Die Fremdsprachendidaktik auf Abwegen
In den ersten Jahren des 21. Jahrhunderts prägten die Fremdsprachendidaktiker den Reformbegriff «Mehrsprachigkeitsdidaktik». Praktizierende Lehrpersonen wurden in Weiterbildungskursen darauf getrimmt, sich neue Methoden anzueignen, welche sich im Gebrauch der Lehrmittel Millefeuilles, Clin d’oeil und New World aufdrängten. Selbstredend war die Ausbildung an den PHs ebenfalls darauf ausgerichtet. Das Ziel bestand darin, die Fremdsprachen im Unterricht effizienter und praxistauglicher zu vermitteln. Damit einher ging auch die Vorverlegung des Fremdsprachenunterrichts in die 3. bzw. 5. Klasse der Primarschule. Die politischen Behörden unter Führung der EDK verbreiteten Aufbruchstimmung und setzten die Empfehlungen der Didaktiker im Schulbereich willfährig um.
