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News

  • Mittwoch, Juli 11, 2018

    Tiefe Erwartungen führen zu tieferen Leistungen

    Die von einer Forschungsgruppe durchgeführte Studie "Scala" zeigt deutlich auf, dass Lehrpersonen gegenüber Kindern mit Migrationshintergrund oft sehr tiefe Erwartungen haben. Diese Haltung führt tatsächlich zu tieferen Leistungen, da die Migrantenkinder weniger gefordert und gefördert werden. Besonders schlimm ist diese Tatsache insbesondere deswegen, weil im Grunde vielfach nur geringe Leistungsunterschiede zwischen Migranten und Nichtmigranten festgestellt werden können.

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  • Samstag, Juni 30, 2018

    Politische Bildung an Sek II-Schulen

    Um die Lücken der politischen Bildung an den Gymnasien und Berufsfachschulen zu schliessen, reichte Landrätin Sara Fritz einen parlamentarischen Vorstoss ein.

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Arbeitsgruppen Fremdsprachen

Ausstieg aus Passepartout: Die Umsetzungsarbeiten gehen voran. Kurz vor den Sommerferien sind vier Arbeitsgruppen (Sek. Französisch, Sek. Englisch, Prim Französisch, Prim Englisch) gebildet worden, welche in den kommenden Monaten einerseits neue Lehrmittel für Französisch und Englisch evaluieren und andererseits für die beiden Fremdsprachen  Lehrpläne mit Stoffinhalten und Themen erarbeiten. Die Starke Schule ist mit insgesamt drei Personen in diesen, aus je vier bis sieben Personen zusammengesetzten Arbeitsgruppen vertreten.
 
Nachdem der Landrat der Volksinitiative "Stopp dem Verheizen von Schüler/-innen: Ausstieg aus dem gescheiterten Passepartout-Fremdsprachenprojekt" überraschend klar zugestimmt hat, muss nun die Bildungsdirektion eine entsprechende Gesetzesvorlage erarbeiten und dem Regierungsrat zur Beschlussfassung bis am 12. Februar 2012 vorlegen. Bereits heute ist klar, dass das Volk spätestens im Februar 2020 abschliessend entscheiden wird. Hinter den Kulissen wird intensiv an einem breit abgestützten Kompromissvorschlag gearbeitet, der in Richtung Lehrmittelfreiheit gehen könnte.
 
 

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Lohnvergleich der Lehrkräfte

Die Auswertung der Lohndatenerhebung der Primar- und Sekundarlehrpersonen 2018 ergab ein interessantes Bild. Verglichen wurde der Anfangslohn (grüner Balken) mit dem Maximallohn (blauer Balken.

Die Lohnunterschiede zwischen den vier Kantonen Basel-Landschaft, Basel-Stadt, Solothurn und Aargau sind relevant. Der Anfangslohn der Primarlehrpersonen in Baselland (tiefster Lohne) ist rund 9% kleiner als derjenige in Basel-Stadt (höchster Lohn). Auf der Sekundarstufe 1 ist der Anfangslohn in Basel-Stadt (tiefster Lohn) rund 7% tiefer als derjenige in Solothurn (höchster Lohn). Baselland liegt bei den Anfangslöhnen der Sekundarstufe 1 im Mittelfeld.

Allerdings muss berücksichtigt werden, dass der Maximallohn nicht nach gleich vielen Dienstjahren erreicht wird. Während die Lehrpersonen in Baselland 30 Jahre arbeiten müssen, bis sie die höchste Lohnstufe erreichen, sind es in Basel-Stadt 33 und in Solothurn lediglich 21 Jahre.

Ebenso unterscheiden sich die Anzahl Pflichtlektionen sowie die gewährte Altersentlastung. Während Baselland vor wenigen Jahren im Rahmen der Sparmassnahmen die Altersentlastung vollständig gestrichen hat, gewähren die Nachbarkantone Basel-Stadt und Solothurn ab dem 55-zigsten Altersjahr eine Entlastung von 2 resp. 3 Wochenlektionen und Aargau gewährt seinen Lehrpersonen bereits ab dem 50-zigsten Altersjahr eine Entlastung zwischen 4% und 12% der Arbeitszeit.

[Quelle: Lohndatenerhebung der Lehrkräfte Auswertung 2018]
 

Inklusion –
Fortschritt oder Rückschritt?

Ein Text von Dr. phil. Judith Barben - Psychologin, Buchautorin und Lehrperson

Seit einiger Zeit ist viel von schulischer «Inklusion» oder «Integration» die Rede. [1] Die Begriffe bedeuten, dass möglichst alle Kinder – ob normal begabt oder geistig behindert, ob unauffällig oder verhaltensauffällig – zusammen unterrichtet werden. Kleinklassen und Sonderschulen soll es kaum mehr geben. Begründet wird die Schulreform damit, dass die Schüler auf diese Weise mehr Sozialkompetenz lernen würden. Trifft das zu?

Bis vor einigen Jahren bestand in der Schweiz ein sorgfältig aufgebautes Kleinklassen- und Sonderschulwesen. Kinder mit besonderem Förderbedarf wurden gezielt gefördert. Kleinklassen gehörten zur Volkschule; die meisten wurden bereits abgeschafft. Die Sonderschulen hingegen bestehen noch.

Integration als Ziel

Kleinklassen gab es für verhaltensauffällige, lernschwache und fremdsprachige Kinder. Dank der kleineren Schülerzahl und der zusätzlichen Unterstützung konnten Schüler dort lernen, in einer Klassengemeinschaft zu bestehen. Da ihre Mitschüler ähnliche Schwierigkeiten hatten wie sie, fühlten sie sich eher zugehörig und dem Vergleich gewachsen. Lernfreude und ein gesunder Wetteifer konnten entstehen. Fremdsprachigen Schülern boten Kleinklassen für Fremdsprachige die Gelegenheit, die Landessprache so gut zu lernen, dass sie später in eine Regelklasse übertreten konnten. Das Ziel aller Kleinklassen war es, die Schüler auf den Eintritt in eine Regelklasse vorzubereiten.

In den Sonderschulen hingegen werden Kinder und Jugendliche mit körperlichen Beeinträchtigungen oder Sinnesschädigungen ihren Möglichkeiten gemäss gezielt gefördert. So erhalten sie das Rüstzeug, um zukünftig ein möglichst eigenständiges und sinnerfülltes Leben zu führen. Laut «Inklusion» sollen auch diese Schulen längerfristig verschwinden. [2]

Ähnlicher Leistungsstand – mehr Lernerfolg

Das beschriebene Schweizer Kleinklassen- und Sonderschulwesen hat sich sehr bewährt. Seine Anfänge reichen bis ins 19. Jahrhundert zurück. Davor gab es weder Jahrgangsklassen noch Förderangebote für Schüler mit Beeinträchtigungen. Alle Kinder sassen im gleichen Schulraum. Jedes arbeitete an etwas anderem, Klassenunterricht gab es noch nicht. [3]

Doch mit der Zeit erkannten die Pädagogen, dass sich das gemeinsame Lernen von Schülern mit ähnlichem Leistungsstand günstig auf den Lernerfolg auswirkt. Deshalb wurden Jahrgangsklassen gebildet. Im Jahr 1832 erliess beispielsweise der Kanton Zürich ein Unterrichtsgesetz, das eine Schulpflicht in sechs aufeinander folgenden Jahrgangsklassen vorschrieb. [4]

Schulen für Blinde und Gehörlose

Dank privaten Initiativen entstanden auch Schulen für Blinde und Gehörlose. Blinde und stark sehbehinderte Kinder lernten dort die «Brailleschrift», eine reliefartige Punktschrift, die heute die Weltschrift der Blinden ist. [5] Gehörlosen wurde die Gebärden- und Fingersprache beigebracht sowie ein Lautverfahren, mit dem sie sprechen lernen konnten.

Geistig behinderte Kinder hingegen wurden lange überhaupt nicht geschult oder sie sassen in normalen Klassen mit den anderen Schülern zusammen, ohne vom Unterricht zu profitieren. Dabei verloren sie oft jedes Selbstvertrauen.

Anliegen der Heilpädagogik

Um diese Situation zu verbessern, entwickelte man Lehrmittel und Lehrpläne für lernschwache und geistig behinderte Kinder. Der Stoff wurde darin so einfach und anschaulich wie möglich dargeboten. In heilpädagogischen Schulen und Klassen wurde jedes Kind gemäss seinen individuellen Fähigkeiten und seiner Belastbarkeit unterrichtet. Ein Lehrbuch von 1925 bringt das Anliegen der Heilpädagogik wie folgt zum Ausdruck: «Alle Kinder haben das gleiche Recht auf Bildung. Die Gleichheit besteht in der gleichen Möglichkeit für jedes Kind, innerhalb der obligatorischen Schulpflicht die seiner natürlichen Leistungsfähigkeit entsprechende Ausbildung zu erhalten. Jedem Kinde, dem schwachen wie dem starken, muss die seiner Eigenart gemässe Entwicklung und Förderung zuteil werden. Ziel ist eine abgeschlossene Schulbildung, die zur Grundlage für die weitere Erwerbung von Kenntnissen und Fertigkeiten dienen kann.» [6]

Lernen auf Augenhöhe

Das Prinzip, dass jedes Kind gemäss seiner natürlichen Leistungsfähigkeit und Belastbarkeit unterrichtet wird, ist auch heute noch gültig. Dieses Prinzip lässt sich auf jede Art des Unterrichts anwenden. So trainieren zum Beispiel im Sport Mannschaften mit ähnlich starken Spielern. Auch in Sprachkursen wird zu Beginn immer ein Eintrittstest gemacht, der darüber bestimmt, welcher Niveaugruppe ein Teilnehmer zugewiesen wird. Denn vom gemeinsamen Unterricht mit Teilnehmern auf ähnlichem Niveau profitieren alle am meisten.

Jede Lehrerin, jeder Lehrer weiss, dass Lernen am meisten Freude macht, wenn alle Schüler einen ähnlichen Leistungsstand haben. Kinder, die immer erleben, dass alle anderen besser sind als sie, werden mutlos und entwickeln ein negatives Selbstbild. Nicht wenige beginnen, den Unterricht zu stören. Doch auch Schüler, die den anderen weit voraus sind, verlieren die Freude am Lernen. Sie vermissen echte Herausforderungen und langweilen sich. Nicht selten beginnen auch sie, den Unterricht zu stören.

Je unterschiedlicher desto besser?

Umso erstaunlicher ist es, dass die «Inklusion» schweizweit vorangetrieben und propagiert wird. Das Ziel dieser Strategie scheint zu sein: je heterogener (unterschiedlicher), desto besser. Warum aber wird unseren Kindern ein derart übertriebenes Mass an Heterogenität zugemutet?

Tatsächlich werden durch die erzwungene Unterschiedlichkeit Aggressionen unter den Kindern und Jugendlichen erzeugt. Denn lernfreudige und leistungsstarke Schüler ärgern sich über Mitschüler, die stofflich nicht mitkommen und sie durch Stören vom Lernen abhalten. So werden künstlich Konflikte in die Klassen getragen.

Inklusion senkt Leistungsniveau

Oft wird behauptet, die «Inklusion» habe keine Leistungseinbussen zur Folge. Doch eine Pilotstudie der Interkantonalen Hochschule für Heilpädagogik Zürich beweist das Gegenteil. In der Studie wurden 27 «integrative Regelklassen» in den Kantonen Zürich, St. Gallen und Schwyz untersucht. [7] Die Befunde sind vernichtend.

«Integrationsklassen schneiden bei Leistungstests schlecht ab», titelte der «Tages-Anzeiger». [8] Unzufrieden waren auch die Lehrkräfte. Sie beklagten sich über prekärste Bedingungen beim Umsetzen der «Inklusion». Heilpädagogen stünden ihnen nur für gewisse Stunden zur Verfügung, und zudem sei die Hälfte dieser Personen gar nicht ausgebildet. Viele Gemeinden würden nämlich statt Heilpädagogen «Schulassistenten» ohne jede pädagogische Ausbildung anstellen. [9]

Alarmiert hat die Wissenschaftler, dass nicht nur die Schüler mit speziellem Förderbedarf, sondern auch die normalen Regelschüler ohne speziellen Förderbedarf – die grosse Mehrheit – bei den Leistungstests unterdurchschnittliche Ergebnisse erzielten. Die Pilotstudie belegt somit klar, dass die «Inklusion» das Niveau der ganzen Klasse senkt. [10]

Inklusion widerspricht jeder Vernunft

Der emeritierte Psychologieprofessor Dr. phil. Gerhard Steiner von der Universität Basel beurteilt die «Inklusion» äusserst kritisch. Die erzwungene Heterogenität mittels «Inklusion» ist nach seiner Auffassung ein grundlegend falscher Ansatz. [11]

Im Gegensatz dazu fordert Steiner eine «Ent-Heterogenisierung» der Schulklassen. Nur durch ein gleichmässig verteiltes Leistungsniveau innerhalb der Schulklassen könne die Lernfähigkeit und Lernwilligkeit der Schüler gestärkt werden. Lernen sei nämlich immer ein Integrieren von neuer Information in vorhandenes Wissen. Je stärker das Vorwissen der Schüler in einer Klasse übereinstimme, so Steiner, desto effizienter könne der Lernprozess gestaltet werden. Eine möglichst grosse Gleichartigkeit der Klasse sei deshalb anzustreben.

Ausserdem, so betont Steiner, weisen viele heutige Schulklassen schon ohne die zusätzliche Durchmischung mittels «Inklusion» eine derart grosse Heterogenität auf, dass ein angemessener Unterricht kaum noch möglich ist. Deshalb widerspreche es jeder Vernunft, künstlich noch mehr Heterogenität einzuschleusen. Unglaublich viel kostbare Lernzeit werde damit verschwendet. Die extreme Unterschiedlichkeit behindere den Fortschritt aller Schüler und erschwere eine erfolgversprechende Klassenführung. Zusätzlich bringe die ständige Anwesenheit von Heilpädagogen und «Klassenassistenten» sehr viel Unruhe in die Klassen, was nach Möglichkeit vermieden werden sollte. Dem Argument, die Heterogenität durch die «Inklusion» fördere die Sozialkompetenz, hält Steiner entgegen, dass schon die «normale» Heterogenität ohne «Inklusion» genüge, um dieses Ziel zu erreichen.

Die Klassengemeinschaft stärken

Laut Steiner sollte der Lehrer die Homogenität der Schulklasse fördern, indem er diese bewusst zu einer «verschworenen Lerngemeinschaft» zusammenschmiedet. Dies habe eine äusserst positive Wirkung auf die Motivation der Schüler. «Man muss von diesem Prozess nur Gebrauch machen», unterstreicht der Professor und ergänzt: «Die Klassengemeinschaft als erfolgreiche Lerngemeinschaft pflegen – das schafft Homogenität auf vielen Ebenen.»

Steiners Schlussfolgerung lautet: keine Integration lernbehinderter, stark verhaltensgestörter oder lernunwilliger Schüler in Regelklassen, da alle vom Unterricht in ein- und derselben Klasse massiv zu wenig profitieren. Die Klassengemeinschaft als erfolgreiche Lerngemeinschaft sollte laut Steiner unbedingt gepflegt werden – in allen Schultypen. Das schafft Ansporn, Lernmotivation, Gemeinschaftssinn und stärkt die Schüler für das spätere Leben.

Keine Rechtsgrundlage

Als Begründung der «Inklusion» wird oft die Bundesverfassung, Art. 8, 19 und 62 sowie die Uno-Behindertenrechtskonvention, Art. 24 erwähnt. Doch in diesen Rechtsgrundlagen steht nichts dergleichen. Die Bundesverfassung garantiert, dass kein Kind diskriminiert werden darf und Kinder mit Behinderungen eine ausreichende Sonderschulung erhalten. Zur Uno-Behindertenrechtskonvention hält das Bundesgericht fest, sie sei erfüllt, wenn das Wohl und die Entwicklungsmöglichkeiten des Kindes berücksichtigt würden. [12] Somit liefern diese Dokumente keine Begründung für die «Inklusion».

Widerstand leisten

Die von oben verordnete «Inklusion» stösst bei Eltern und Lehrern auf heftigen Widerstand. Sie wollen sich diese vernunftwidrige «Schulreform» nicht gefallen lassen. Gemeinsames Vorgehen gegen solche «Schulreformen» ist erfolgreich. Wenn Elterngruppen, Lehrerorganisationen, Gemeinden oder Kantone beginnen, Widerstand gegen unsinnige «Schulreformen» zu leisten, wirkt dies ansteckend. So kann in der ganzen Schweiz eine Gegenbewegung gegen die anti-pädagogischen Zwänge unsinniger «Schulreformen» wie etwa der «Inklusion» entstehen. Denn diese Zwänge können nur «von unten», das heisst von den Bürgern, aufgehoben werden.

Welche Erfahrungen haben Sie, liebe Leserin und lieber Leser, mit der «Inklusion» gemacht? Welche Auswirkungen stellen Sie bei ihren Kindern fest? Gerne nehme ich Anregungen und Fragen zum Thema entgegen: judith.barben@gmx.ch

April 2018. Ein Grossvater, selbst Primarlehrer, besucht am Besuchstag in einer Stadtzürcher Volksschule den Unterricht seiner Enkelin in einer «integrativen» Klasse. Er beschreibt seinen Eindruck wie folgt: «Ein Teil der Kinder musste die Achterreihe üben, während andere Schüler laut schwatzend etwas anderes taten. Die Achterreihen-Kinder übten nicht etwa im Stuhlkreis mit der Lehrerin, sondern sie sassen oder lagen am Boden. Zuerst losten sie die Verteilung der Aufgaben aus. Einer holte einen Zettel ohne Linien. Dann wurde gewürfelt. Sofort sagte ein Kind das richtige Ergebnis. Der Schreiber schrieb, am Boden liegend, umständlich und unbeholfen mit Bleistift die ganze Rechnung auf den Zettel, während die anderen Kinder warteten. Offensichtlich handelte es sich beim Schreiber um einen sehr schwachen Schüler. Dann wurde wieder gewürfelt und so weiter – im Zeitlupentempo. Konventionell organisiert und ohne ‹Inklusion› hätten die Schüler in der gleichen Zeit einen guten Lerneffekt erzielen können. In der beschriebenen Unterrichtssituation hingegen haben sie vor allem gewartet. Die Schnelleren sagten immer sofort das Ergebnis, während die schwächeren Schüler sich total drücken konnten. Gewiefte Kinder sind bei einem so umständlichen Lotterbetrieb völlig unterfordert.» 

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[1] In den Uno-Papieren werden die Begriffe gleichbedeutend verwendet. Das englische "inclusion" wird mit dem deutschen "Integration" übersetzt.
[2] Schweizer Zentrum für Heil- und Sonderpädagogik Bern: Was sind die Unterschiede zwischen Integration und Inklusion?
[3] Klinke Willibald: Das Volksschulwesen des Kantons Zürich zur Zeit der Helvetik (1798-1803). Zürich 1907.
[4] Erziehungsrat ds Kantons Zürich (Hrsg.): Volksschule und Lehrerbildung 1832-1932. Festschrift. Zürich 1933, Seite 136.
[5] Die Brailleschift wurde 1825 vom Franzosen Louis Braille erfunden.
[6] Heller Theodor. Grundriss der Heilpädagogik. Leipzig 1925, Seiten 426f. (das Zitat wurde leicht vereinfacht und gekürzt).
[7] S. Altmeyer S. et al. Pilotstudie zur Wirksamkeit sonderpädagogischer Massnahmen in integrativen Regelklassen. Interkantonale Hochschule für Heilpädagogik. Zürich 2018.
[8] Integrationsklassen schneiden bei Leistungstests schlecht ab. Tages-Anzeiger, 22.11.2017.
[9] A.a.O.
[10] A.a.O.
[11] Steiner Gerhard: Im Würgegriff des Lehrplans 21. Universität Basel 2014.
[12] Bundesgerichtsurteil 2C_590/2014

 

Starke Schule befürwortet Streik

Der Landrat hat am 31. Mai einen massiven Rentenabbau beschlossen, welcher Polizist/-innen, Lehrpersonen, Pflege- und Verwaltungspersonal etc. hart trifft. Mittels Urabstimmung können die Staatsangestellten, welche einer Gewerkschaft angeschlossen sind, entscheiden, ob gestreikt wird. Ziel des Streiks ist es, dass sich die Präsident/-innen der im Landrat vertretenen Fraktionen zu Verhandlungen mit den Personalverbänden bereit erklären, mit dem Ziel, das Pensionskassendekret noch einmal im Landrat zu traktandieren und Massnahmen zu beschliessen, die über den Beschluss vom 31. Mai hinausgehen.“

Der Lehrerinnen- und Lehrerverein Baselland (LVB) hat im April ein Rechtsgutachten erstellen lassen, welches einen allfälligen Streik für bessere Pensionskassenleistungen als rechtlich legal erachtet. Der Vorstand der Schulleitungskonferenz Sek 1 (SLK) hat bereits kommuniziert und empfiehlt den Schulleitungen, das geprüfte Streikrecht zu anerkennen und keine arbeitsrechtlichen Massnahmen gegen streikende Lehrpersonen zu ergreifen.

Nachdem die im Staatsdienst stehenden Mitarbeitenden bereits kürzlich eine Lohnreduktion hinnehmen mussten, bluten dieselben Angestellten erneut mit einer teils massiven Reduktion ihrer Rentenleistungen um bis zu 22%. Sollte das Staatspersonal, das für Sicherheit, Bildung, Verwaltung und Pflege im Kanton zuständig ist, ein weiteres Mal nur die Faust im Sack machen, wird diese Abwärts-Sparspirale kaum aufhören. Es ist Zeit, sich dagegen zur Wehr zu setzen, zumal Baselland wieder schwarze Zahlen schreibt. Der Kanton muss ein attraktiver Arbeitgeber bleiben. Das wird er nur, wenn er seine Angestellten nicht weiter schröpft, sondern für sichere und attraktive Arbeitsplätze sorgt.

Die Starke Schule beider Basel befürwortet den Streik für bessere Pensionskassenleistungen.
Alina Isler, Vorstand Starke Schule
 
  

Die Exzesse des Lehrplans 21 werden ausgemerzt

84% Ja zu klaren Stoffinhalten und Themen

Die Starke Schule freut sich über das wuchtige Ja zu Jahreszielen mit klar definierten Stoffinhalten und Themen, die differenziert auf die Leistungsprofile A, E und P ausgerichtet sind. Dieses Ergebnis ist auch ein deutliches Nein zum rein kompetenzorientierten Lehrplan 21 mit seiner utopischen Anzahl von 3‘500 Kompetenzbeschreibungen. Die Starke Schule nimmt positiv zur Kenntnis, dass mit der im Oktober 2016 eingereichten Initiative „Ja zu Lehrplänen mit klar definierten Stoffinhalten und Themen“, die zugunsten des ausgewogenen und weitergehenden Gegenvorschlags zurückgezogen werden konnte, die Exzesse des Lehrplans 21 nun definitiv ausgemerzt werden. Damit wird es dem Bildungsrat verunmöglicht, den neuen Lehrplan Volksschule Baselland nach der dreijährigen Evaluationsphase durch den rein kompetenzorientierten Lehrplan 21 zu ersetzen.

59% Nein zur Vorlage „Ersatz Bildungsrat durch Beirat Bildung“

Die Starke Schule hätte sich ein anderes Ergebnis gewünscht, nicht ganz ohne Eigennutz: In den vergangenen Jahren leistete sich der Bildungsrat verschiedene fragwürdige Fehlentscheide (z.B. Sammelfächer, Stundentafel, Lehrplan 21), welche mühsam durch parlamentarische Gesetzesvorstösse und Volksinitiativen korrigiert werden mussten. Das Sammeln von 1‘500 Unterschriften ist zeitaufwändig und kostspielig. Wir sind überzeugt, mit einem fachlich kompetenten Beirat Bildung, der seine Empfehlungen und Analysen fundiert hätte begründen müssen und so die Bildungsdirektion sachkundig beraten hätte, wäre das Risiko von weiteren Volksinitiativen im Bildungsbereich künftig weitaus geringer geworden. Die Starke Schule befürwortet die Bestrebungen, den Wahlmodus des Bildungsrat zu ändern, um diesen künftig gezielter durch fachlich kompetente Bildungsexpertinnen und -experten zu besetzen.

68% Nein zur Initiative „Eine Fremdsprache genügt“

Die Starke Schule akzeptiert das eindeutige Nein der Stimmberechtigten zur Initiative „Eine Fremdsprache auf der Primarstufe genügt“. Nun gilt es ein neues Fremdsprachenkonzept einzuführen, welches einen für alle Primarschulkinder motivierenden Unterricht in den beiden Fremdsprachen Französisch und Englisch ermöglicht. Der Landrat hat mit seinem Ja zum Ausstieg aus der Mehrsprachigkeitsdidaktik und den darauf basierenden Passepartout-Lehrmitteln Mille feuilles, Clin d’oeil und New World einen richtungsweisenden Entscheid gefällt. Diesen gilt es nun rasch umzusetzen und spätestens ab dem Schuljahr 2020/21 neue Leitlehrmittel für die beiden Fremdsprachen einzuführen. Die von Bildungsdirektorin Monica Gschwind gebildete Task Force, in welcher die Starke Schule mitarbeitet, hat entsprechende Umsetzungsentscheide bereits gefällt. Die Starke Schule ist überzeugt, mit einem neuen, aufbauenden Fremdsprachenkonzept nach international anerkannter Pädagogik, welche die Schüler/-innen von einfachen zu schwierigeren Anforderungen führt, können zwei Fremdsprachen an der Primarschule ohne negative Folgen unterrichtet werden.