Alles, was (nicht) recht ist – Verwarnungen als Druckmittel
In der LVB-Geschäftsstelle klingelte das Telefon. Am anderen Ende eine Lehrperson, die Stimme brüchig, ihre Hände, so erzählte sie mir später, zitterten. Sechs Tage zuvor hatte sie ein Krisengespräch mit ihrer Schulleitung gehabt, welches in einen Folgetermin für ein Zielvereinbarungsgespräch mündete. Nun, eine knappe Woche nach dem Krisengespräch, hielt sie eine Verwarnung in den Händen. Begründet wurde diese unter anderem damit, dass sie im Gespräch emotional ungehalten gewesen sei und sogar geweint habe. Sie fragte mich: «Was passiert jetzt mit mir?» Solche Anrufe häufen sich.
