Starke Schule beider Basel (SSbB)

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Kommentare ...

... zum Vorgehen des AVS, welches in die Lehrplanteile «Stoffinhalte und Themen» reine Kompetenzbeschreibungen reinschmuggelt:

"Wenn man im Restaurant eine Cola und ein Fanta bestellt, erhält man in aller Regel eine Cola und ein Fanta. Nicht so im Kanton Basel-Landschaft. Hier bringt der Kellner zwei Flaschen Cola, die eine mit einer Fanta-Etikette versehen." [Quelle: Twitter]

Philipp Loretz, Geschäftsleitung LVB
 

"Das AVS muss den Volkswillen und die demokratischen Prinzipien einhalten. Alles andere ist nicht akzeptabel. Ich erwarte, dass der Widerstand seitens AVS gegen klar formulierte Stoffinhalte und Themen in den Lehrplanteilen A aufgegeben wird. Nur so ist gewährleitstet, dass die Chancengleichheit der Schülerinnen und Schüler gegeben und der Wechsel in eine andere Klasse problemlos möglich ist."

Anita Biedert, Lehrerin und Landrätin
 

"Eine Arbeitsgruppe mit einem grossen Schatz an Praxiserfahrung wird damit beauftragt, einen Lehrplanteil mit Stoffinhalten zu erarbeiten. Gleichzeitig wird den Lehrpersonen in diktatorischer Manier eine end- und dadurch nutzlose Liste mit Kompetenzbeschreibungen vorgelegt, die sie durchwinken sollen. Das grenzt an Schizophrenie. Zum Glück haben die Lehrpersonen Rückgrat bewiesen und den Volkswillen durchgesetzt. Die positiven Rückmeldungen der anderen Institutionen geben ihnen in ihrem Handeln Recht."

Kathrin Zimmermann, Lehrperson Sek. 1 und Vorstand Starke Schule beider Basel

 

Leserbrief

AVS lenkt nicht ein

Es ist nicht nachzuvollziehen, warum sich das AVS BL gegen die vom Stimmvolk gewünschten Lehrplanteile mit Inhalten wehrt. Statt Inhalte zu definieren, feiern die Verantwortlichen erneut Kompetenzorgien. Im Grunde wiederholen sie einfach das inzwischen abgestandene "Can do"-Geschwätz aus dem Lehrplan 21 und verfehlen damit wesentlich das Ziel, verbindlich festzulegen, was in der Volksschule eigentlich vermittelt werden soll. Offenbar merkt das AVS nicht, dass die Kompetenz-Leerformeln nur dann etwas bedeuten, wenn sie mit konkreten Aufgaben gefüllt werden. Die Aufgaben aber werden von den Lehrmitteln und den Prüfungsinstanzen nach eigenem Gutdünken willkürlich festgelegt. Somit besitzen weder die Unterrichtenden noch das AVS oder der Bildungsrat die Deutungshoheit über die in der obligatorischen Schule vermittelten Inhalte, sondern die fern von der Praxis agierenden Lehrmittelverlage und Evaluationsinstitute, die ihrerseits under dem Einfluss praxis- und weltfremder Fachhochschuldozenten stehen. In dem das AVS seinen Willen durchsetzt, gibt es gleichzeitig die Hoheit über die verbindliichen Inhalte aus der Hand und liefert die Schule externen Playern aus, eine Form der Selbstentmachtung!
 

Felix Schmutz

News

  • Montag, Oktober 12, 2020

    Schulpflege wird im Kanton Aargau abgeschafft

    In der kantonalen Abstimmung Ende September hat der Kanton Aargau der Neuorganisation der Führungsstrukturen der Aargauer Volksschule zugestimmt. In einem weiteren Entscheid wurde die Schulpflege abgeschafft. Dieser Entscheid ist insofern interessant, als dass im Kanton Basel-Landschaft zurzeit eine ähnliche Vorlage in der Vernehmlassung ist.

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  • Donnerstag, Oktober 01, 2020

    Initiative im Landrat

    Die Initiative «Die gigantische und unerfüllbare Anzahl von 3'500 Kompetenzbeschreibungen in den Lehrplänen auf ein vernünftiges Mass reduzieren» der Starken Schule beider Basel ist für die Landratssitzung vom 22.10.2020 traktandiert.

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  • Samstag, September 19, 2020

    BYOD an Baselbieter Schulen

    Nachdem zahlreiche Schüler/-innen des Kantons Basellandschaft für das neue Schuljahr teure elektronische Geräte kaufen mussten, stellen sich die Fragen der finanziellen Unterstützung und der Chancengerechtigkeit. Miriam Locher (Landrätin SP) hat zu diesem Thema am 10. September eine wichtige Interpellation im Landrat eingereicht.

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Bildungsinitiative in Basel

Unterschreiben Sie die formulierte Initiative der Starken Schule beider Basel, mit welcher wir der gescheiterten Passepartout-Ideologie ein Ende setzen möchten. Die Initiative verlangt eine echte Lehrmittelfreiheit auch im Kanton Basel-Stadt. Die Lehrpersonen sollen die Lehrmittel "Mille feuilles", "Clind d'oeil" und "New World" durch bewährte Lehrmittel ersetzen können.

Hier können Sie den Unterschriftenbogen herunterladen.

Die Starke Schule empfiehlt bei Sammelständen Schutzmasken zu tragen oder beim Ansprechen auf der Strasse einen Abstand von 2 Metern einzuhalten.

 

Passepartout in der Tonne


 

 

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Starke Schule beider Basel

Die Starke Schule beider Basel begleitet seit dem Jahr 2011 die Bildungsreformen rund um Harmos und den Lehrplan 21 kritisch. Dort, wo sinnvoll, strebt der Mitte-links-Verein mittels Volksinitiativen Korrekturen in der Bildungspolitik an.

Unter Who is who können Sie unseren Verein und und unsere Strukturen etwas besser kennenlernen.
Wenn auch Sie Mitglied werden und Einsicht in die Statuten bekommen möchten, dann klicken Sie hier.
 

Entstehung und Geschichte

  • Anfang 2011 formierte sich eine Gruppe rund um frustrierte Eltern, deren Kinder nicht wie gedacht in Allschwil in die Sekundarschule eingeschult werden sollten, sondern in weiter entlegenen Nachbargemeinden. Dies, um Klassen und damit letztlich auch Geld einzusparen. Diese "Zwangsverschiebungen" wollten sich sowohl Eltern als auch einige engagierte Lehrpersonen nicht gefallen lassen. Es bildete sich das Komitee "Keine Zwangsverschiebungen", das am 14. April 2011 die Initiative "Keine Zwangsverschiebungen an Baselbieter Schulen" lancierte.
  • Wegen den positiven Rückmeldungen, entschied sich der engste Kern des Komitees "Keine Zwangsverschiebungen" im Juni dafür, unter dem Namen "Gute Schule Baselland" eine weitere Initiative zu lancieren.
  • Die offizielle Gründung des Vereins "Gute Schule Baselland", fand am 20. Juni 2011 statt. Fortan wollte der Verein punktuell und korrigierend in die Baselbieter Bildungspolitik eingreifen; dies, insbesondere mittels der Lancierung von Bildungsinitiativen.
  • Bis zum Beginn des Jahres 2013 wurden die Initiativen "Bildungsqualität auch für schulisch Schwächere", "Ja zur guten Schule Baselland: überfüllte Klassen reduzieren", "Ja zur guten Schule Baselland: Betreuung der Schüler/-innen optimieren" und "Ja zur Weiterführung der zweijährigen Berufsvorbereitenden Schule BVS 2" lanciert.Die letzte der hier genannten Initiativen musste nie eingereicht werden, da durch die erfolgreiche Kampagne "Nein zum verlogenen Entlastungsrahmenpaket", die BVS 2 zumindest zeitweise gerettet werden konnte.
  • Da der Name Gute Schule Baselland markenrechtlich vom Kanton geschützt worden war, hat der damalige Bildungspräsident Urs Wüthrich Anfang 2013 darauf gepocht, dass sich die Gute Schule umbenennt. Kurzerhand wurde aus der Guten Schule die Starke Schule Baselland.
  • In den kommenden 4 Jahren bis im Sommer 2017 wurden weitere sieben Bildungsinitiativen lanciert und über einige davon wurde an der Urne abgestimmt (um die Ergebnisse der einzelnen Initiativen einzusehen, klicken Sie hier). Ein besonderer Erfolg war die Annahme der Initiative "Ja zu den Fächern Geschichte, Geografie, Biologie, Physik und Chemie", mit welcher die Einführung von Sammelfächern verhindert werden konnte.
  • Der letzte Namenswechsel fand Anfang 2017 statt, als aus der Starken Schule Baselland die Starke Schule beider Basel wurde. Dieser Namenswechsel wurde durch die Zunahme des Einflusses in Basel-Stadt entschieden.
  • 2018 wurden noch zwei formulierte Initiativen lanciert, welche einerseits die Reduktion der 3 500 Kompetenzbeschreibungen auf maximal 1 000, andererseits den Verzicht der Passepartout-Lehrmittel Mille feuilles, Clin d'oeil und New World zum Thema hatten.