4127 Birsfelden
IBAN CH98 0900 0000 6012 8081 8
Starke.Schule.beider.Basel@gmx.ch

Kategorie: Artikel

Gymnasium Muttenz und Leonhard top, Gymnasium Münsterplatz und Bäumlihof flop

An der soeben durchgeführten Umfrage der Starken Schule beider Basel (SSbB) zu den Schulleitungen der Primarstufe und den beiden Sekundarstufen 1 und 2 nahmen 1’176 Lehrpersonen teil. Davon unterrichten 18.1% an einem staatlichen Gymnasium in Baselland oder Basel-Stadt. Befragt wurden die Lehrpersonen zu den Erfahrungen, welche sie mit ihren Schulleitungen bezüglich Respekt, Gleichbehandlung, Vertrauen, Unterstützung und Kritikfähigkeit gemacht haben. Die Umfrageergebnisse legen teilweise bedenkliche Zustände offen, wobei die Unterschiede zwischen den einzelnen Schulen sehr gross sind.

Tauchstation und Maulkorb

Das Erziehungsdepartement Basel-Stadt befindet sich zurzeit auf Tauchstation – wo genau, wissen wir nicht. Aber der Rhein kann es fast nicht sein. Dort fliesst derzeit zu wenig Wasser, um derart konsequent auf Grund zu gehen. Und die Bildungsdirektion Baselland? Sie sitzt – wie man hört – in Liestal und verteilt ihren Baselbieter Schulleitungen vorsorglich passgenaue Maulkörbe. So etwa kamen uns die letzten drei Tage vor. Anlass dafür waren unsere Fragen zu den Umfrageergebnissen der Gymnasien beider Basel.

BKSD muss Kritik der Lehrpersonen ernst nehmen

Die Umfrage zur Zusammenarbeit der Lehrpersonen mit den Schulleitungen und zum Schulklima zeigt teilweise erschreckende Ergebnisse: Die Schulleitungen kommen schlecht weg: «Vetterliwirtschaft», «Ungleichbehandlung der Lehrpersonen», «geringe Konfliktfähigkeit», «unzuverlässige Kommunikation», «rauer und grenzüberschreitender Umgangston», «Drohungen», «keine Wertschätzung», «Mobbing», «Angstkultur», «Machtspiele», «Willkür» usw. Mit diesen und weiteren ähnlichen Begriffen beschreiben Hunderte von Lehrpersonen das Klima und die Zusammenarbeit mit ihren Schulleitungen.

Lehrpersonen werfen Schulleitungen Ungleichbehandlung und ein Klima der Angst vor

Die von der Starken Schule beider Basel (SSbB) soeben durchgeführte Umfrage zur Zusammenarbeit der Lehrpersonen mit den Schulleitungen und zum Schulklima zeigt teilweise erschreckende Ergebnisse: Die Schulleitungen kommen schlecht weg: «Vetterliwirtschaft», «Ungleichbehandlung der Lehrpersonen», «geringe Konfliktfähigkeit», «unzuverlässige Kommunikation», «rauer und grenzüberschreitender Umgangston», «Drohungen», «keine Wertschätzung», «Mobbing», «Angstkultur», «Machtspiele», «Willkür» usw. Mit diesen und weiteren ähnlichen Begriffen beschreiben Hunderte von Lehrpersonen das Klima und die Zusammenarbeit mit ihren Schulleitungen. Die Ergebnisse in ihrer Quantität stimmen nachdenklich.

Früh­französisch ist gescheitert: Nur rund die Hälfte der Kinder erreicht Minimal­ziele

Gestern hat die Bildungs-, Kultur- und Sportkommission den lange unter Verschluss gehaltenen Bericht zum Sprachenkonzept publiziert. Die Resultate bestätigen weitgehend, dass Primarschulkinder mit dem Frühfranzösisch überfordert sind und die Lernziele bei weitem nicht erreichen können. Über 50% aller Kinder erfüllen die Grundkompetenzen nicht. Am Ende der Primarschulzeit können viele Schulkinder kaum einen Satz Französisch sprechen. Viele sind frustriert und demotiviert: kein gutes Vorzeichen für ein nachhaltiges Lernen dieser schönen, wichtigen, aber auch schwierigen Sprache.

Je höher die Schulstufe, desto älter sind die Baselbieter Lehrpersonen

Im Kanton Baselland sind 5’512 Lehrpersonen beschäftigt (Stichtag: 1. August 2025), die sich auf 3’671 Vollzeitstellen aufteilen. Der Anteil männlicher Lehrpersonen liegt bei ca. einem Viertel. Auffällig sind die Altersunterschiede einerseits auf derselben Schulstufe und andererseits zwischen den verschiedenen Schulstufen (Primar, Sek. 1 und Sek. 2). Je höher die Schulstufe ist, desto älter sind die Pädagoginnen und Pädagogen. Auf der Primarstufe liegt das Durchschnittsalter bei 42 Jahren, auf der Sekundarstufe II hingegen bei fast 47 Jahren.

Schweizer Universitäten sind gezwungen zu sparen

Im Rahmen des Entlastungspakets 2027 des Bundes müssen die kantonalen Universitäten in der Schweiz jährlich rund 260 Millionen Franken sparen. Viele Studierende fürchten sich deshalb vor steigenden Semestergebühren. Der Bund hat rund 57 Massnahmen definiert, um über drei Jahre circa 5.3 Milliarden Franken zu sparen und so den Bundeshaushalt zu stabilisieren. Gleichzeitig wird mehr Geld in die AHV und das Militär investiert.

Einführung einer Gymiprüfung in Baselland

Die Starke Schule beider Basel (SSbB) befürwortet beim Übertritt von der Sekundarschule ans Gymnasium eine Kombination aus Zeugnisnoten und obligatorischer kantonaler Gymiprüfung. Eine Abschaffung der Gymiprüfung und einen Wechsel auf Zeugnisse mit Prädikaten, so wie es in Zürich gefordert wird, lehnt die SSbB ab.

Wie Schulleitungen unliebsame Lehrpersonen loswerden

Schulleitungen dürfen Lehrpersonen von Gesetzes wegen nicht ohne Weiteres entlassen. Wenn keine ungenügende Arbeitsleistung geltend gemacht werden kann, wird dennoch immer wieder nach Wegen gesucht, um das Arbeitsverhältnis einer missliebigen Lehrperson aufzulösen. Gemäss Schilderungen mehrerer Betroffener geschieht dies weil die Chemie nicht stimmt oder die Lehrperson Schulleitungsentscheide kritisch hinterfragt.

Rohrstockhiebe an singapurischen Schulen

Ab 2027 sollen in Singapur flächendeckend wieder körperliche Strafen in Form von Rohrstockhieben an Schulen eingeführt werden. Schmerzen sollen dort helfen, wo Gespräche und Prävention versagt haben. Die Regierung sieht darin ein Mittel gegen Mobbing und Gewalt – international wird der Entscheid scharf kritisiert.

Umgang mit pornografischen Inhalten auf Schulgeräten

Ende April stiessen zahlreiche Kinder an einer Basler Primarschule bei der Internetrecherche mit ihren Schul-Tablets auf pornografische Inhalte. Normalerweise können solche Inhalte durch einen Filter nicht auf die Geräte der Schüler/-innen gelangen. Jedoch gab es an der Schule ein technisches Problem, welches zur Folge hatte, dass die Inhaltsfilter rund eineinhalb Tage nicht im Einsatz waren. Dies ist zwar ein Einzelfall, dennoch ist es angesichts der gängigen und frühen Nutzung digitaler Geräte wichtig, bereits im jungen Alter über den Umgang mit pornografischen Inhalten aufzuklären, zumal ein hundertprozentiger Schutz nicht möglich ist.

Bildungspolitische Vorstösse im Landrat eingereicht

An der letzten Landratssitzung wurden zahlreiche Vorstösse zu bildungspolitischen Themen eingereicht. Die Bandbreite der Themen ist gross und reicht vom Fremdsprachenunterricht über Klassengrösse bis zu Sonderschulungen und ÖV-Tickets. Die Vorstösse zeigen, dass das Bildungssystem im Kanton Basel-Landschaft vor vielfältigen Herausforderungen steht. Gleichzeitig wird sichtbar, dass in zentralen Bereichen Änderungsbedarf besteht, um den heutigen Anforderungen an ein gutes Bildungssystem an unseren Volksschulen gerecht zu werden.

Das Versagen der Integrativen Schule

An der Medienkonferenz von «Wendepunkt Bildung» hält Roland Stark ein Referat zum Thema Integrative Schule und deren Versagen.

Schlechte Noten für den Kanton Basel-Landschaft als Arbeitgeber

Der Kanton Basel-Landschaft schneidet auf KUNUNU, einer der bedeutendsten Arbeitgeberbewertungsplattformen im deutschsprachigen Raum, ausgesprochen schlecht ab. Vor allem Angestellte im Bildungsbereich bemängeln an ihren Schulen ein schlechtes Arbeitsklima, das durch autoritäre Führungsstile, Machtmissbrauch und Einschüchterung geprägt sei. Auch die Starke Schule beider Basel (SSbB) hat seit August 2024 vermehrt Anfragen von Lehrpersonen, die sich durch ihre Schulleitungen ungerecht behandelt fühlen.

Sind Gemeinde- und Kantonsfinanzen wirklich unabhängig voneinander?

Die beiden Basler Halbkantone zahlen pro Studierenden 70’000 Franken an die Universität Basel, während sich die übrigen Kantone nur mit jeweils 15’000 Franken beteiligen müssen. Die elf Baselbieter Gemeinden Bennwil, Diegten, Diepflingen, Eptingen, Hersberg, Lampenberg, Oltingen, Rümlingen, Rünenberg, Wenslingen und Zunzgen forderten Mitte 2025 mithilfe einer Gemeindeinitiative die Kündigung der Uni-Trägerschaftmit Basel-Stadt bis Ende 2027. Der angestrebte, neue interkantonale Univertrag soll einen finanziell gerechteren Ausgleich erzielen. Dieses Geld wäre wichtig für die Volksschulen, denn an diesen wird immer mehr gespart.

Philipp Loretz: Sicht der Lehrerschaft

An der Medienkonferenz zum Fremdsprachenkonzept, zur Ausbildung der Lehrpersonen und zur integrative Schule hat sich eine parteiübergreifende Gruppe aus Politikern und Politikerinnen sowie Bildungsexperten und Bildungsexpertinnen geäussert. Folgend finden Sie das lesenswerte Statement von Philipp Loretz, Präsident des Lehrerinnen- und Lehrerverbandes Baselland, welcher auf sieben zentrale Themen eingeht.

Die bz berichtet über die Kritik am Bericht Sprachenkonzept

Derzeit gibt es um den Bericht zur Standortbestimmung des Sprachenkonzepts grosse Disskusionen. Die Starke Schule beider Basel (SSbB) hat mit einem kritischen Artikel dazu Stellung bezogen. Der bz Journalist Luis von Gunten führte ein Interview mit Charlotte Höhemann. Daraus entstand ein spannender Text, welche die wichtigsten Kritikpunkte über den Standortbericht zusammenfasst. Dabei wird deutlich, dass viele der vorgeschlagenen Lösungen, wie mehr Austauschprogramme oder Immersionsunterricht, in der Praxis an fehlenden Ressourcen und organisatorischen Einschränkungen scheitern.

Bildungsexperten schlagen Alarm: Schweizer Schulen zunehmend unter Druck

Wendepunkt Bildung nennen sie sich: Dr. phil. Carl Bossard, Yasmine Bourgeois, Dr. phil. Beat Kissling, Prof. Dr. phil. Allan Guggenbühl, Philipp Loretz, Res Schmid, Christine Staehelin M.A. und Roland Stark. Die parteiübergreifende Gruppe bestehend aus Politiker/-innen und Bildungsexpertinnen und -experten stellte an ihrer Medienkonferenz vom vergangenen Montag ein Manifest zum kritischen Zustand und zu den Perspektiven unseres Bildungswesens vor. Kernthemen sind beispielsweise das Fremdsprachenkonzept, die Ausbildung der Lehrpersonen und die integrative Beschulung.

Wegweisendes Gerichtsurteil bezüglich Jugendschutz auf Social Media in den USA

Die beiden Tech-Konzerne «Alphabet» und «Meta», die unter anderem über Social-Media-Plattformen wie Facebook, Instagram, TikTok und Snapchat verfügen, wurden vor einem US-amerikanischen Gericht in erster Instanz schuldig gesprochen. Den beiden Unternehmen wird vorgeworfen, ihre Plattformen so aufgebaut zu haben, dass sie süchtig machen.

Altersverifizierungsapp für Social Media

Die EU-Kommission hat nach langer Diskussion entschieden, dass Kinder und Jugendliche sich künftig auf Social Media Plattformen nicht mehr frei bewegen dürfen. Eine Altersbegrenzung soll nun verhindern, dass Jugendliche und vor allem Kinder sich schon früh auf Facebook, Instagram oder Tiktok aufhalten. Das Problem bisher war allerdings: Wie kann man sicherstellen, dass die Nutzer die Alterslimiten erfüllen, ohne wertvolle Daten von sich preiszugeben? Die Lösung soll eine Verifizierungsapp sein, die das Alter des Nutzers via Personalausweis überprüft und ein Zertifikat generiert, welches das Alter bestätigt. Die Social Media App erhält dadurch keinen Zugriff auf die Daten des Personalausweises.