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Rohrstockhiebe an singapurischen Schulen

Ab 2027 sollen in Singapur flächendeckend wieder körperliche Strafen in Form von Rohrstockhieben an Schulen eingeführt werden. Schmerzen sollen dort helfen, wo Gespräche und Prävention versagt haben. Die Regierung sieht darin ein Mittel gegen Mobbing und Gewalt – international wird der Entscheid scharf kritisiert.

Die Rückkehr der Kreidezeit

Eine Allianz von Fachleuten will eine Debatte über wirksamen Unterricht, Lesenlernen und Bildungsqualität anstossen. Die Reaktion darauf zeigt allerdings vor allem eines: Wer heute systematisches Lernen verteidigt, gerät erstaunlich schnell unter Restaurationsverdacht. Das verrät viel über die heutige Diskurskultur.

Umgang mit pornografischen Inhalten auf Schulgeräten

Ende April stiessen zahlreiche Kinder an einer Basler Primarschule bei der Internetrecherche mit ihren Schul-Tablets auf pornografische Inhalte. Normalerweise können solche Inhalte durch einen Filter nicht auf die Geräte der Schüler/-innen gelangen. Jedoch gab es an der Schule ein technisches Problem, welches zur Folge hatte, dass die Inhaltsfilter rund eineinhalb Tage nicht im Einsatz waren. Dies ist zwar ein Einzelfall, dennoch ist es angesichts der gängigen und frühen Nutzung digitaler Geräte wichtig, bereits im jungen Alter über den Umgang mit pornografischen Inhalten aufzuklären, zumal ein hundertprozentiger Schutz nicht möglich ist.

Rahmenbedingungen aus Sicht der Schulleitungen

Jedes Kind hat nur eine Bildungsbiographie. Darum hat jedes Kind das Recht auf einen Unterricht, der wirklich wirkt, hier und jetzt. Doch im Schulalltag sehen wir Entwicklungen, die genau das zunehmend erschweren.

Klarheit über die «Rünenberger Gemeindeinitiative»

Im Beitrag vom 6. Mai 2026 habe ich die Initiative wegen des Verbots, Klassenkassen zu führen, als mögliches «Heilmittel» ins Spiel gebracht. Im Lead des Beitrags stand, dass sie die Kündigung des Universitätsvertrags bis Ende 2027 verlangt. Diese Information ist richtig, aber für ein volles Verständnis des Begehrens genügt sie bei Weitem nicht.

Psychologische und gesellschaftliche Entwicklungen im Schulkontext

In der Schule geht es wesentlich um Menschenführung. Schülerinnen und Schüler müssen für Lerninhalte gewonnen, ihre Interessen geweckt und ihre Motivation gestärkt werden. Dies gelingt eher, wenn Fantasien, Emotionen und innere Bilder angesprochen werden. Der Kompetenzerwerb hängt stark von inneren Befindlichkeiten ab – nicht allein von der Qualität der Instruktion. Schulen sind daher keine reinen Lernlaboratorien, sondern Imaginationsräume. Diese entstehen durch Bilder, Geschichten und Symbole – an Wänden und in Korridoren ebenso wie in freien Gestaltungsräumen. Geschichten und narrative Zugänge geben dem Lernen Sinn und Tiefe.

Bildungspolitische Vorstösse im Landrat eingereicht

An der letzten Landratssitzung wurden zahlreiche Vorstösse zu bildungspolitischen Themen eingereicht. Die Bandbreite der Themen ist gross und reicht vom Fremdsprachenunterricht über Klassengrösse bis zu Sonderschulungen und ÖV-Tickets. Die Vorstösse zeigen, dass das Bildungssystem im Kanton Basel-Landschaft vor vielfältigen Herausforderungen steht. Gleichzeitig wird sichtbar, dass in zentralen Bereichen Änderungsbedarf besteht, um den heutigen Anforderungen an ein gutes Bildungssystem an unseren Volksschulen gerecht zu werden.

Das Versagen der Integrativen Schule

An der Medienkonferenz von «Wendepunkt Bildung» hält Roland Stark ein Referat zum Thema Integrative Schule und deren Versagen.

Schlechte Noten für den Kanton Basel-Landschaft als Arbeitgeber

Der Kanton Basel-Landschaft schneidet auf KUNUNU, einer der bedeutendsten Arbeitgeberbewertungsplattformen im deutschsprachigen Raum, ausgesprochen schlecht ab. Vor allem Angestellte im Bildungsbereich bemängeln an ihren Schulen ein schlechtes Arbeitsklima, das durch autoritäre Führungsstile, Machtmissbrauch und Einschüchterung geprägt sei. Auch die Starke Schule beider Basel (SSbB) hat seit August 2024 vermehrt Anfragen von Lehrpersonen, die sich durch ihre Schulleitungen ungerecht behandelt fühlen.

Sind Gemeinde- und Kantonsfinanzen wirklich unabhängig voneinander?

Die beiden Basler Halbkantone zahlen pro Studierenden 70’000 Franken an die Universität Basel, während sich die übrigen Kantone nur mit jeweils 15’000 Franken beteiligen müssen. Die elf Baselbieter Gemeinden Bennwil, Diegten, Diepflingen, Eptingen, Hersberg, Lampenberg, Oltingen, Rümlingen, Rünenberg, Wenslingen und Zunzgen forderten Mitte 2025 mithilfe einer Gemeindeinitiative die Kündigung der Uni-Trägerschaftmit Basel-Stadt bis Ende 2027. Der angestrebte, neue interkantonale Univertrag soll einen finanziell gerechteren Ausgleich erzielen. Dieses Geld wäre wichtig für die Volksschulen, denn an diesen wird immer mehr gespart.

Miteinander sprechen statt scrollen

Smartphones & Co. sind aus dem (Schul)alltag nicht mehr wegzudenken. Doch ihre permanente Nutzung bringt Herausforderungen mit sich: Ablenkung, Reizüberflutung und weniger persönlicher Austausch. Die Junge Mitte Basel-Landschaft will das ändern. Mit ihrer Initiative «Handyverbot an Schulen» setzt sie sich für bessere Lernbedingungen und echte soziale Interaktion ein. Ziel ist eine Schule, die wieder stärker als Lern-, Erholungs- und Sozialraum funktioniert.

Philipp Loretz: Sicht der Lehrerschaft

An der Medienkonferenz zum Fremdsprachenkonzept, zur Ausbildung der Lehrpersonen und zur integrative Schule hat sich eine parteiübergreifende Gruppe aus Politikern und Politikerinnen sowie Bildungsexperten und Bildungsexpertinnen geäussert. Folgend finden Sie das lesenswerte Statement von Philipp Loretz, Präsident des Lehrerinnen- und Lehrerverbandes Baselland, welcher auf sieben zentrale Themen eingeht.

Das Verschwinden der Lehrer – ein Stück in vier Akten

Lehrerinnen verkörpern die Sache. Sie stehen für die Inhalte ein. Es ist ihre Aufgabe, Kultur und Tradition weiterzugeben, damit Neues entstehen kann. Dies erfordert neben dem Wissen vor allem pädagogische sowie methodisch-didaktische Fähigkeiten. Lehrer können grosse Vorbilder sein oder das Gegenteil. Sie können ermutigen oder entmutigen, ernst genommen oder lächerlich gemacht werden. Als Gegenüber im pädagogischen Kontext spielen sie immer eine Rolle, doch diese ist in den letzten Jahrzehnten zunehmend von der Bühne gedrängt worden.

Zwischen Schönreden und Schwarzmalen gibt es einen dritten Weg: hinschauen – benennen – handeln

Die Befunde beunruhigen: Die Lernleistungen sinken – besonders im Lesen. Doch die Bildungspolitik reagiert darauf oft mit neuen Programmen – statt mit wirksamerem Unterricht. Unsere Überzeugung ist klar: Nicht, was gut gemeint ist, zählt – sondern das, was wirkt. Das Entscheidende an Reformen ist ihre Wirkung aufs Lernen. Doch viele Reformen verändern Strukturen – verbessern das Lernen aber kaum.

Der Anfang vom Ende des Frühfranzösisch

Ein juristisches Gutachten im Auftrag des Lehrernetzwerks Schweiz kommt zum Schluss: Der Bund hat sich aus der Frage «Frühfranzösisch an den Primarschulen» herauszuhalten. Ein Eingriff in die Bildungshoheit der Kantone wäre unverhältnismässig und reine Symbolpolitik ohne Rücksicht auf das Kindeswohl.

Die bz berichtet über die Kritik am Bericht Sprachenkonzept

Derzeit gibt es um den Bericht zur Standortbestimmung des Sprachenkonzepts grosse Disskusionen. Die Starke Schule beider Basel (SSbB) hat mit einem kritischen Artikel dazu Stellung bezogen. Der bz Journalist Luis von Gunten führte ein Interview mit Charlotte Höhemann. Daraus entstand ein spannender Text, welche die wichtigsten Kritikpunkte über den Standortbericht zusammenfasst. Dabei wird deutlich, dass viele der vorgeschlagenen Lösungen, wie mehr Austauschprogramme oder Immersionsunterricht, in der Praxis an fehlenden Ressourcen und organisatorischen Einschränkungen scheitern.

Bildungsexperten schlagen Alarm: Schweizer Schulen zunehmend unter Druck

Wendepunkt Bildung nennen sie sich: Dr. phil. Carl Bossard, Yasmine Bourgeois, Dr. phil. Beat Kissling, Prof. Dr. phil. Allan Guggenbühl, Philipp Loretz, Res Schmid, Christine Staehelin M.A. und Roland Stark. Die parteiübergreifende Gruppe bestehend aus Politiker/-innen und Bildungsexpertinnen und -experten stellte an ihrer Medienkonferenz vom vergangenen Montag ein Manifest zum kritischen Zustand und zu den Perspektiven unseres Bildungswesens vor. Kernthemen sind beispielsweise das Fremdsprachenkonzept, die Ausbildung der Lehrpersonen und die integrative Beschulung.

Wegweisendes Gerichtsurteil bezüglich Jugendschutz auf Social Media in den USA

Die beiden Tech-Konzerne «Alphabet» und «Meta», die unter anderem über Social-Media-Plattformen wie Facebook, Instagram, TikTok und Snapchat verfügen, wurden vor einem US-amerikanischen Gericht in erster Instanz schuldig gesprochen. Den beiden Unternehmen wird vorgeworfen, ihre Plattformen so aufgebaut zu haben, dass sie süchtig machen.

Altersverifizierungsapp für Social Media

Die EU-Kommission hat nach langer Diskussion entschieden, dass Kinder und Jugendliche sich künftig auf Social Media Plattformen nicht mehr frei bewegen dürfen. Eine Altersbegrenzung soll nun verhindern, dass Jugendliche und vor allem Kinder sich schon früh auf Facebook, Instagram oder Tiktok aufhalten. Das Problem bisher war allerdings: Wie kann man sicherstellen, dass die Nutzer die Alterslimiten erfüllen, ohne wertvolle Daten von sich preiszugeben? Die Lösung soll eine Verifizierungsapp sein, die das Alter des Nutzers via Personalausweis überprüft und ein Zertifikat generiert, welches das Alter bestätigt. Die Social Media App erhält dadurch keinen Zugriff auf die Daten des Personalausweises.

Kräftiger Wandel digitaler Bildung in Schweden

Schweden gilt als einer der Vorreiter der Digitalisierung an Schulen und war auch das erste Land, das die 1:1-Ausstattung einführte; also ein Konzept, bei dem jedes Schulkind ein eigenes digitales Gerät für den Unterricht erhält. Bereits ab 2007 begannen die Schulen ihre Schülerinnen und Schüler mit Tablets oder Computern auszurüsten. Ab 2019 wurde die Nutzung solcher Geräte für alle Schulen verpflichtend. Inzwischen ist ein deutliches Umdenken zu beobachten. Schweden rudert in der Digitalisierung kräftig zurück, da die damit verbundenen Nachteile zunehmend sichtbar wurden.