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Autor: Starke Schule beider Basel

Schulleitung unter Druck: Erneut verlassen viele Lehrpersonen die Primarschule Allschwil

Alleine im Schulhaus Neuallschwil geben auf Ende Schuljahr mindestens acht Lehrpersonen ihre Stelle auf. Und die Beschwerden häufen sich: Die Starke Schule beider Basel (SSbB) erhält seit einigen Wochen insgesamt eine zweistellige Anzahl Zuschriften und Telefonanrufe von Lehrpersonen und Eltern. Die Vorwürfe ähneln jenen, die bereits vor einem Jahr öffentlich wurden: Angstklima, Druck auf Mitarbeitende, fehlende Mitsprache und eine Führungskultur, die offenbar immer mehr erfahrene Lehrpersonen aus dem System drängt.

Frühfranzösisch auf dem Prüfstand: Kindeswohl vor Symbolpolitik

Die Diskussion um Frühfranzösisch an der Primarschule bleibt weiterhin ein Thema. Während mehrere Kantone das Frühfranzösisch hinterfragen oder eine Verschiebung auf die Sekundarstufe bereits beschlossen haben, fordert Bundesrätin Baume-Schneider die Beibehaltung einer zweiten Landessprache in der Primarschule. Ein fundiertes Rechtsgutachten «Frühfranzösisch an der Primarschule» kommt nun zu einem klaren Schluss: Es gibt keine Rechtsgrundlage dafür, dass Bundesbern betreffend Frühfranzösisch in die Bildungshoheit der Kantone eingreifen darf. Und weiter: Die erhofften Vorteile des Frühfranzösisch sind nicht nachweisbar. Im Mittelpunkt der Debatte steht die Frage, ob der Französischunterricht ab der 3. Primarklasse den Schülerinnen und Schülern wirklich nützt oder ob er vor allem ein politisches Symbol ist.

Wissenschaftler Roland Reichenbach: Mehr Schule, weniger Ideologie

Im Interview mit der NZZ äussert sich der Erziehungswissenschaftler Roland Reichenbach kritisch zur aktuellen Entwicklung des Schweizer Bildungssystems. Sein Hauptargument lautet: Die Schule werde zunehmend mit gesellschaftlichen Erwartungen überfrachtet, während grundlegende Bildungsaufgaben aus dem Blick geraten. Besonders problematisch sei, dass Reformen und pädagogische Konzepte oft die leistungsstarken Kinder begünstigten, während schwächere Schüler*innen weiter zurückbleiben.

SSbB in eigener Sache

Die Starke Schule beider Basel (SSbB) setzt sich für eine starke öffentliche Schule ein. Wie jede Institution ist eine Schule dann stark, wenn sie kritische Hinweise als positiven Beitrag versteht, um sich zu entwickeln und zu verbessern. Wer von sich behauptet, «wir machen alles richtig», der verschliesst sich jedem Impuls zur Erneuerung und hat beschlossen, einfach nur noch den Status quo zu verteidigen.

Chancenungleichheit und mentale Gesundheit: Wo die Schweiz steht.

Im Mai 2026 veröffentlichte das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen UNICEF die «Innocenti Report Card 20».[1] Darin wurden 37 Länder verglichen, die entweder zu den Hocheinkommensländern zählen oder Teil der OECD sind. Untersucht wurde, welchen Einfluss Einkommensungleichheit auf die körperliche und mentale Gesundheit von Kindern sowie auf ihre akademischen und sozialen Fähigkeiten hat. Die Schweiz schneidet insgesamt sehr gut ab, zeigt jedoch im Bereich der mentalen Gesundheit Schwächen. Besonders die Suizidrate bei Jugendlichen gibt Anlass zur Sorge.

Viele Sekundarschulen schneiden überdurchschnittlich ab

An der durchgeführten Umfrage der Starken Schule beider Basel (SSbB) zu den Schulleitungen der Primarstufe und den beiden Sekundarstufen 1 und 2 nahmen 1’176 Lehrpersonen teil. Davon unterrichten 34.18% an einer Sekundarschule in Baselland oder Basel-Stadt. Befragt wurden die Lehrpersonen zu den Erfahrungen, welche sie mit ihren Schulleitungen bezüglich Respekt, Gleichbehandlung, Vertrauen, Unterstützung und Kritikfähigkeit gemacht haben.

BaslerZeitung berichtet ausführlich über die Umfrage der SSbB zu den Schulleitungen

Vor wenigen Tagen hat die Starke Schule beider Basel (SSbB) einen spannenden Artikel zu den Umfrageergebnissen bezüglich den Schulleitungen der Primarstufe und den beiden Sekundarstufen 1 und 2 publiziert. Befragt wurden die Lehrpersonen zu den Erfahrungen, welche sie mit ihren Schulleitungen bezüglich Respekt, Gleichbehandlung, Vertrauen, Unterstützung und Kritikfähigkeit gemacht haben. Die Umfrageergebnisse legen teilweise bedenkliche Zustände offen, wobei die Unterschiede zwischen den einzelnen Schulen sehr gross sind.

Diagnose zum gescheiterten Sprachenkonzept: multifaktoriell

Multifaktoriell: So könnte der Befund lauten, wenn die Standortbestimmung zum Sprachenkonzept eine ärztliche Diagnose wäre. Ende Mai gab die Bildungsdirektion Baselland den Schlussbericht frei, nachdem sie ihn einige Monate zurückbehalten hatte. (1) Dabei ging es hauptsächlich um das umstrittene Frühfranzösisch, das ab der dritten Primarklasse eingeführt worden war. Denn sämtliche Evaluationen zeigten, dass die Kenntnisse nach 7 Jahren Französisch mit neuem Konzept klar ungenügend waren. Sie lagen auch deutlich unter dem Niveau der Englischkenntnisse, obwohl Englisch erst im 5. Schuljahr eingeführt wird und obwohl der Lehrplan 21 fordert, dass in beiden Fremdsprachen am Ende der Schulzeit gleiche Kompetenzen vorhanden sein sollten.

Für eine gesunde Entwicklung von jungen Menschen im Zeitalter von Social Media & KI

Eine Interessengemeinschaft aus Eltern, Fachpersonen und weiteren Unterstützenden aus Basel-Stadt hat einen offenen Brief an den Regierungsrat Basel-Stadt verfasst. Darin wird gefordert, den Umgang mit Social Media, digitalen Geräten und KI an Schulen stärker zu regulieren und Kinder sowie Jugendliche altersgerecht zu schützen.

Gymnasium Muttenz und Leonhard top, Gymnasium Münsterplatz und Bäumlihof flop

An der soeben durchgeführten Umfrage der Starken Schule beider Basel (SSbB) zu den Schulleitungen der Primarstufe und den beiden Sekundarstufen 1 und 2 nahmen 1’176 Lehrpersonen teil. Davon unterrichten 18.1% an einem staatlichen Gymnasium in Baselland oder Basel-Stadt. Befragt wurden die Lehrpersonen zu den Erfahrungen, welche sie mit ihren Schulleitungen bezüglich Respekt, Gleichbehandlung, Vertrauen, Unterstützung und Kritikfähigkeit gemacht haben. Die Umfrageergebnisse legen teilweise bedenkliche Zustände offen, wobei die Unterschiede zwischen den einzelnen Schulen sehr gross sind.

Tauchstation und Maulkorb

Das Erziehungsdepartement Basel-Stadt befindet sich zurzeit auf Tauchstation – wo genau, wissen wir nicht. Aber der Rhein kann es fast nicht sein. Dort fliesst derzeit zu wenig Wasser, um derart konsequent auf Grund zu gehen. Und die Bildungsdirektion Baselland? Sie sitzt – wie man hört – in Liestal und verteilt ihren Baselbieter Schulleitungen vorsorglich passgenaue Maulkörbe. So etwa kamen uns die letzten drei Tage vor. Anlass dafür waren unsere Fragen zu den Umfrageergebnissen der Gymnasien beider Basel.

BKSD muss Kritik der Lehrpersonen ernst nehmen

Die Umfrage zur Zusammenarbeit der Lehrpersonen mit den Schulleitungen und zum Schulklima zeigt teilweise erschreckende Ergebnisse: Die Schulleitungen kommen schlecht weg: «Vetterliwirtschaft», «Ungleichbehandlung der Lehrpersonen», «geringe Konfliktfähigkeit», «unzuverlässige Kommunikation», «rauer und grenzüberschreitender Umgangston», «Drohungen», «keine Wertschätzung», «Mobbing», «Angstkultur», «Machtspiele», «Willkür» usw. Mit diesen und weiteren ähnlichen Begriffen beschreiben Hunderte von Lehrpersonen das Klima und die Zusammenarbeit mit ihren Schulleitungen.

Lehrpersonen werfen Schulleitungen Ungleichbehandlung und ein Klima der Angst vor

Die von der Starken Schule beider Basel (SSbB) soeben durchgeführte Umfrage zur Zusammenarbeit der Lehrpersonen mit den Schulleitungen und zum Schulklima zeigt teilweise erschreckende Ergebnisse: Die Schulleitungen kommen schlecht weg: «Vetterliwirtschaft», «Ungleichbehandlung der Lehrpersonen», «geringe Konfliktfähigkeit», «unzuverlässige Kommunikation», «rauer und grenzüberschreitender Umgangston», «Drohungen», «keine Wertschätzung», «Mobbing», «Angstkultur», «Machtspiele», «Willkür» usw. Mit diesen und weiteren ähnlichen Begriffen beschreiben Hunderte von Lehrpersonen das Klima und die Zusammenarbeit mit ihren Schulleitungen. Die Ergebnisse in ihrer Quantität stimmen nachdenklich.

Früh­französisch ist gescheitert: Nur rund die Hälfte der Kinder erreicht Minimal­ziele

Gestern hat die Bildungs-, Kultur- und Sportkommission den lange unter Verschluss gehaltenen Bericht zum Sprachenkonzept publiziert. Die Resultate bestätigen weitgehend, dass Primarschulkinder mit dem Frühfranzösisch überfordert sind und die Lernziele bei weitem nicht erreichen können. Über 50% aller Kinder erfüllen die Grundkompetenzen nicht. Am Ende der Primarschulzeit können viele Schulkinder kaum einen Satz Französisch sprechen. Viele sind frustriert und demotiviert: kein gutes Vorzeichen für ein nachhaltiges Lernen dieser schönen, wichtigen, aber auch schwierigen Sprache.

Je höher die Schulstufe, desto älter sind die Baselbieter Lehrpersonen

Im Kanton Baselland sind 5’512 Lehrpersonen beschäftigt (Stichtag: 1. August 2025), die sich auf 3’671 Vollzeitstellen aufteilen. Der Anteil männlicher Lehrpersonen liegt bei ca. einem Viertel. Auffällig sind die Altersunterschiede einerseits auf derselben Schulstufe und andererseits zwischen den verschiedenen Schulstufen (Primar, Sek. 1 und Sek. 2). Je höher die Schulstufe ist, desto älter sind die Pädagoginnen und Pädagogen. Auf der Primarstufe liegt das Durchschnittsalter bei 42 Jahren, auf der Sekundarstufe II hingegen bei fast 47 Jahren.

Schweizer Universitäten sind gezwungen zu sparen

Im Rahmen des Entlastungspakets 2027 des Bundes müssen die kantonalen Universitäten in der Schweiz jährlich rund 260 Millionen Franken sparen. Viele Studierende fürchten sich deshalb vor steigenden Semestergebühren. Der Bund hat rund 57 Massnahmen definiert, um über drei Jahre circa 5.3 Milliarden Franken zu sparen und so den Bundeshaushalt zu stabilisieren. Gleichzeitig wird mehr Geld in die AHV und das Militär investiert.

Einführung einer Gymiprüfung in Baselland

Die Starke Schule beider Basel (SSbB) befürwortet beim Übertritt von der Sekundarschule ans Gymnasium eine Kombination aus Zeugnisnoten und obligatorischer kantonaler Gymiprüfung. Eine Abschaffung der Gymiprüfung und einen Wechsel auf Zeugnisse mit Prädikaten, so wie es in Zürich gefordert wird, lehnt die SSbB ab.

Wie Schulleitungen unliebsame Lehrpersonen loswerden

Schulleitungen dürfen Lehrpersonen von Gesetzes wegen nicht ohne Weiteres entlassen. Wenn keine ungenügende Arbeitsleistung geltend gemacht werden kann, wird dennoch immer wieder nach Wegen gesucht, um das Arbeitsverhältnis einer missliebigen Lehrperson aufzulösen. Gemäss Schilderungen mehrerer Betroffener geschieht dies weil die Chemie nicht stimmt oder die Lehrperson Schulleitungsentscheide kritisch hinterfragt.

Rohrstockhiebe an singapurischen Schulen

Ab 2027 sollen in Singapur flächendeckend wieder körperliche Strafen in Form von Rohrstockhieben an Schulen eingeführt werden. Schmerzen sollen dort helfen, wo Gespräche und Prävention versagt haben. Die Regierung sieht darin ein Mittel gegen Mobbing und Gewalt – international wird der Entscheid scharf kritisiert.

Die Rückkehr der Kreidezeit

Eine Allianz von Fachleuten will eine Debatte über wirksamen Unterricht, Lesenlernen und Bildungsqualität anstossen. Die Reaktion darauf zeigt allerdings vor allem eines: Wer heute systematisches Lernen verteidigt, gerät erstaunlich schnell unter Restaurationsverdacht. Das verrät viel über die heutige Diskurskultur.