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Gymnasium Muttenz und Leonhard top, Gymnasium Münsterplatz und Bäumlihof flop

An der soeben durchgeführten Umfrage der Starken Schule beider Basel (SSbB) zu den Schulleitungen der Primarstufe und den beiden Sekundarstufen 1 und 2 nahmen 1’176 Lehrpersonen teil. Davon unterrichten 18.1% an einem staatlichen Gymnasium in Baselland oder Basel-Stadt. Befragt wurden die Lehrpersonen zu den Erfahrungen, welche sie mit ihren Schulleitungen bezüglich Respekt, Gleichbehandlung, Vertrauen, Unterstützung und Kritikfähigkeit gemacht haben. Die Umfrageergebnisse legen teilweise bedenkliche Zustände offen, wobei die Unterschiede zwischen den einzelnen Schulen sehr gross sind.

Tauchstation und Maulkorb

Das Erziehungsdepartement Basel-Stadt befindet sich zurzeit auf Tauchstation – wo genau, wissen wir nicht. Aber der Rhein kann es fast nicht sein. Dort fliesst derzeit zu wenig Wasser, um derart konsequent auf Grund zu gehen. Und die Bildungsdirektion Baselland? Sie sitzt – wie man hört – in Liestal und verteilt ihren Baselbieter Schulleitungen vorsorglich passgenaue Maulkörbe. So etwa kamen uns die letzten drei Tage vor. Anlass dafür waren unsere Fragen zu den Umfrageergebnissen der Gymnasien beider Basel.

BKSD muss Kritik der Lehrpersonen ernst nehmen

Die Umfrage zur Zusammenarbeit der Lehrpersonen mit den Schulleitungen und zum Schulklima zeigt teilweise erschreckende Ergebnisse: Die Schulleitungen kommen schlecht weg: «Vetterliwirtschaft», «Ungleichbehandlung der Lehrpersonen», «geringe Konfliktfähigkeit», «unzuverlässige Kommunikation», «rauer und grenzüberschreitender Umgangston», «Drohungen», «keine Wertschätzung», «Mobbing», «Angstkultur», «Machtspiele», «Willkür» usw. Mit diesen und weiteren ähnlichen Begriffen beschreiben Hunderte von Lehrpersonen das Klima und die Zusammenarbeit mit ihren Schulleitungen.

Frühfremdsprachen- unterricht und Mehrsprachendidaktik – eine Chronik des Grauens

Nächste Woche wird das bernische Kantonsparlament über eine Verschiebung des Frühfranzösisch in die 5. Klasse abstimmen. Die Condorcet-Autoren Alain Pichard, Urs Kalberer und Felix Schmutz haben eine Zeitleiste des monumentalen bildungspolitischen Irrtums erstellt. Mit den Baustellen Frühfremdsprachenunterricht und Mehrsprachendidaktik wurden Hunderte von Millionen Franken in den Sand gesetzt. Zugeben will es niemand! Wir bringen eine aktualisierte Fassung.

Von hoch motivierend bis wenig vertrauenswürdig

Die mit Spannung erwarteten Ergebnisse der Umfrage zu den Basler Schulleitungen verschiedener Schulstufen ergeben ein aufschlussreiches Bild. Neben dem hervorragenden Abschneiden vieler Schulleitungen sind leider die Resultate in wichtigen Bereichen der Umfrage an manchen Schulen unerfreulich. Das führt zur berechtigten Frage, wie Schulteams oder einzelne Lehrkräfte gegenüber schwachen Schulleitungen erfolgreich Einsprache erheben können.

Unreife Erhebungsmethode zum gescheiterten Frühfranzösisch

Der lange von der Baselbieter Regierung unter Verschluss gehaltene Bericht «Standortbestimmung Sprachenkonzept» deckt die desaströsten Französischkenntnisse unserer Schülerinnen und Schüler schonungslos auf. Es ist ein framender Bericht, der in einer Stoff und Aufgaben überfrachteten Volksschule nur eines fordert: Mehr, mehr, noch mehr.

Lehrpersonen werfen Schulleitungen Ungleichbehandlung und ein Klima der Angst vor

Die von der Starken Schule beider Basel (SSbB) soeben durchgeführte Umfrage zur Zusammenarbeit der Lehrpersonen mit den Schulleitungen und zum Schulklima zeigt teilweise erschreckende Ergebnisse: Die Schulleitungen kommen schlecht weg: «Vetterliwirtschaft», «Ungleichbehandlung der Lehrpersonen», «geringe Konfliktfähigkeit», «unzuverlässige Kommunikation», «rauer und grenzüberschreitender Umgangston», «Drohungen», «keine Wertschätzung», «Mobbing», «Angstkultur», «Machtspiele», «Willkür» usw. Mit diesen und weiteren ähnlichen Begriffen beschreiben Hunderte von Lehrpersonen das Klima und die Zusammenarbeit mit ihren Schulleitungen. Die Ergebnisse in ihrer Quantität stimmen nachdenklich.

Früh­französisch ist gescheitert: Nur rund die Hälfte der Kinder erreicht Minimal­ziele

Gestern hat die Bildungs-, Kultur- und Sportkommission den lange unter Verschluss gehaltenen Bericht zum Sprachenkonzept publiziert. Die Resultate bestätigen weitgehend, dass Primarschulkinder mit dem Frühfranzösisch überfordert sind und die Lernziele bei weitem nicht erreichen können. Über 50% aller Kinder erfüllen die Grundkompetenzen nicht. Am Ende der Primarschulzeit können viele Schulkinder kaum einen Satz Französisch sprechen. Viele sind frustriert und demotiviert: kein gutes Vorzeichen für ein nachhaltiges Lernen dieser schönen, wichtigen, aber auch schwierigen Sprache.

Die Stimme der anderen

Die Antworten von Frau Bourgeois im Interview mit ihr sind vernünftig, überzeugend und überhaupt nicht extrem (NZZ vom 11.5.2026). Sie legt ihre Positionen betreffend Förderklassen gut verständlich und sachlich dar, sodass sich Nachfragen oder Nachdoppeln erübrigt. Ich erlaube mir hingegen noch drei Anmerkungen.

Die Überprüfung der Grundkompetenzen 2024 zementiert Vorurteile

Am 21. Mai wurden die Resultate der neusten Überprüfung der Grundkompetenzen des Jahres 2024 medial vorgestellt. Getestet wurden die Leistungen in Schulsprache und Mathematik der Primarschüler(innen) der zweiten Klasse. Die Stichprobengrösse umfasste 93’883 Kinder an 1’153 Schulen. Das Resultat: Schweizweit erreichten 87% die Grundkompetenzen im Hören, 79% diejenigen im Lesen und 76% diejenigen in Mathematik. Für den EDK-Präsidenten Darbellay ein Grund zur Freude.[1]

Je höher die Schulstufe, desto älter sind die Baselbieter Lehrpersonen

Im Kanton Baselland sind 5’512 Lehrpersonen beschäftigt (Stichtag: 1. August 2025), die sich auf 3’671 Vollzeitstellen aufteilen. Der Anteil männlicher Lehrpersonen liegt bei ca. einem Viertel. Auffällig sind die Altersunterschiede einerseits auf derselben Schulstufe und andererseits zwischen den verschiedenen Schulstufen (Primar, Sek. 1 und Sek. 2). Je höher die Schulstufe ist, desto älter sind die Pädagoginnen und Pädagogen. Auf der Primarstufe liegt das Durchschnittsalter bei 42 Jahren, auf der Sekundarstufe II hingegen bei fast 47 Jahren.

Schweizer Universitäten sind gezwungen zu sparen

Im Rahmen des Entlastungspakets 2027 des Bundes müssen die kantonalen Universitäten in der Schweiz jährlich rund 260 Millionen Franken sparen. Viele Studierende fürchten sich deshalb vor steigenden Semestergebühren. Der Bund hat rund 57 Massnahmen definiert, um über drei Jahre circa 5.3 Milliarden Franken zu sparen und so den Bundeshaushalt zu stabilisieren. Gleichzeitig wird mehr Geld in die AHV und das Militär investiert.

Einführung einer Gymiprüfung in Baselland

Die Starke Schule beider Basel (SSbB) befürwortet beim Übertritt von der Sekundarschule ans Gymnasium eine Kombination aus Zeugnisnoten und obligatorischer kantonaler Gymiprüfung. Eine Abschaffung der Gymiprüfung und einen Wechsel auf Zeugnisse mit Prädikaten, so wie es in Zürich gefordert wird, lehnt die SSbB ab.

Wie Schulleitungen unliebsame Lehrpersonen loswerden

Schulleitungen dürfen Lehrpersonen von Gesetzes wegen nicht ohne Weiteres entlassen. Wenn keine ungenügende Arbeitsleistung geltend gemacht werden kann, wird dennoch immer wieder nach Wegen gesucht, um das Arbeitsverhältnis einer missliebigen Lehrperson aufzulösen. Gemäss Schilderungen mehrerer Betroffener geschieht dies weil die Chemie nicht stimmt oder die Lehrperson Schulleitungsentscheide kritisch hinterfragt.

Rohrstockhiebe an singapurischen Schulen

Ab 2027 sollen in Singapur flächendeckend wieder körperliche Strafen in Form von Rohrstockhieben an Schulen eingeführt werden. Schmerzen sollen dort helfen, wo Gespräche und Prävention versagt haben. Die Regierung sieht darin ein Mittel gegen Mobbing und Gewalt – international wird der Entscheid scharf kritisiert.

Die Rückkehr der Kreidezeit

Eine Allianz von Fachleuten will eine Debatte über wirksamen Unterricht, Lesenlernen und Bildungsqualität anstossen. Die Reaktion darauf zeigt allerdings vor allem eines: Wer heute systematisches Lernen verteidigt, gerät erstaunlich schnell unter Restaurationsverdacht. Das verrät viel über die heutige Diskurskultur.

Umgang mit pornografischen Inhalten auf Schulgeräten

Ende April stiessen zahlreiche Kinder an einer Basler Primarschule bei der Internetrecherche mit ihren Schul-Tablets auf pornografische Inhalte. Normalerweise können solche Inhalte durch einen Filter nicht auf die Geräte der Schüler/-innen gelangen. Jedoch gab es an der Schule ein technisches Problem, welches zur Folge hatte, dass die Inhaltsfilter rund eineinhalb Tage nicht im Einsatz waren. Dies ist zwar ein Einzelfall, dennoch ist es angesichts der gängigen und frühen Nutzung digitaler Geräte wichtig, bereits im jungen Alter über den Umgang mit pornografischen Inhalten aufzuklären, zumal ein hundertprozentiger Schutz nicht möglich ist.

Rahmenbedingungen aus Sicht der Schulleitungen

Jedes Kind hat nur eine Bildungsbiographie. Darum hat jedes Kind das Recht auf einen Unterricht, der wirklich wirkt, hier und jetzt. Doch im Schulalltag sehen wir Entwicklungen, die genau das zunehmend erschweren.

Klarheit über die «Rünenberger Gemeindeinitiative»

Im Beitrag vom 6. Mai 2026 habe ich die Initiative wegen des Verbots, Klassenkassen zu führen, als mögliches «Heilmittel» ins Spiel gebracht. Im Lead des Beitrags stand, dass sie die Kündigung des Universitätsvertrags bis Ende 2027 verlangt. Diese Information ist richtig, aber für ein volles Verständnis des Begehrens genügt sie bei Weitem nicht.

Psychologische und gesellschaftliche Entwicklungen im Schulkontext

In der Schule geht es wesentlich um Menschenführung. Schülerinnen und Schüler müssen für Lerninhalte gewonnen, ihre Interessen geweckt und ihre Motivation gestärkt werden. Dies gelingt eher, wenn Fantasien, Emotionen und innere Bilder angesprochen werden. Der Kompetenzerwerb hängt stark von inneren Befindlichkeiten ab – nicht allein von der Qualität der Instruktion. Schulen sind daher keine reinen Lernlaboratorien, sondern Imaginationsräume. Diese entstehen durch Bilder, Geschichten und Symbole – an Wänden und in Korridoren ebenso wie in freien Gestaltungsräumen. Geschichten und narrative Zugänge geben dem Lernen Sinn und Tiefe.