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Autor: Starke Schule beider Basel

Bildungsdirektion kommt zunehmend stärker unter Druck

Morgen Donnerstag reicht Landrat Pascal Ryf (Die Mitte) betreffend «Standortbericht Fremdsprachenkonzept» eine Interpellation mit kritischen Fragen ein. Er bemängelt die Geheimhaltung des Berichts scharf. Mit der Weigerung, den Bericht zu veröffentlichen, hat sich Regierungsrat Markus Eigenmann ein Ei gelegt.

Frühfranzösisch: Ein Massnahmenkatalog fernab jeglicher Realität

Der Bericht zur «Standortbestimmung Sprachenkonzept» erkennt ansatzweise zwar die Probleme, wirksame Lösungsvorschläge zeigt er jedoch keine auf. Statt die strukturellen Ursachen des Scheiterns des Fremdsprachenkonzepts klar zu benennen, präsentiert er ein Sammelsurium von Massnahmen, die an den Schulen kaum umsetzbar sind. Lehrpersonen sollen ausbaden, was die Bildungsverwaltung verursacht hat und die Politik nicht korrigieren will. Der Massnahmenkatalog ist kein Beitrag zur Lösung des Fremdsprachenproblems an den Primarschulen, sondern Ausdruck von Wunschdenken und Symbolpolitik.

Kritik an zurückgehaltenem Standortbericht Sprachenkonzept wächst

Zum Thema Veröffentlichung wichtiger Dokumente des Standortberichts Sprachenkonzept ist in den letzten Tagen viel passiert. Die ausführliche, definitive Version hält die Regierung unter Verschluss. Dies wird im breiten Kreis kritisiert. Die Regierung muss diese Nichtveröffentlichung kommenden Donnerstag rechtfertigen, denn Dario Rigo (Die Mitte) hat zuhanden der Fragestunde folgende Frage eingereicht: «Wie ist der aktuelle Stand der Veröffentlichung des im November 2025 angekündigten Schlussberichts?»

SSbB reicht Gesuch um Zugang zu amtlichen Dokumenten ein

Die Heimlichtuerei der Bildungsdirektion rund um den Bericht zur Standortbestimmung Sprachenkonzept wirft Fragen auf. Wieso wird Transparenz so klein geschrieben und politische Beteiligung erschwert? Die Starke Schule beider Basel (SSbB) fordert die Bildungsdirektion dazu auf, diesen essenziellen Bericht zu veröffentlichen, den politischen Diskurs zu fördern und gemeinsam nach Lösungen zu suchen, anstatt hinter geschlossenen Türen über diese fundamentale bildungspolitische Angelegenheit entscheiden.

Frühfranzösisch gescheitert: Standortbericht erteilt Lehrpersonen die «Arschkarte»

Die Standortbestimmung zum Sprachenkonzept im Kanton Basel-Landschaft vermittelt den Anschein einer wissenschaftlichen Analyse. Vielmehr erscheint sie faktisch als Absicherung des bestehenden Fremdsprachenkonzepts an den Primarschulen. Trotz demotivierter Schüler/-innen und seit Jahren ausbleibendem Lernerfolg im Fach Französisch beantwortet der Bericht die entscheidende Frage nicht: Kann Frühfranzösisch unter den realen schulischen Rahmenbedingungen überhaupt funktionieren? Für die erhoffte Wirksamkeit von Frühfranzösisch gibt es bis heute keine belastbare wissenschaftliche Grundlage.

Radio Basilisk berichtet über die beiden Initiativen der SSbB

Die beiden Initiativen stossen bei den Medien auf Echo. Auf Anfrage von Nicolas Napoli (Journalist Radio Basilisk) gibt Charlotte Höhmann (Vorstandsmitglied der SSbB) Auskunft über den Stand der beiden Initiativen. Für die Fremdspracheninitiative wurden bislang 1’361 und für die Digitalisierungsinitiative 1’770 Unterschriften gesammelt. Es ist geplant, beide Initiativen im Sommer 2026 einzureichen.

Gymnasialprüfung – Top oder Flop?

In einigen Kantonen gibt es Aufnahmeprüfungen fürs Gymnasium, in anderen (beispielsweise die beiden Basler Halbkantone) zählen ausschliesslich die Zeugnisnoten der letzten Sekundarklasse. Seit geraumer Zeit besteht rund um das Thema «Gymiprüfung» grosser Gesprächsbedarf. Die Meinungen sind gespalten: Sollen Aufnahmeprüfungen stattfinden, ausschliesslich die Zeugnisnoten in der Sekundarschule zählen oder gar auf beides verzichtet und durch eine verbale Beurteilung der Lehrpersonen ersetzt werden, die auch Sozialverhalten, Leistungspotenzial, Engagement usw. berücksichtigen?

Lernlandschaften führen zu grösseren Leistungsunterschieden von Schüler/-innen

Die Starke Schule beider Basel (SSbB) hat in einer breit angelegten Umfrage zum Thema Lernlandschaften die Meinungen und Einschätzungen von rund 660 Personen eingeholt, davon 548 Lehrpersonen. Besonders brisant ist die Beurteilung, dass vor allem leistungsstärkere Schüler/-innen von Lernlandschaften profitieren. Dies im Widerspruch zur Argumentation bei der Realisierungsplanung der Lernlandschaften, dass leistungsschwächere von leistungsstärkeren profitieren würden.

Landratssitzung vom 23. April: Jede Menge Bildungsgeschäfte

An der kommenden Landratssitzung stehen viele spannende Bildungsgeschäfte auf der Traktandenliste. Mehrere Geschäfte betreffen zentrale Fragen der Volksschule, der Lehrmittel und der Richtlinien in Bezug auf Sicherheit und Gesundheit an den Volksschulen und sind für die Weiterentwicklung des Bildungswesens im Kanton Basel-Landschaft von Bedeutung.

Klassengrössen werden zu oft überschritten

Die Antwort des Regierungsrats auf die Interpellationzu Klassengrössen im Kanton Basel-Landschaft wirkt beruhigend. Doch ein genauer Blick zeigt: Überschreitungen der Höchstzahlen sind Realität und werden systematisch bewilligt. Gleichzeitig fehlen zentrale Daten. Für Schüler*innen bedeutet das weniger individuelle Förderung und schlechtere Lernbedingungen.

In Basel-Stadt steht späterer Schulbeginn zur Diskussion

Grossrat Laurin Hoppler (Junges Grünes Bündnis) reichte am 12. März eine Motion ein, welche die Sekundarstufen I und II, das Zentrum für Brückenangebote und die Berufsschulen im Kanton Basel-Stadt betreffen. Hoppler fordert den Regierungsrat dazu auf, direkt Massnahmen zur Einführung eines späteren Schulstarts zu ergreifen. Innert zwei Jahren soll dem Grossen Rat ein Ratschlag mit den notwendigen rechtlichen und organisatorischen Massnahmen zur Umsetzung unterbreitet werden.

Märchen von effizienter Integration steht im Widerspruch zur Praxis

Der neue Bildungsbericht des Kantons Basel-Landschaft zeichnet ein positives Bild des Integrationsmodells. Doch die Realität sieht anders aus. Ein genauer Blick auf die Zahlen zeigt: Das System wird nicht effizienter, sondern aufwendiger. Statt Ressourcen zu sparen, braucht es mehr Personal als früher. Die Folgen sind für Lehrpersonen ebenso spürbar wie für Schüler/-innen.

KI-Deepfakes und Fake News

Vor allem in den Sozialen Medien sind sogenannte Deepfakes (manipulierte Videos und Bilder) oder generell Fake News einfach zu verbreiten, generieren Aufmerksamkeit und Klicks und verbreiten falsche Informationen. Die Videos oder Bilder lassen sich nur schwer mit realen Geschehnissen auseinanderhalten. Häufig wird damit auch Angst oder Wut bei den Konsumentinnen und Konsumenten geschürt. Umso wichtiger ist die Fähigkeit, Fake News zu erkennen und das Wissen, nicht alles blind zu glauben, was auf entsprechenden Seiten publiziert wird.

Nachteilsausgleich an Baselbieter Schulen

Im Kanton Basel-Landschaft ist die Anzahl der bewilligten Nachteilsausgleichen auf den Sekundarstufen I und II in den vergangenen Jahren erheblich angestiegen. Mehrere Lehrpersonen kritisieren gegenüber der SSbB unter vorgehaltener Hand die Bewilligungspraxis: Viele bewilligte Nachteilsausgleiche seien unberechtigt und würden ausgenutzt, um eine Remotion zu verhindern oder die Bedingungen für den Übertritt an die gewünschte weiterführende Schule zu erfüllen.

Politischer Vorstoss zu digitalen Geräten im Grossrat

Tablets und Laptops gehören heute zum Schulalltag vieler Kinder. Gleichzeitig zeigen neue Zahlen aus Basel-Stadt, dass diese Geräte nicht nur für schulische Zwecke genutzt werden. Zwei Grossrätinnen verlangen deshalb eine Überprüfung der Digitalisierung an Schulen. Auch in Baselland wird intensiv über den richtigen Umgang mit digitalen Geräten diskutiert. Entscheidend ist, dass die Schule den Schüler*innen gute Lernbedingungen bietet und gleichzeitig ihre Entwicklung schützt.

Mehr Kleinklassen, weniger Überlastung

Das Thema Integration an Schulen ist schon seit einiger Zeit ein polarisierendes bildungspolitisches Anliegen. Nun hat Lisa Leisi mit Charlotte Höhmann, Vorstandsmitglied Starke Schule beider Basel, dazu ein Interview geführt, welches nachfolgend abgedruckt ist.

Bildungschancen beginnen mit Sprache

Viele Kinder in den beiden Basler Halbkantonen starten mit sprachlichen Nachteilen in den Kindergarten. Eine aktuelle von der Universität Basel durchgeführten Sprachstanderhebung zeigt, rund ein Drittel der Kinder können beim Eintritt in die Volksschule im Kanton Basel-Landschaft zu wenig Deutsch. Früh einsetzende und kostenfreie Sprachförderung kann Rückstände verkleinern, Integration erleichtern und den Unterricht für alle Schüler*innen lernwirksamer machen. Für die Starke Schule beider Basel ist klar: Streben wir gleiche Chancen für alle Schulkinder an, müssen wir entsprechende Angebote vor dem Schuleintritt anbieten.

Eltern kritisieren geplante Lernlandschaften an der Sekundarschule Muttenz

Lernlandschaften werden im Baselbiet zunehmend als moderne Lösung für die Schule der Zukunft verkauft. Gleichzeitig berichten immer mehr Lehrpersonen, die mit solchen Grossraumschulzimmern schlechte Erfahrungen gemacht haben, dass viele Schüler/-innen überfordert sind, wenn sie in offenen Strukturen selbstorganisiert arbeiten sollen: Ablenkung, fehlende Orientierung und unklare Leistungsanforderungen würden zu Chaos statt zu besseren Lernergebnissen führen. Die Lernateliers, wie Lernlandschaften manchmal auch genannt werden, schwächen die schulische Basis und gefährden die Qualität der Sekundarstufe I. Auch bei Eltern erhebt sich Widerstand.

Schweizer Geschichte und Kultur verstehen

Sich mit unserer Landeskultur auseinanderzusetzen, gilt nicht als fortschrittlich. Entsprechend gering ist die Bedeutung des unter «Räume, Zeiten, Gesellschaften» zusammengefassten Realienunterrichts im Schulalltag. Der Sekundarschullehrer Hanspeter Amstutz fördert mit praxiserprobten bildunterstützten Unterrichtsserien das Wissen über Meilensteine der neueren Schweizer Geschichte seit 1815.

«D Lehrerschaft lauft drvoo»­­ – Primarschule Allschwil schafft es an die Fasnacht

Die diesjährige Allschwiler Fasnacht fand unter dem Motto «D’Lehrerschaft lauft drvoo» statt. Das zeigt, wie sehr die Geschehnisse an der Primarschule Allschwil das ganze Dorf beschäftigen. Auf der Website der Allschwiler Fasnachterklären die Fasnächtler, dass dieses Motto zum Nachdenken anregen soll. «Alle Beteiligten sollen gemeinsam die Situation ruhig, professionell und lösungsorientiert bereinigen, damit die Primarstufe Allschwil in ruhigere Gewässer findet».