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Monat: Dezember 2025

SSbB dankt Monica Gschwind für ihr grosses Engagement

Am 31. Dezember 2025 endet die Amtszeit von Regierungsrätin Monica Gschwind. Über viele Jahre prägte sie als Bildungsdirektorin die Bildungspolitik im Kanton Basel-Landschaft mit grossem persönlichen Einsatz und hoher Fachkompetenz. Ihre Amtszeit zeichnete sich durch Verlässlichkeit, Dialogbereitschaft und konsequentes Eintreten für eine starke Volksschule aus. Zum Abschluss ihrer politischen Tätigkeit würdigt das Seki-Team der Starken Schule beider Basel (SSbB) ihre ausserordentliche Arbeit und ihr nachhaltiges Engagement für die Bildung.

Die Zukunft von Social Media in Europa

Ein Social-Media-Verbot für unter 16-Jährige wird in vielen Ländern in Betracht gezogen. Bundesrätin Elisabeth Baume-Schneider (SP) erläuterte in einem Interview mit dem «SonntagsBlick» ihre Position zu einem solchen Verbot, so wie es nun in Australien umgesetzt wird. Der Bundesrat hat bereits am 25. Oktober entschieden, dass mit einem neuen Gesetz, welches nun ausgearbeitet wird, zentrale Regeln für Facebook, TikTok und Co. gelten sollen. Ebenso fordert das Europäische Parlament in der Pressemitteilung vom 26.11.2025 den Zugang zu Sozialen Medien erst ab 16 Jahren zu erlauben.

Geschichte: bessere Rahmenbedingungen schaffen!

Französische Revolution, Entstehung des modernen Bundesstaates, Erster und Zweiter Weltkrieg: Immer mehr Schülerinnen und Schüler wissen darüber – nichts. Das gilt selbst für die Zeit des Kalten Krieges, dessen Krisen mehr und mehr im Nebel des Vergessens in eine diffuse Vergangenheit verschwinden. Es droht weitverbreitete Geschichtsvergessenheit.

AKK-Präsident verzichtet auf klare Position – Lehrpersonen im Stich gelassen

Der Landrat des Kantons Basel-Landschaft hat eine klare Haltung gezeigt, ein Parlamentarier jedoch nicht. Während eine Mehrheit zusätzliche Mittel für die Sekundarschulen sprach, enthielt sich ausgerechnet Ernst Schürch, Präsident der Amtlichen Kantonalkonferenz (AKK), bei dieser zentralen bildungspolitischen Abstimmung. Diese Haltung irritiert.

Tagesschulen: Stufengerecht planen, Fragen klären

Mit der Teilrevision des Bildungsgesetzes sollen im Kanton Basel-Landschaft die rechtlichen Voraussetzungen für Tagesschulen geschaffen werden – freiwillig und ohne zusätzliche Finanzierung. Die Starke Schule beider Basel (SSbB) sieht die Möglichkeit von Tagesstrukturen auf der Primarstufe, betont jedoch die Notwendigkeit stufengerechter Lösungen. Auf der Sekundarstufe I sind Zurückhaltung, Freiwilligkeit und pädagogische Differenzierung zentral. Rechtliche Möglichkeiten allein genügen nicht.

Geschichte braucht wieder Gewicht

Der Geschichtsunterricht ist ein zentraler Bestandteil der politischen Bildung und trägt dazu bei, dass Schüler/-innen sich eine fundierte, eigene Meinung bilden können. Trotzdem hat das Fach in der Schweiz in den letzten Jahrzehnten deutlich an Bedeutung verloren. In fast allen Kantonen wird Geschichte auf der Sekundarstufe I nicht mehr als eigenständiges Fach unterrichtet, sondern in Sammelfächern zusammengefasst. Basel-Stadt folgt diesem schweizweiten Trend, Baselland bildet die positive Ausnahme mit zwei Jahreslektionen während der gesamten Sekundarschulzeit.

Markus Eigenmann übernimmt die Bildungsdirektion

Nun ist es definitiv: Markus Eigenmann übernimmt die Bildungs-, Kultur- und Sportdirektion (BKSD). Somit bleiben die Direktionszuständigkeiten unverändert. In rund zwei Wochen beginnt die Amtszeit des neuen Regierungsrates in der herausfordernden BKSD. Eigenmann übernimmt zwar eine gut geführte Direktion, anders als Monica Gschwind vor zehn Jahren. Gerade in Zeiten hohen Spardrucks braucht es eine starke Stimme für die Bildung in der Regierung. Die vier wesentlichen Baustellen der BKSD wurden in der BaZ beschrieben. Mit Erlaubnis der Autorin Isabelle Thommen werden diese hier abgedruckt.

AVS wird betreffend aufsichtsrechtlicher Anzeige aktiv

Im November 2025 reichte die Starke Schule beider Basel (SSbB) eine aufsichtsrechtliche Anzeige wegen möglicher Verletzungen der Fürsorgepflicht sowie der Personalgesetzgebung gegen die Schulleitung und den Schulrat der Primarschule Allschwil ein. Nun reagiert das Amt für Volksschulen (AVS).

«Tiktok-Aus» für alle unter 16-Jährigen in Australien

Gestern, am 10. Dezember, ist in Australien ein neues Gesetz in Kraft getreten, das Kindern und Jugendlichen unter 16 Jahren die Nutzung von Social Media verbietet. Vom Verbot betroffen sind Plattformen wie TikTok, Instagram, Snapchat, X, Reddit und Twitch. Die Techkonzerne sind in der Pflicht zu verhindern, dass Kindern und Jugendlichen Zugang zu ihren Plattformen erhalten.

LCH lehnt ein Verbot von Social Media für Kinder ab

In Fachkreisen ist unbestritten, dass ein extensiver Konsum von sozialen Medien bei Kindern und Jugendlichen erhebliche negative Folgen haben kann. Australien hat als erstes Land ein vollständiges Verbot für unter 16-Jährige ausgesprochen. Viele andere Länder ergreifen ebenfalls Massnahmen. Nun hat auch der Dachverband der Lehrerinnen und Lehrer Schweiz (LCH) ein Positionspapier zum Umgang mit sozialen Medien bei Kindern und Jugendlichen veröffentlicht.

Umfrageergebnisse: Prädikate vs. ressourcenorientierte Lernberichte

Eine deutliche Mehrheit der Umfrageteilnehmenden spricht sich für Zeugnisse mit Prädikaten in der 1. Primarklasse aus. Demgegenüber stehen die ressourcenorientierten Lernberichte, welche derweil stark kritisiert werden. Ebenso interessant ist, dass nur ca. ein Fünftel der Teilnehmenden Noten mit Ziffern von 1-6 auf der Primarstufe abschaffen wollen. Drei Viertel befürworten Noten auf der Primarstufe.

Zeugnis oder Lernbericht – wie beurteilen?

Eine Debatte folgt der Nächsten im Schulkosmos. Es kehrt keine Ruhe ein – Ruhe, die dringend nötig wäre. Aktuell geht es um Zeugnis versus Lernbericht. Für alle Schulstufen finden sich Appelle – namentlich auch seitens des Schulleiter-Verbandes – die Noten abzuschaffen. Doch macht es ein Lernbericht besser? Im Folgenden geht es um Schuleinsteiger. Noten sind auf dieser Stufe zu Recht noch tabu. Doch wie gestalten sich dann Lernberichte bzw. Zeugnisse?

Die Erfolgsstory der Schweiz gehört in den Geschichtsunterricht

Bei der Frage, was ihnen die Jahreszahl 1848 bedeute, dürften die meisten heutigen Schulabgänger wohl mit den Schultern zucken. Dabei gehört das Revolutionsjahr 1848 zu den markanten Meilensteinen der neueren Schweizer Geschichte. Während in unseren Nachbarländern die Erhebungen fortschrittlicher Bürger und aktiver Studenten gegen die verkrusteten Monarchien blutig niedergeschlagen wurden, gelang in unserem Land ein durchschlagender Erfolg einer freiheitlich denkenden jungen Generation. Es waren wirtschaftlich führende Kreise und liberale Politiker, welche eine moderne Schweiz ohne hemmende Binnenzölle und weitgehende Freiheitsrechte schaffen wollten.

Zeugnisse in der Primarschule

Alle paar Jahre tauchen die Fragen um Zeugnisse erneut auf: Ziffernnoten, Prädikate, Lernberichte? Jetzt in BL der Vorschlag mit «ressourcenorientierten» Beschreibungen.

Worum geht es eigentlich? Die Schule hat einen gesetzlichen Bildungsauftrag, der sich an stufengerechten Lernzielen orientiert. Das ist an sich schon eine staatliche Anmassung, denn jedes Kind muss sich, unabhängig von persönlichen Vorlieben und Begabungen, an vorgegebenen Wissens- und Könnensnormen ausrichten. Umgekehrt sind mit dem staatlich eingeforderten Bildungsstand auch Berechtigungen und Lebenschancen verbunden.