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Autor: Starke Schule beider Basel

Mehr asozial als sozial

Soziale Medien stehen nach wie vor stark in der Kritik. Der Ethikprofessor Peter G. Kirchschläger geht sogar noch weiter: Er fordert in der bz vom 14. September Entzugsmassnahmen für Jugendliche, die ihren Social-Media-Konsum nicht mehr selbst kontrollieren können. Seine Forderungen klingen zunächst radikal und vielleicht übertrieben. Doch die Frage, wie Kinder und Jugendliche vor den negativen Folgen sozialer Medien geschützt werden können, wird immer dringlicher.

Psyche durch Lesen stärken

Eine neue Studie aus den USA, erschienen im Fachjournal «Psychological Medicine», zeigt: Kinder, die vor dem 10. Lebensjahr mit dem Lesen beginnen, können davon in verschiedener Hinsicht profitieren. Sie zeigen unter anderem eine bessere Aufmerksamkeit und ein besseres Gedächtnis, haben weniger psychische Probleme und verbringen weniger Zeit vor Bildschirmen. Forschende aus China und Grossbritannien untersuchten dafür mehr als zehntausend Jugendliche. Sie führten kognitive und Verhaltenstests durch und werteten Gehirnscans aus.

Repräsentative watson-Umfrage zu Social Media bestätigt die SSbB-Umfrageergebnisse

Das Thema «Mindestalter für Social Media» wird sowohl in der Schweiz als auch international heiss diskutiert. Immer mehr Stimmen machen sich für ein Verbot stark. Australien als Spitzenreiterin hat bereits seit Dezember letzten Jahres ein Gesetz, welches die Nutzung von Social Media für unter 16-Jährige verbietet. Auch der Bundesrat prüft aktuell ein solches Verbot. Doch was ist die Position der Schweizer Bevölkerung in dieser Debatte? Eine kürzlich veröffentlichte Umfrage soll Klarheit schaffen.

Mehr Studierende sind nicht alles

Die Universität Basel startet mit einem Rekord ins neue Studienjahr. 13’263 Studierende und Doktorierende sind eingeschrieben, so viele wie noch nie zu Semesterbeginn. Das ist grundsätzlich erfreulich, denn eine attraktive Universität zieht junge Menschen nach Basel, stärkt den Bildungsstandort und bildet Fachkräfte für Wirtschaft, Forschung und Gesellschaft aus. Doch Wachstum sollte nicht das einzige Ziel sein. Die Frage, ob eine hohe Anahl an Studierenden automatisch eine bessere Universität und eine höhere Qualität bedeutet, sollte gestellt werden.

Gut gemeint, aber mit problematischen Folgen

Das Amt für Volksschulen hat vorgegeben, dass Primarschulen von Eltern kein Geld mehr für die Klassenkasse einfordern dürfen. Grundsätzlich ist es richtig, darauf zu achten, dass Eltern für Schulanlässe nicht belastet werden und kein Kind aufgrund der finanziellen Situation seiner Familie von schulischen Aktivitäten ausgeschlossen wird. Doch die neue Regelung wirft Fragen auf, denn sie führt dazu, dass Ausflüge und gemeinsame Erlebnisse aus finanziellen Gründen gestrichen werden.

Deutschförderung ist eine Verbundaufgabe

Das Leseverstehen speist sich aus drei Quellen: Dem Zuhören von Geschichten, aus der Welt der Bücher und aus den Kenntnissen im Sachunterricht. Alle drei Zugänge sind heute teils verstopft. Die sprachfördernde Erzählkunst wird an den Pädagogischen Hochschulen zu wenig trainiert, der Welt der Bücher stehen die Kurzfuttertexte der digitalen Medien gegenüber und der Realienunterricht ist an der Volksschule oft nur rudimentär.

Kinder brauchen Schutz im digitalen Alltag

Soziale Medien gehören für viele Kinder selbstverständlich zum Alltag. Sie prägen zunehmend, wie junge Menschen ihre Freizeit verbringen, Informationen aufnehmen und miteinander kommunizieren. Diese Entwicklung betrifft nicht nur Familien, sondern auch Schulen und die Gesellschaft insgesamt. Entscheidend ist deshalb die Frage, wie Kinder einen sinnvollen Umgang mit digitalen Angeboten entwickeln können und welche Rahmenbedingungen dafür notwendig sind.

Gesetzesinitiative «Keine digitalen Geräte in den ersten vier Primarschuljahren» ist zustande gekommen

Die formulierte Volksinitiative «Keine digitalen Geräte in den ersten vier Primarschuljahren» im Kanton Basel-Landschaft der Starken Schule beider Basel (SSbB) ist formell zustande gekommen. Von den insgesamt 2’538 eingereichten Unterschriften wurden 2’294 als gültig anerkannt. Damit ist das erforderliche Quorum deutlich erreicht. Die Landeskanzlei hat das Zustandekommen der Initiative gestützt auf § 73 des Gesetzes über die politischen Rechte verfügt (siehe Anhang).

Uni und Volksschulen sollen ins selbe Team gehören

Die Universität Basel ist für unsere Region unverzichtbar. Sie braucht eine solide Finanzierung und gute Rahmenbedingungen. Es soll aber nicht so sein, dass die beiden Basler Halbkantone einen grossen Teil der Rechnung tragen, während andere Kantone von der Universität profitieren. Noch weniger darf die Universität gegen die Schulen ausgespielt werden.

PISA 2025: Die Schule muss zurück zu den Grundlagen

Die Schweiz gehört bei PISA weiterhin zu den leistungsstärkeren Ländern. Doch dieser Befund darf nicht über den stetigen Abwärtstrend in Mathematik und Lesen hinwegtäuschen. Die neusten PISA-Ergebnissen liefern keinen Grund zur Selbstzufriedenheit, sondern Anlass, die Bildungspolitik der letzten zwei Jahrzehnte kritisch zu hinterfragen. Was läuft falsch? Und was muss sich ändern?

Eltern in der Volksschule: Was sie müssen und was sie dürfen

Wenn die Schule zu einem Elternabend einlädt, ein Gespräch verlangt oder mehr Unterstützung einfordert, stellt sich die Frage: Was haben Eltern für Pflichten und was sind ihre Rechte? Die gesetzlichen Bestimmungen regeln beides. Ein Überblick der wichtigsten Pflichten.

Kritik gehört zur politischen Auseinandersetzung

Die Basler Zeitung berichtet über den wachsenden Einfluss der Starken Schule beider Basel (SSbB) und übt dabei auch Kritik an unseren Umfragen. Wir nehmen die kritischen Punkte zur Kenntnis und möchten einige Aspekte kurz beleuchten.

Einführung einer Prüfung für den Übertritt ans Gymnasium

Die Starke Schule beider Basel hat sich kürzlich als Befürworterin einer Prüfung geoutet für den Übertritt von der Sekundarschule ins Gymnasium – in Kombination mit Zeugnisnoten. Ist das eine gute Idee – was spricht dafür, was dagegen? Eine Stellungnahme.

Die Visionäre schlagen zu

Thomas Minder, der Präsident des Verbandes der schweizerischen Schulleitungen, hat der Organisation einen neuen Namen und ein neues LOGO verpasst: Visenti – Verband Schulführung Schweiz. Visenti soll wohl suggerieren, dass sich die Schulleitungen inzwischen als Visionäre sehen, die ihre Schulen nicht einfach verwalten, sondern in eine Zukunftsutopie führen wollen. Von den eigentlichen Aufgaben, welche die Schulleitungen tagtäglich zu erfüllen haben, ist denn auch auf der Webseite gar nicht die Rede. Stattdessen dominiert der Anspruch, die Schule zu etwas Neuem weiterentwickeln zu wollen.

Von der Schulleitung zur Schulführung

Der Schweizer Verband der Schulleitungen hat einen neuen Namen. Aus dem VSLCH wird nun Visenti, der «Verband Schulführung Schweiz». Der Namenswechsel mag auf den ersten Blick nebensächlich erscheinen. Doch hinter dem Namenwechsel steht mehr als nur ein neuer Name: Neuer Name gleiche neue Aufgaben? Begriffe prägen das Verständnis einer Aufgabe. Und gerade deshalb lohnt sich ein genauer Blick auf die Frage, welche Rolle Schulleitungen in unserem Bildungssystem eigentlich übernehmen sollen.

Wenn Bildschirmzeit das Verhalten verändert

Ein Kind kann unruhig, unkonzentriert oder sozial auffällig sein. Schnell kommt der Verdacht auf ADHS oder Autismus. Auffälliges Verhalten kann jedoch viele Ursachen haben. Auch ein hoher Medienkonsum kann das Verhalten von Kindern beeinflussen und eine Diagnose erschweren. Deshalb lohnt es sich, genauer auf den Alltag unserer Kinder zu schauen.

Erfolgreiches Sprachenlernen ist in jedem Alter möglich

Im bekannten Condorcet-Bildungsblog wird der Frage nachgegangen, wieweit frühes schulisches Sprachenlernen von Vorteil ist. Der Bericht stützt sich auf eine viel beachtete Studie von Dr. Simone Pfenninger, die mit bedeutenden Aussagen zum frühen Sprachenlernen zentrale Annahmen erschüttert hat.

Vom Kamel zum Algorithmus und jetzt zur Regulierung

Meta, der US-Technologiekonzern hinter Instagram und Facebook, hat sich mit den US-Bundesstaaten geeinigt und damit einen Prozess über den Umgang mit Kindern und Jugendlichen auf seinen Plattformen vermieden. Der Konzern zahlt bis zu 18 Milliarden Dollar und muss Instagram und Facebook für Jugendliche deutlich verändern. Doch die Einigung wirft eine viel grundsätzlichere Frage auf: Wird damit das Problem gelöst oder nur dessen schlimmste Auswirkung begrenzt?

Nachteilsausgleich schafft neue Ungleichheiten

Die Anzahl der Schülerinnen und Schüler mit einem Nachteilsausgleich ist in den letzten Jahren massiv gestiegen. Damit sollen bestehende Nachteile ausgeglichen und die Chancengleichheit verbessert werden. Doch die zunehmende Verbreitung wirft auch neue Fragen auf: Profitieren tatsächlich vor allem jene davon, die einen Nachteil ausgleichen müssen? Oder entsteht dadurch eine neue Form von Ungleichheit?

Vom Kamel zum Algorithmus

Was haben «Joe Camel», eine bekannte Werbefigur der Zigarettenindustrie, und Plattformen wie Instagram und TikTok gemeinsam? Auf den ersten Blick nicht viel. Doch vor einem amerikanischen Gericht wird nun genau dieser Vergleich diskutiert: Social-Media-Konzerne sollen Kinder und Jugendliche mit ihren Plattformen gezielt an sich binden und ihre Nutzung so gestalten, dass eine Abhängigkeit entstehen kann. Die Frage ist deshalb, ob Politik und Gesellschaft Geschäftsmodelle verbieten sollen, die mit der möglichen Abhängigkeit von Kindern Geld verdienen.