4127 Birsfelden
IBAN CH98 0900 0000 6012 8081 8
Starke.Schule.beider.Basel@gmx.ch

Schweizer Geschichte und Kultur verstehen

Schweizer Geschichte und Kultur verstehen

Sich mit unserer Landeskultur auseinanderzusetzen, gilt nicht als fortschrittlich. Entsprechend gering ist die Bedeutung des unter «Räume, Zeiten, Gesellschaften» zusammengefassten Realienunterrichts im Schulalltag. Der Sekundarschullehrer Hanspeter Amstutz fördert mit praxiserprobten bildunterstützten Unterrichtsserien das Wissen über Meilensteine der neueren Schweizer Geschichte seit 1815.

Geschichte und Geografie sind zwei Fächer, in denen grundlegendes kulturelles Wissen vermittelt wird. Doch seit der Schaffung des Sammelfachs «Räume, Zeiten, Gesellschaften» (RZG) mit weitgehender inhaltlicher Unverbindlichkeit stehen die beiden Realienfächer auf dem Abstellgleis der Volksschule. Die Stundendotationen für RZG wurden in den meisten Kantonen gekürzt und in der Lehrpersonenbildung ist durch den Verzicht auf eine eigenständige Ausbildung in Geografie und Geschichte die Bedeutung der beiden Fächer empfindlich geschwächt worden.

Kulturelle Grundbildung ist gerade in Zeiten von künstlicher Intelligenz eine Kernaufgabe der Volksschule. Es braucht eine solide Allgemeinbildung, damit auch unsere nächste Generation über eine starke Urteilskraft verfügt. Wer sich ein verinnerlichtes Orientierungswissen mit Meilensteinen der Geschichte erworben hat, versteht die Welt ein Stück weit besser. Das gilt auch für die die bedeutungsvollen letzten zwei Jahrhunderte unserer Landesgeschichte. Zu erfahren, mit wie viel Engagement unsere Vorfahren für Errungenschaften gekämpft haben, die für uns heute selbstverständlich sind, gehört zum primären Auftrag des Geschichtsunterrichts. Ähnliches gilt für den Geografieunterricht, wo aufschlussreiche Kenntnisse über unsere Landeskulturen wohl mehr zum eidgenössischen Zusammenhalt beitragen als forciertes Frühfranzösisch.

Die Kulturfächer Geschichte und Geografie gehören nicht aufs Abstellgleis

Im Schulalltag rangieren Geschichte und Geografie meistens weit hinten. Da die beiden Fächer ja ohnehin nicht evaluiert werden, herrscht in den allermeisten Kantonen eine unbefriedigende landeskundliche Beliebigkeit vor. Löbliche Ausnahme bei diesem Zustand der Geschichtsvergessenheit und geografischen Unverbindlichkeit ist der Kanton Baselland. Dank dem von der Starken Schule beider Basel initiierten Lehrplan Volksschule Baselland mit verbindlichen Inhalten für die Fächer Geografie und Geschichte sind diese beiden Bereiche deutlich aufgewertet worden.

Die Vorgaben für die Lehrerschaft des Baselbiets sind klar. Die Bemühungen, einen spannenden Realienunterricht mit prägenden Inhalten zu bieten, sind offenkundig vorhanden. Dennoch hört man immer wieder den Vorbehalt, dass es vor allem für neu in den Schuldienst eintretende Lehrkräfte schwierig sei, die Anforderungen an einen modernen Geschichtsunterricht zu erfüllen. Gemäss Lehrplan sollte das lebendige Erzählen den Geschichtsunterricht ganz wesentlich prägen. Wo dies während einer Lektion auf anregende Weise geschieht, können die Schüler in vergangene Epochen eintauchen und sich mit grundlegenden geschichtlichen Fragen auseinandersetzen.

Bildunterstützte Unterrichtsreihen erleichtern spannendes Erzählen

Es fehlt den Lehrpersonen nicht am Willen, den Schülerinnen und Schüler durch gute Erzählkunst und lebendige Diskussionen Meilensteine unserer Geschichte näherzubringen. Was fehlt, sind geeignete Materialien, die bildunterstütztes Erzählen zu den grossen Themen erleichtern. Diese Lücke versucht unser Zürcher Kollege Hanspeter Amstutz mit seinen Unterrichtsreihen zur modernen Schweizer Geschichte auszufüllen. Es geht um sieben in der Praxis erprobte Serien mit hervorragendem Bildmaterial und leicht verständlichen Kommentaren, welche den Unterricht bereichern und die Vorbereitungszeit stark reduzieren sollen.

Unter SICHTWEISENSCHWEIZ.CH finden sich folgende Titel:

Der Verfasser der Serien und die Plattform SICHTWEISENSCHWEIZ.CH, auf welcher die Serien veröffentlicht sind, setzen sich für die nicht-kommerzielle Förderung des Wissens über unsere Landeskulturen ein.

Es lohnt sich, im Unterricht einzelne der angebotenen Themenkreise narrativ zu behandeln und die dazugehörigen Diskussionsthesen für lebhafte Klassengespräche zu nutzen. 

Lena Bubendorf
Vorstand Starke Schule beider Basel

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert