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Politischer Vorstoss zu digitalen Geräten im Grossrat

Politischer Vorstoss zu digitalen Geräten im Grossrat

Tablets und Laptops gehören heute zum Schulalltag vieler Kinder. Gleichzeitig zeigen neue Zahlen aus Basel-Stadt, dass diese Geräte nicht nur für schulische Zwecke genutzt werden. Zwei Grossrätinnen verlangen deshalb eine Überprüfung der Digitalisierung an Schulen. Auch in Baselland wird intensiv über den richtigen Umgang mit digitalen Geräten diskutiert. Entscheidend ist, dass die Schule den Schüler*innen gute Lernbedingungen bietet und gleichzeitig ihre Entwicklung schützt.

Im Kanton Basel-Stadt haben die Grossrätinnen Brigitte Gysin (EVP) und Sandra Bothe-Wenk (GLP) einen parlamentarischen Vorstoss zur Nutzung digitaler Geräte an den Volksschulen eingereicht . Sie verlangen eine umfassende Evaluation der bisherigen Digitalisierung sowie die Prüfung einer altersgerechten Nachtsperre für schulische Tablets und Laptops. Hintergrund sind unter anderem Auswertungen des Erziehungsdepartements , welche das Nutzungsverhalten der Schüler*innen untersucht haben. Die Grossrätinnen begründen ihren Vorstoss damit, dass technische Schutzmassnahmen allein nicht ausreichen und klare Rahmenbedingungen notwendig sind.

Diskussion auch im Baselbiet

Die Starke Schule beider Basel (SSbB) hat im Kanton Basel-Landschaft eine kantonale Volksinitiative lanciert, die fordert, dass in den ersten vier Primarschuljahren grundsätzlich auf digitale Geräte wie Tablets oder Laptops im Unterricht verzichtet wird. Kinder sollen in dieser wichtigen Entwicklungsphase vor allem mit Büchern, Heften und Stiften arbeiten und grundlegende Fähigkeiten ohne Bildschirm erwerben.

Diese Forderung ist begründet. Lernen braucht Konzentration, direkten Austausch mit den Lehrpersonen und Ruhe im Klassenzimmer. Digitale Geräte können im Unterricht zwar hilfreich sein, gleichzeitig lenken sie aber auch ab und haben das Risiko, süchtig zu machen. Verschiedene Studien zeigen zudem, dass eine hohe Bildschirmzeit negative Auswirkungen auf Kinder haben kann. Der UNESCO-Weltbildungsbericht (S.19) weist darauf hin, dass eine längere Bildschirmzeit mangels Selbstkontrolle zu Instabilität und psychischen Problemen führen kann.

Klare Grenzen bei der Nutzung

Gerade deshalb braucht es klare Regeln im Umgang mit digitalen Geräten. Nicht nur ein Verbot von digitalen Geräten in den ersten vier Primarschuljahren ist eine sinnvolle Massnahme, sondern auch eine Nachtsperre für schulische Geräte. Schulgeräte sind Arbeitsmittel für den Unterricht und nicht für die private und nächtliche Nutzung gedacht. Wenn die Geräte am Abend automatisch gesperrt würden, schützt dies die Schlafzeit der Kinder und entlastet gleichzeitig die Eltern.

Lavinia Beck
Vorstand Starke Schule beider Basel

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