nachteile ausgeglichen und die Chancengleichheit verbessert werden. Doch die zunehmende Verbreitung wirft auch neue Fragen auf: Profitieren tatsächlich vor allem jene davon, die einen Nachteil ausgleichen müssen? Oder entsteht dadurch eine neue Form von Ungleichheit?

Vom Kamel zum Algorithmus

Was haben «Joe Camel», eine bekannte Werbefigur der Zigarettenindustrie, und Plattformen wie Instagram und TikTok gemeinsam? Auf den ersten Blick nicht viel. Doch vor einem amerikanischen Gericht wird nun genau dieser Vergleich diskutiert: Social-Media-Konzerne sollen Kinder und Jugendliche mit ihren Plattformen gezielt an sich binden und ihre Nutzung so gestalten, dass eine Abhängigkeit entstehen kann. Die Frage ist deshalb, ob Politik und Gesellschaft Geschäftsmodelle verbieten sollen, die mit der möglichen Abhängigkeit von Kindern Geld verdienen.

Schwache Grundkompetenzen – BS hat angekündigten Bericht immer noch nicht veröffentlicht

Die Resultate der Überprüfung der Grundkompetenzen (ÜGK) 2024 waren für Basel-Stadt ernüchternd. Beim Lesen und in Mathematik erreichen weniger Schüler/-innen die Grundkompetenzen als im Durchschnitt der übrigen Kantone. Das Erziehungsdepartement sprach selber von Handlungsbedarf und kündigte verschiedene Massnahmen an. Drei Monate später stellt sich die Frage: Welche konkreten Schritte wurden seither tatsächlich unternommen?

Keine digitalen Geräte auf städtischen Schularealen

Seit dem 2. Juni 2026 gilt an Basler Volksschulen eine neue Weisung des Erziehungsdepartementes (ED) bezüglich Handy-Nutzung auf dem Schulareal des Kantons Basel-Stadt. Das ED erhofft sich einen sozialeren Umgang zwischen Schüler/-innen und eine Entlastung für Lehrpersonen durch diese einheitliche und klare Regelung. Wie sich diese Weisung auf das Verhalten der Schüler/-innen auswirken wird und ob der Kanton Basel-Landschaft mitziehen wird bleibt offen.

Integration: Das Klassenzimmer als Versuchslabor

Die integrative Schule war einst angetreten, die alte Welt der Kleinklassen wegzufegen. Zurück bleibt ein Klassenzimmer, in dem alle gemeinsam unterrichtet werden und die Lehrpersonen gleichzeitig individualisieren, differenzieren, intervenieren, deeskalieren und manchmal sogar noch unterrichten.

Nun hat der Dachverband Lehrerinnen und Lehrer Schweiz (LCH) seine Umfrage zur «inklusionsorientierten Schule» ausgewertet. Das Ergebnis dürfte für die Integrationsbefürworter ungefähr so angenehm sein wie ein Regenschirm im Sturm. Die Realität im Klassenzimmer lässt sich eigentlich nicht mehr länger wegreden. Ausser man heisst LCH.

LCH-Umfrage: Die ernüchternde Bilanz der Integration

Jahrelang wurde die Integration als bildungspolitischer Fortschritt verkauft. Nun zeigt eine vom Dachverband Lehrerinnen und Lehrer Schweiz (LCH) in Auftrag gegebene Umfrage, wie gross die Kluft zwischen Wunsch und Realität ist. Kinder werden zwar in Regelklassen integriert, doch Förderung, Chancengleichheit und Leistungsniveau bleiben auf der Strecke. Wer diese Ergebnisse ernst nimmt, kann nicht einfach nach noch mehr Ressourcen rufen. Das System Integration ist gescheitert.

Die wundersame Dynamik von Reformen, besonders im Bildungsbereich

Es gibt Institutionen, die Fehler machen. Und es gibt Institutionen, die dieses Risiko erfolgreich ausgeschlossen haben. Dort gilt: Was beschlossen wurde, ist richtig. Nicht, weil sich der Entscheid bewährt hat, sondern weil er beschlossen wurde. Wer trotzdem Zweifel anmeldet, hat die Reform und ihre Ziele offenbar nicht ganz verstanden.

Neue Langzeitstudie stärkt Initiative

Einen Tag vor der Einreichung der Volksinitiative «Keine digitalen Geräte in den ersten vier Primarschuljahren» wurde eine neue Langzeitstudie veröffentlicht, deren Ergebnisse das Grundanliegen der Initiative stützen. Die Untersuchung zeigt, dass ein früher Einstieg in soziale Medien langfristig mit schlechteren Schulleistungen verbunden ist. Die Ergebnisse liefern zusätzliche wissenschaftliche Hinweise dafür, dass Kinder möglichst spät intensiv mit digitalen Medien in Kontakt kommen sollten.

Breites Medienecho auf die Einreichung unserer Initiative

Die Einreichung der kantonalen Volksinitiative «Keine digitalen Geräte in den ersten vier Primarschuljahren» am 4. August 2026 stiess auf ein breites Medienecho. Zeitungen, Onlineportale, Radio und Fernsehen griffen das Anliegen auf. Dadurch wurde die Frage, in welchem Alter und in welchem Umfang digitale Geräte in der Primarschule eingesetzt werden sollen, weit über den Kreis der Starken Schule beider Basel (SSbB) hinaus öffentlich bekannt.

2’529 Unterschriften für «Keine digitalen Geräte in den ersten vier Primarschuljahren» eingereicht

Die kantonale Volksinitiative «Keine digitalen Geräte in den ersten vier Primarschuljahren» ist eingereicht. Heute Dienstag wurden vor dem Regierungsgebäude in Liestal 2’536 Unterschriften an den 2. Landschreiber übergeben. Damit ist ein wichtiger Schritt erreicht: Das Anliegen wird nun offiziell geprüft und das politische Verfahren nimmt seinen Lauf.