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Die Zukunft von Social Media in Europa

Die Zukunft von Social Media in Europa

Ein Social-Media-Verbot für unter 16-Jährige wird in vielen Ländern in Betracht gezogen. Bundesrätin Elisabeth Baume-Schneider (SP) erläuterte in einem Interview mit dem «SonntagsBlick» ihre Position zu einem solchen Verbot, so wie es nun in Australien umgesetzt wird. Der Bundesrat hat bereits am 25. Oktober entschieden, dass mit einem neuen Gesetz, welches nun ausgearbeitet wird, zentrale Regeln für Facebook, TikTok und Co. gelten sollen. Ebenso fordert das Europäische Parlament in der Pressemitteilung vom 26.11.2025 den Zugang zu Sozialen Medien erst ab 16 Jahren zu erlauben.

Für Baume-Schneider ist der Fall klar: Nicht die Smartphones, sondern unser Umgang damit ist schädlich. Handys können helfen, beispielsweise um das Familienleben zu organisieren und Jugendliche benutzen das Gerät oft zur Information oder Orientierung. Derweil stellten sich aber noch einige Fragen, welche diskutiert werden müssen, damit ein Bericht verfasst werden könne, so die Bundesrätin. Dies geschähe im neuen Jahr. Die Bundesrätin betont im Interview mit dem Blick, dass die Social-Media-Plattformen selbst Verantwortung dafür übernehmen müssen, was Kinder und Jugendliche konsumieren.

Das EU-Parlament schlägt zugleich ein EU-weit geltendes Mindestalter von 16 Jahren für den Zugang zu Sozialen Medien, Videoplattformen und KI-Begleitern vor. Jedoch soll 13-16-Jährigen der Zugang mit Zustimmung der Eltern gewährt werden. Auch die EU setzt darauf die grossen Plattformen in Verantwortung zu ziehen, wenn es um den Schutz der Kinder und Jugendlichen geht, insbesondere bei «schwerwiegenden und anhaltenden Verstössen». Deshalb zielt das Parlament darauf ab Führungskräfte haftbar zu machen. Ausserdem bestehen noch weitere scharfe Massnahmenforderungen, die Sie hier einsehen können.

Es ist äusserst interessant, wie die Schweiz auf das zielstrebige Vorgehen der EU reagieren wird. Falls die genannten Forderungen EU-weit umgesetzt werden, ist es denkbar, dass die Schweiz auch mitziehen wird. Die Starke Schule beider Basel befürwortet ein Social-Media-Verbot für unter 16-Jährige und erachtet die Erschaffung neuer Gesetze für den Schutz von Nutzenden, insbesondere Kinder und Jugendlichen sowie die zusätzliche Verantwortung für Kommunikationsplattformen als äusserst notwendig.

Lena Bubendorf
Vorstand Starke Schule beider Basel

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