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Monat: August 2026

Schwache Grundkompetenzen – BS hat angekündigten Bericht immer noch nicht veröffentlicht

Die Resultate der Überprüfung der Grundkompetenzen (ÜGK) 2024 waren für Basel-Stadt ernüchternd. Beim Lesen und in Mathematik erreichen weniger Schüler/-innen die Grundkompetenzen als im Durchschnitt der übrigen Kantone. Das Erziehungsdepartement sprach selber von Handlungsbedarf und kündigte verschiedene Massnahmen an. Drei Monate später stellt sich die Frage: Welche konkreten Schritte wurden seither tatsächlich unternommen?

Keine digitalen Geräte auf städtischen Schularealen

Seit dem 2. Juni 2026 gilt an Basler Volksschulen eine neue Weisung des Erziehungsdepartementes (ED) bezüglich Handy-Nutzung auf dem Schulareal des Kantons Basel-Stadt. Das ED erhofft sich einen sozialeren Umgang zwischen Schüler/-innen und eine Entlastung für Lehrpersonen durch diese einheitliche und klare Regelung. Wie sich diese Weisung auf das Verhalten der Schüler/-innen auswirken wird und ob der Kanton Basel-Landschaft mitziehen wird bleibt offen.

«Wir haben die schlechtesten Schüler­leistungen aller Zeiten»

Der bekennende Linke Mathias Brodkorb erklärt, warum die «Gleichheits­ideologie» in der Bildungs­debatte den Schulen mehr schade als nütze – und er sagt, welche Schulen die Kinder heute brauchen. Das Interview führte die Journalistin Nadja Pastega für die Sonntagszeitung.

Integration: Das Klassenzimmer als Versuchslabor

Die integrative Schule war einst angetreten, die alte Welt der Kleinklassen wegzufegen. Zurück bleibt ein Klassenzimmer, in dem alle gemeinsam unterrichtet werden und die Lehrpersonen gleichzeitig individualisieren, differenzieren, intervenieren, deeskalieren und manchmal sogar noch unterrichten.

Nun hat der Dachverband Lehrerinnen und Lehrer Schweiz (LCH) seine Umfrage zur «inklusionsorientierten Schule» ausgewertet. Das Ergebnis dürfte für die Integrationsbefürworter ungefähr so angenehm sein wie ein Regenschirm im Sturm. Die Realität im Klassenzimmer lässt sich eigentlich nicht mehr länger wegreden. Ausser man heisst LCH.

LCH-Umfrage: Die ernüchternde Bilanz der Integration

Jahrelang wurde die Integration als bildungspolitischer Fortschritt verkauft. Nun zeigt eine vom Dachverband Lehrerinnen und Lehrer Schweiz (LCH) in Auftrag gegebene Umfrage, wie gross die Kluft zwischen Wunsch und Realität ist. Kinder werden zwar in Regelklassen integriert, doch Förderung, Chancengleichheit und Leistungsniveau bleiben auf der Strecke. Wer diese Ergebnisse ernst nimmt, kann nicht einfach nach noch mehr Ressourcen rufen. Das System Integration ist gescheitert.

15 Jahre Starke Schule: Eine neue Generation übernimmt

Als Bewegung von Eltern gegründet, hat sich die Starke Schule beider Basel (SSbB) seit 2011 zu einem eigenständigen politischen Akteur entwickelt. Heute steht die Organisation an einem wichtigen Wendepunkt und gehört zu den ungewöhnlichsten bildungspolitischen Organisationen der Nordwestschweiz. Mit Volksinitiativen, politischen Vorstössen, Medienarbeit, Umfragen und direkten Kontakten zu Politikerinnen und Politikern beeinflusst sie die kantonale Bildungspolitik. Die folgende Analyse zeichnet die Entwicklung der SSbB über diese 15 Jahre nach, untersucht ihre wichtigsten politischen Erfolge, beleuchtet die besondere Zeit unter Monica Gschwind und zeigt schliesslich, wie der Generationenwechsel den Verein heute prägt.

Die Frühdigitalisierung ist kein pädagogischer Fortschritt

Die Volksinitiative der Starken Schule beider Basel greift mit der Ablehnung der Frühdigitalisierung der Primarschulen ein Thema auf, das grosse Auswirkungen auf den Schulbetrieb hat. Die Initiative ist auch ein deutliches Zeichen, die schulische Digitalisierung kritischer zu bewerten.

Die wundersame Dynamik von Reformen, besonders im Bildungsbereich

Es gibt Institutionen, die Fehler machen. Und es gibt Institutionen, die dieses Risiko erfolgreich ausgeschlossen haben. Dort gilt: Was beschlossen wurde, ist richtig. Nicht, weil sich der Entscheid bewährt hat, sondern weil er beschlossen wurde. Wer trotzdem Zweifel anmeldet, hat die Reform und ihre Ziele offenbar nicht ganz verstanden.

Neue Langzeitstudie stärkt Initiative

Einen Tag vor der Einreichung der Volksinitiative «Keine digitalen Geräte in den ersten vier Primarschuljahren» wurde eine neue Langzeitstudie veröffentlicht, deren Ergebnisse das Grundanliegen der Initiative stützen. Die Untersuchung zeigt, dass ein früher Einstieg in soziale Medien langfristig mit schlechteren Schulleistungen verbunden ist. Die Ergebnisse liefern zusätzliche wissenschaftliche Hinweise dafür, dass Kinder möglichst spät intensiv mit digitalen Medien in Kontakt kommen sollten.

Woraus wächst, was Kinder trägt

In diesen Tagen stehen wieder Tausende Kinder vor einem Schulhaus. Manche greifen noch nach der Hand ihrer Mutter oder ihres Vaters, andere eilen schon mutig voraus. Alle tragen einen Schulsack – und viele Erwartungen. Für sie beginnt ein Weg, dessen Ziel niemand genau kennt. Das ist auch nicht nötig. Entscheidend ist vielmehr: Was muss Schule Kindern ermöglichen, damit sie einmal ihren eigenen Lern- und Lebensweg gehen können?

Breites Medienecho auf die Einreichung unserer Initiative

Die Einreichung der kantonalen Volksinitiative «Keine digitalen Geräte in den ersten vier Primarschuljahren» am 4. August 2026 stiess auf ein breites Medienecho. Zeitungen, Onlineportale, Radio und Fernsehen griffen das Anliegen auf. Dadurch wurde die Frage, in welchem Alter und in welchem Umfang digitale Geräte in der Primarschule eingesetzt werden sollen, weit über den Kreis der Starken Schule beider Basel (SSbB) hinaus öffentlich bekannt.

2’529 Unterschriften für «Keine digitalen Geräte in den ersten vier Primarschuljahren» eingereicht

Die kantonale Volksinitiative «Keine digitalen Geräte in den ersten vier Primarschuljahren» ist eingereicht. Heute Dienstag wurden vor dem Regierungsgebäude in Liestal 2’536 Unterschriften an den 2. Landschreiber übergeben. Damit ist ein wichtiger Schritt erreicht: Das Anliegen wird nun offiziell geprüft und das politische Verfahren nimmt seinen Lauf.

NZZ würdigt unsere Initiative – starker Kommentar

Die Diskussion über digitale Geräte in der Primarschule wird immer wichtiger. Immer mehr wissenschaftliche Erkenntnisse und internationale Erfahrungen zeigen, dass ein früher und intensiver Bildschirmgebrauch auch Nachteile für Kinder haben kann. Deshalb hat die Starke Schule beider Basel (SSbB) die Volksinitiative «Keine digitalen Geräte in den ersten vier Primarschuljahren» lanciert. Die Initiative wird am 4. August eingereicht.

Handschrift fördert Lern- und Gedächtnisprozesse

Digitale Geräte gehören heute selbstverständlich zum Schulalltag. Viele Schüler/-innen schreiben Notizen auf Tablets oder Laptops, während handschriftliche Aufgaben immer seltener und als mühsam angesehen werden. Vor diesem Hintergrund untersuchten die Forschenden F. R. Van der Weel und Audrey L. H. Van der Meer, welche Auswirkungen das Schreiben mit der Hand im Vergleich zum Tippen auf die Gehirnaktivität hat.