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Autor: Starke Schule beider Basel

Wenn Bildschirmzeit das Verhalten verändert

Ein Kind kann unruhig, unkonzentriert oder sozial auffällig sein. Schnell kommt der Verdacht auf ADHS oder Autismus. Auffälliges Verhalten kann jedoch viele Ursachen haben. Auch ein hoher Medienkonsum kann das Verhalten von Kindern beeinflussen und eine Diagnose erschweren. Deshalb lohnt es sich, genauer auf den Alltag unserer Kinder zu schauen.

Erfolgreiches Sprachenlernen ist in jedem Alter möglich

Im bekannten Condorcet-Bildungsblog wird der Frage nachgegangen, wieweit frühes schulisches Sprachenlernen von Vorteil ist. Der Bericht stützt sich auf eine viel beachtete Studie von Dr. Simone Pfenninger, die mit bedeutenden Aussagen zum frühen Sprachenlernen zentrale Annahmen erschüttert hat.

Vom Kamel zum Algorithmus und jetzt zur Regulierung

Meta, der US-Technologiekonzern hinter Instagram und Facebook, hat sich mit den US-Bundesstaaten geeinigt und damit einen Prozess über den Umgang mit Kindern und Jugendlichen auf seinen Plattformen vermieden. Der Konzern zahlt bis zu 18 Milliarden Dollar und muss Instagram und Facebook für Jugendliche deutlich verändern. Doch die Einigung wirft eine viel grundsätzlichere Frage auf: Wird damit das Problem gelöst oder nur dessen schlimmste Auswirkung begrenzt?

Nachteilsausgleich schafft neue Ungleichheiten

Die Anzahl der Schülerinnen und Schüler mit einem Nachteilsausgleich ist in den letzten Jahren massiv gestiegen. Damit sollen bestehende Nachteile ausgeglichen und die Chancengleichheit verbessert werden. Doch die zunehmende Verbreitung wirft auch neue Fragen auf: Profitieren tatsächlich vor allem jene davon, die einen Nachteil ausgleichen müssen? Oder entsteht dadurch eine neue Form von Ungleichheit?

Vom Kamel zum Algorithmus

Was haben «Joe Camel», eine bekannte Werbefigur der Zigarettenindustrie, und Plattformen wie Instagram und TikTok gemeinsam? Auf den ersten Blick nicht viel. Doch vor einem amerikanischen Gericht wird nun genau dieser Vergleich diskutiert: Social-Media-Konzerne sollen Kinder und Jugendliche mit ihren Plattformen gezielt an sich binden und ihre Nutzung so gestalten, dass eine Abhängigkeit entstehen kann. Die Frage ist deshalb, ob Politik und Gesellschaft Geschäftsmodelle verbieten sollen, die mit der möglichen Abhängigkeit von Kindern Geld verdienen.

Schwache Grundkompetenzen – BS hat angekündigten Bericht immer noch nicht veröffentlicht

Die Resultate der Überprüfung der Grundkompetenzen (ÜGK) 2024 waren für Basel-Stadt ernüchternd. Beim Lesen und in Mathematik erreichen weniger Schüler/-innen die Grundkompetenzen als im Durchschnitt der übrigen Kantone. Das Erziehungsdepartement sprach selber von Handlungsbedarf und kündigte verschiedene Massnahmen an. Drei Monate später stellt sich die Frage: Welche konkreten Schritte wurden seither tatsächlich unternommen?

Keine digitalen Geräte auf städtischen Schularealen

Seit dem 2. Juni 2026 gilt an Basler Volksschulen eine neue Weisung des Erziehungsdepartementes (ED) bezüglich Handy-Nutzung auf dem Schulareal des Kantons Basel-Stadt. Das ED erhofft sich einen sozialeren Umgang zwischen Schüler/-innen und eine Entlastung für Lehrpersonen durch diese einheitliche und klare Regelung. Wie sich diese Weisung auf das Verhalten der Schüler/-innen auswirken wird und ob der Kanton Basel-Landschaft mitziehen wird bleibt offen.

Integration: Das Klassenzimmer als Versuchslabor

Die integrative Schule war einst angetreten, die alte Welt der Kleinklassen wegzufegen. Zurück bleibt ein Klassenzimmer, in dem alle gemeinsam unterrichtet werden und die Lehrpersonen gleichzeitig individualisieren, differenzieren, intervenieren, deeskalieren und manchmal sogar noch unterrichten.

Nun hat der Dachverband Lehrerinnen und Lehrer Schweiz (LCH) seine Umfrage zur «inklusionsorientierten Schule» ausgewertet. Das Ergebnis dürfte für die Integrationsbefürworter ungefähr so angenehm sein wie ein Regenschirm im Sturm. Die Realität im Klassenzimmer lässt sich eigentlich nicht mehr länger wegreden. Ausser man heisst LCH.

LCH-Umfrage: Die ernüchternde Bilanz der Integration

Jahrelang wurde die Integration als bildungspolitischer Fortschritt verkauft. Nun zeigt eine vom Dachverband Lehrerinnen und Lehrer Schweiz (LCH) in Auftrag gegebene Umfrage, wie gross die Kluft zwischen Wunsch und Realität ist. Kinder werden zwar in Regelklassen integriert, doch Förderung, Chancengleichheit und Leistungsniveau bleiben auf der Strecke. Wer diese Ergebnisse ernst nimmt, kann nicht einfach nach noch mehr Ressourcen rufen. Das System Integration ist gescheitert.

Die wundersame Dynamik von Reformen, besonders im Bildungsbereich

Es gibt Institutionen, die Fehler machen. Und es gibt Institutionen, die dieses Risiko erfolgreich ausgeschlossen haben. Dort gilt: Was beschlossen wurde, ist richtig. Nicht, weil sich der Entscheid bewährt hat, sondern weil er beschlossen wurde. Wer trotzdem Zweifel anmeldet, hat die Reform und ihre Ziele offenbar nicht ganz verstanden.

Neue Langzeitstudie stärkt Initiative

Einen Tag vor der Einreichung der Volksinitiative «Keine digitalen Geräte in den ersten vier Primarschuljahren» wurde eine neue Langzeitstudie veröffentlicht, deren Ergebnisse das Grundanliegen der Initiative stützen. Die Untersuchung zeigt, dass ein früher Einstieg in soziale Medien langfristig mit schlechteren Schulleistungen verbunden ist. Die Ergebnisse liefern zusätzliche wissenschaftliche Hinweise dafür, dass Kinder möglichst spät intensiv mit digitalen Medien in Kontakt kommen sollten.

Breites Medienecho auf die Einreichung unserer Initiative

Die Einreichung der kantonalen Volksinitiative «Keine digitalen Geräte in den ersten vier Primarschuljahren» am 4. August 2026 stiess auf ein breites Medienecho. Zeitungen, Onlineportale, Radio und Fernsehen griffen das Anliegen auf. Dadurch wurde die Frage, in welchem Alter und in welchem Umfang digitale Geräte in der Primarschule eingesetzt werden sollen, weit über den Kreis der Starken Schule beider Basel (SSbB) hinaus öffentlich bekannt.

2’529 Unterschriften für «Keine digitalen Geräte in den ersten vier Primarschuljahren» eingereicht

Die kantonale Volksinitiative «Keine digitalen Geräte in den ersten vier Primarschuljahren» ist eingereicht. Heute Dienstag wurden vor dem Regierungsgebäude in Liestal 2’536 Unterschriften an den 2. Landschreiber übergeben. Damit ist ein wichtiger Schritt erreicht: Das Anliegen wird nun offiziell geprüft und das politische Verfahren nimmt seinen Lauf.

NZZ würdigt unsere Initiative – starker Kommentar

Die Diskussion über digitale Geräte in der Primarschule wird immer wichtiger. Immer mehr wissenschaftliche Erkenntnisse und internationale Erfahrungen zeigen, dass ein früher und intensiver Bildschirmgebrauch auch Nachteile für Kinder haben kann. Deshalb hat die Starke Schule beider Basel (SSbB) die Volksinitiative «Keine digitalen Geräte in den ersten vier Primarschuljahren» lanciert. Die Initiative wird am 4. August eingereicht.

Handschrift fördert Lern- und Gedächtnisprozesse

Digitale Geräte gehören heute selbstverständlich zum Schulalltag. Viele Schüler/-innen schreiben Notizen auf Tablets oder Laptops, während handschriftliche Aufgaben immer seltener und als mühsam angesehen werden. Vor diesem Hintergrund untersuchten die Forschenden F. R. Van der Weel und Audrey L. H. Van der Meer, welche Auswirkungen das Schreiben mit der Hand im Vergleich zum Tippen auf die Gehirnaktivität hat.

SSbB lehnt konsequente Anwendung des Trägerschaftsprinzips ab

Der Kanton Basel-Landschaft fordert eine konsequente Anwendung des Trägerschaftsprinzips und argumentiert mit der Gleichbehandlung aller Schüler/-innen. Dies kann man der Vernehmlassungsvorlage, welche am 10. Juni 2026 veröffentlicht wurde entnehmen. Die Starke Schule beider Basel (SSbB) lehnt eine solche Änderung ab und warnt vor erheblichen pädagogischen Risiken.

Geschlechterunterschied auf Sek II und Senkung der Repetitionsquote

Das Amt für Daten und Statistik BL veröffentlichte am 07. Juli eine Statistik der Lernenden des Jahres 2025. Auffallend sind dabei der Rückgang der Repetitionsquote zwischen 2009 und 2015 sowie die ungleiche Geschlechterverteilung in den Ausbildungen nach der obligatorischen Schule.

Lehrberuf attraktiv für alle gestalten

Der Lehrberuf hat sich in den vergangenen Jahrzehnten stark verändert. Die Anforderungen sind gestiegen, die Aufgaben der Lehrpersonen haben sich erweitert und auch die Zusammensetzung der Lehrerschaft hat sich verändert. Heute unterrichten deutlich mehr Frauen als Männer. Diese Entwicklung ist weder positiv noch negativ zu bewerten. Dennoch wirft sie Fragen auf: Woher kommt diese Entwicklung und weshalb erscheint der Lehrberuf für Menschen beider Geschlechter heute unterschiedlich attraktiv? Und welchen Einfluss hat diese Entwicklung, besonders auf die Schüler*innen?

«Vielleicht ist es gut, wenn die Maschine schlauer wird als der Mensch»

Hirnforscher über KI Neurowissenschaftler Lutz Jäncke erklärt, was künstliche Intelligenz in unseren Köpfen anrichtet und warum es ein komplettes Handyverbot an Schulen braucht. Und er sagt, ob die Gen Z tatsächlich dümmer ist als alle Generationen vor ihr.

Lehrermangel gelöst?

Weiterhin steigen die Anmeldungszahlen der Pädagogischen Hochschulen in der Schweiz, somit wird der Aufwärtstrend der letzten paar Jahre weitergeführt. Während die PHs in Bern und Zürich einen Zuschuss von 6–7 Prozent erwarten, steigen die Anmeldungen in der Nordwestschweiz um eine zweistellige Prozentzahl. Es scheint, als wären die verzweifelten Rufe der Schweizer Schulen erhört worden.