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Autor: Starke Schule beider Basel

Frankreich verbietet TikTok & Co. für Kinder

Frankreich erlässt ein Social-Media-Verbot für Kinder und Jugendliche unter 15 Jahren. Plattformen wie TikTok, Instagram und Snapchat sind in der Verantwortung und müssen die Einhaltung des neuen Gesetzes sicherstellen, das voraussichtlich mit Beginn des Schuljahres im September 2026 in Kraft tritt. Frankreich führt damit die bisher strengste Regelung in westlichen Ländern ein. Zusätzlich wird ein striktes Handyverbot an den Schulen umgesetzt.

Bildungspolitik zwischen Schnittmengen und Differenzen

Die Diskussion um die Volksschule hat neue Aufmerksamkeit erhalten, nachdem die SVP kürzlich ein Positionspapier zu verschiedenen Bildungsfragen publiziert hat. Auch für die Starke Schule beider Basel (SSbB) ist klar, dass die Volksschule vor grossen Herausforderungen steht. Lehrpersonen sind stark belastet, Klassen werden zunehmend heterogen und zentrale Bildungsziele geraten unter Druck. Ein genauer Blick zeigt, dass es in einzelnen Bildungsfragen Überschneidungen gibt, gleichzeitig aber grundlegende Unterschiede im Verständnis von Schule und Bildung bestehen.

Nachteilsausgleich im Baselbiet: Chancen und Grenzen verstehen

Der Nachteilsausgleich soll Schüler/-innen mit diagnostizierten Beeinträchtigungen faire Chancen im Schulalltag und bei Prüfungen geben. Er kann zusätzliche Zeit, angepasste Prüfungsbedingungen oder spezielle Hilfsmittel umfassen und verändert nicht die Lernziele. Diese Massnahme ist rechtlich verankert, weil gemäss Bundesverfassung niemand wegen einer Beeinträchtigung benachteiligt werden darf. Gleichzeitig steigt die Zahl der Gesuche deutlich an und es zeigt sich, dass Nachteilsausgleiche in Einzelfällen auch beantragt werden, um den Verbleib in einem bestimmten Leistungsniveau oder den Zugang zum Gymnasium zu ermöglichen.

Weniger Leerlauf, mehr Praxis: Wo die PH wirklich sparen sollte

Die Pädagogische Hochschule PH der FHNW plant einen grossen Umbau und will jährlich rund fünf Millionen Franken einsparen. Bis zu 40 Stellen sind betroffen. Offiziell ist von Innovation, Qualität und Zukunftsfähigkeit die Rede. Gleichzeitig erhält die SSbB seit Jahren kritische Rückmeldungen von Studierenden. Sie berichten von praxisfernen und wenig motivierenden Lehrveranstaltungen, deren Nutzen für den späteren Unterricht begrenzt ist. Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, ob die geplanten Sparmassnahmen dort ansetzen, wo sie sinnvoll sind.

Spätere Einschulung im Kanton Basel-Landschaft

Immer mehr Kinder im Kanton Basel-Landschaft beginnen den Kindergarten später, als es der offizielle Stichtag vorsieht. Während das Einschulungsalter seit der Einführung des HarmoS-Konkordates kontinuierlich gesenkt wurde, mehren sich nun die Anzeichen, dass viele Kinder für den frühen Schuleintritt noch nicht bereit sind. Der wachsende Trend zur späteren Einschulung wirft grundlegende Fragen zum bestehenden Stichtag und zur Bindung an das HarmoS-Konkordat auf.

Wenn Ideologie Schule verdrängt

Die Schule hat einen klaren Auftrag: Kinder sollen lesen, schreiben und rechnen lernen. Genau dieser Kernauftrag wird zunehmend relativiert. Statt sich konsequent auf Unterrichtsqualität zu konzentrieren, setzt der Dachverband Lehrerinnen und Lehrer Schweiz andere Akzente. Die Folgen sind messbar: sinkende Leistungen, steigende Belastung für Lehrpersonen und wachsende Unsicherheit bei Schüler/-innen. Die Weltwoche hat diese Entwicklung am Beispiel der aktuellen Verbandsführung aufgezeigt.

Künstliche Intelligenz an Baselbieter Schulen

Das Leben ohne die Künstliche Intelligenz (KI) ist mittlerweile unvorstellbar. Seien es Sprachassistenten, Empfehlungsalgorithmen, Navigationssysteme oder eben Suchmaschinen, die vor allem für Schüler/-innen besonders attraktiv sind. Die Nutzung von Chatbots scheint einfach: Zu jeder Frage wird in Sekundenschnelle eine Antwort geliefert. Klingt praktisch, birgt jedoch auch Risiken.

Integration braucht klare Grenzen

Die Integration von Schüler/-innen mit besonderen Bedürfnissen gilt seit Jahren als bildungspolitisches Leitprinzip. Sie wird mit Chancengerechtigkeit und sozialem Zusammenhalt begründet. In der Praxis zeigt sich jedoch zunehmend, dass diese Form der Integration an ihre Grenzen stösst. Besonders dann, wenn sie ohne ausreichende Differenzierung umgesetzt wird. Schulen geraten unter Druck, Lehrpersonen werden überfordert und der Unterricht leidet. Die Frage ist nicht, ob Integration sinnvoll ist, sondern wie weit sie gehen darf.

SSbB dankt Monica Gschwind für ihr grosses Engagement

Am 31. Dezember 2025 endet die Amtszeit von Regierungsrätin Monica Gschwind. Über viele Jahre prägte sie als Bildungsdirektorin die Bildungspolitik im Kanton Basel-Landschaft mit grossem persönlichen Einsatz und hoher Fachkompetenz. Ihre Amtszeit zeichnete sich durch Verlässlichkeit, Dialogbereitschaft und konsequentes Eintreten für eine starke Volksschule aus. Zum Abschluss ihrer politischen Tätigkeit würdigt das Seki-Team der Starken Schule beider Basel (SSbB) ihre ausserordentliche Arbeit und ihr nachhaltiges Engagement für die Bildung.

Die Zukunft von Social Media in Europa

Ein Social-Media-Verbot für unter 16-Jährige wird in vielen Ländern in Betracht gezogen. Bundesrätin Elisabeth Baume-Schneider (SP) erläuterte in einem Interview mit dem «SonntagsBlick» ihre Position zu einem solchen Verbot, so wie es nun in Australien umgesetzt wird. Der Bundesrat hat bereits am 25. Oktober entschieden, dass mit einem neuen Gesetz, welches nun ausgearbeitet wird, zentrale Regeln für Facebook, TikTok und Co. gelten sollen. Ebenso fordert das Europäische Parlament in der Pressemitteilung vom 26.11.2025 den Zugang zu Sozialen Medien erst ab 16 Jahren zu erlauben.

AKK-Präsident verzichtet auf klare Position – Lehrpersonen im Stich gelassen

Der Landrat des Kantons Basel-Landschaft hat eine klare Haltung gezeigt, ein Parlamentarier jedoch nicht. Während eine Mehrheit zusätzliche Mittel für die Sekundarschulen sprach, enthielt sich ausgerechnet Ernst Schürch, Präsident der Amtlichen Kantonalkonferenz (AKK), bei dieser zentralen bildungspolitischen Abstimmung. Diese Haltung irritiert.

Tagesschulen: Stufengerecht planen, Fragen klären

Mit der Teilrevision des Bildungsgesetzes sollen im Kanton Basel-Landschaft die rechtlichen Voraussetzungen für Tagesschulen geschaffen werden – freiwillig und ohne zusätzliche Finanzierung. Die Starke Schule beider Basel (SSbB) sieht die Möglichkeit von Tagesstrukturen auf der Primarstufe, betont jedoch die Notwendigkeit stufengerechter Lösungen. Auf der Sekundarstufe I sind Zurückhaltung, Freiwilligkeit und pädagogische Differenzierung zentral. Rechtliche Möglichkeiten allein genügen nicht.

Geschichte braucht wieder Gewicht

Der Geschichtsunterricht ist ein zentraler Bestandteil der politischen Bildung und trägt dazu bei, dass Schüler/-innen sich eine fundierte, eigene Meinung bilden können. Trotzdem hat das Fach in der Schweiz in den letzten Jahrzehnten deutlich an Bedeutung verloren. In fast allen Kantonen wird Geschichte auf der Sekundarstufe I nicht mehr als eigenständiges Fach unterrichtet, sondern in Sammelfächern zusammengefasst. Basel-Stadt folgt diesem schweizweiten Trend, Baselland bildet die positive Ausnahme mit zwei Jahreslektionen während der gesamten Sekundarschulzeit.

Markus Eigenmann übernimmt die Bildungsdirektion

Nun ist es definitiv: Markus Eigenmann übernimmt die Bildungs-, Kultur- und Sportdirektion (BKSD). Somit bleiben die Direktionszuständigkeiten unverändert. In rund zwei Wochen beginnt die Amtszeit des neuen Regierungsrates in der herausfordernden BKSD. Eigenmann übernimmt zwar eine gut geführte Direktion, anders als Monica Gschwind vor zehn Jahren. Gerade in Zeiten hohen Spardrucks braucht es eine starke Stimme für die Bildung in der Regierung. Die vier wesentlichen Baustellen der BKSD wurden in der BaZ beschrieben. Mit Erlaubnis der Autorin Isabelle Thommen werden diese hier abgedruckt.

AVS wird betreffend aufsichtsrechtlicher Anzeige aktiv

Im November 2025 reichte die Starke Schule beider Basel (SSbB) eine aufsichtsrechtliche Anzeige wegen möglicher Verletzungen der Fürsorgepflicht sowie der Personalgesetzgebung gegen die Schulleitung und den Schulrat der Primarschule Allschwil ein. Nun reagiert das Amt für Volksschulen (AVS).

«Tiktok-Aus» für alle unter 16-Jährigen in Australien

Gestern, am 10. Dezember, ist in Australien ein neues Gesetz in Kraft getreten, das Kindern und Jugendlichen unter 16 Jahren die Nutzung von Social Media verbietet. Vom Verbot betroffen sind Plattformen wie TikTok, Instagram, Snapchat, X, Reddit und Twitch. Die Techkonzerne sind in der Pflicht zu verhindern, dass Kindern und Jugendlichen Zugang zu ihren Plattformen erhalten.

LCH lehnt ein Verbot von Social Media für Kinder ab

In Fachkreisen ist unbestritten, dass ein extensiver Konsum von sozialen Medien bei Kindern und Jugendlichen erhebliche negative Folgen haben kann. Australien hat als erstes Land ein vollständiges Verbot für unter 16-Jährige ausgesprochen. Viele andere Länder ergreifen ebenfalls Massnahmen. Nun hat auch der Dachverband der Lehrerinnen und Lehrer Schweiz (LCH) ein Positionspapier zum Umgang mit sozialen Medien bei Kindern und Jugendlichen veröffentlicht.

Umfrageergebnisse: Prädikate vs. ressourcenorientierte Lernberichte

Eine deutliche Mehrheit der Umfrageteilnehmenden spricht sich für Zeugnisse mit Prädikaten in der 1. Primarklasse aus. Demgegenüber stehen die ressourcenorientierten Lernberichte, welche derweil stark kritisiert werden. Ebenso interessant ist, dass nur ca. ein Fünftel der Teilnehmenden Noten mit Ziffern von 1-6 auf der Primarstufe abschaffen wollen. Drei Viertel befürworten Noten auf der Primarstufe.

Wie die Starke Schule Einfluss nimmt

Die Starke Schule beider Basel (SSbB) prägt die Bildungspolitik in Baselland seit vielen Jahren aktiv. Mit Volksinitiativen, Umfragen und fachlichen Stellungnahmen setzt sie gezielt Impulse für eine Schule, in der fundiert ausgebildete Lehrpersonen ruhigen und effektiven Unterricht erteilen. Die Schüler/-innen sollen eine solide Ausbildung erhalten, die den Übergang in die Berufswelt oder in eine weiterführende Schule erleichtert. In Basel-Stadt ist die SSbB nur punktuell aktiv, der Schwerpunkt liegt auf Baselland.

Smartwatch-Gebrauch an Schulen wird zum Problem

In den letzten Jahren ist der Anteil an Kindern, die über eine Smartwatche verfügen, deutlich grösser geworden. Immer erreichbar zu sein oder zu wissen, dass man sich jederzeit melden kann, ist für viele Eltern und Kinder beruhigend.