Starke Schule beider Basel (SSbB)

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Bildungsinitiative in Basel

Unterschreiben Sie die formulierte Initiative der Starken Schule beider Basel, mit welcher wir der gescheiterten Passepartout-Ideologie ein Ende setzen möchten. Die Initiative verlangt eine echte Lehrmittelfreiheit auch im Kanton Basel-Stadt. Die Lehrpersonen sollen die Lehrmittel "Mille feuilles", "Clind d'oeil" und "New World" durch bewährte Lehrmittel ersetzen können.

Hier können Sie den Unterschriftenbogen herunterladen.

 

News

  • Montag, April 06, 2020

    Sanierung Schulanlage Frenke

    Die Schulanlage Frenke, bestehend aus einem Sekundarschulhaus, einem Primarschulhaus, wird für CHF 18 Mio. Franken saniert.

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  • Samstag, April 04, 2020

    Sammelfrist verlängert.

    Der Basler Regierungsrat am 24. März 2020 beschlossen, dass es aufgrund der ausserordentlichen Situation im Zusammenhang mit dem Coronavirus zu einem Fristenstillstand bei kantonalen Volksbegehren wie z.B. Volksinitiativen kommt.

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  • Samstag, März 14, 2020

    Revidierte interkantonale Universitätsvereinbarung

    Da der Zugang zu jeder öffentlichen Universität und eidgenössischen Hochschule in der Schweiz allen Studierenden gewährleistet sein soll, unterstützt die Starke Schule das Anliegen der Vernehmlassung «Betritt des Kantons Basel-Landschaft zur revidierten Interkantonalen Universitätsvereinbarung» vollständig.

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Zitat

21.03.2020

„Ich war sehr gerne Lehrer und ich freue mich sehr, ehemalige Schüler auf der Strasse zu treffen. Solange ich Schule gehalten habe, habe ich im Jahr zwei Formulare ausgefüllt, einen Bericht im Umfang von eineinhalb Schreibmaschinenseiten über das, was ich gemacht habe, und eine Liste aller Schüler. Das war alles. Heute haben Lehrer oft täglich eine Stunde Büroarbeit, weil sie Material liefern müssen, damit an den Pädagogischen Hochschulen Forschung betrieben werden kann. Pädagogik hat man auch damals studieren können, nur hat man Pädagogen für nichts gebrauchen können. Trotzdem gab es Berufskollegen, die an die Uni gegangen sind. Es waren jene, die es angeschissen hat, Schule zu halten. Ich habe hie und da das Gefühl, sie kommen zurück und bringen ihren Kollegen bei, wie man Schule halten muss, damit es einen anscheisst. Bildungswahnsinn. Forschung, Forschung, Forschung.“

Peter Bichel, Interview in der bz vom 21.03.2020

 

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07.04.2020

Die Bildungsagenda von Regierungsrat Cramer ist unklar

Die Starke Schule beider Basel (SSbB) nimmt die gestrige Medienmitteilung des Basler Erziehungsdirektors Conradin Cramer positiv zur Kenntnis. Dass sich das Erziehungsdepartement (ED) in der Lehrmittelfrage bewegen will, ist begrüssenswert. Neu sollen nicht nur in Mathematik, sondern auch in den Fächern Deutsch und Französisch weitere Lehrmittel in die kantonale Lehrmittelliste aufgenommen werden, mit welchen die Lehrpersonen vor allem das heftig umstrittene „Mille feuilles“ ersetzen können.

Offenbar benötigte es dazu den Druck einer lancierten Volksinitiative, um den Lehrer/-innen im Stadtkanton einen grösseren Spielraum bei der Wahl der Lehrmittel zu ermöglichen.

Unklar bleibt jedoch weiterhin, welche Agenda RR Cramer verfolgt. Bis dato hat er die Passepartout-Ideologie stets verteidigt. Sämtliche seiner bisherigen Aussagen deuten darauf hin, am Passepartout-Fremdsprachenkonzept trotz «beschränkter» Lehrmittelfreiheit festhalten zu wollen. Mit keiner Silbe erwähnt der Bildungsdirektor, dass auf einer kantonalen Lehrmittelliste andere als der Passepartout-Ideologie folgende Lehrmittel aufgeführt werden sollen. Kein Wort von einer didaktisch-methodischen Vielfalt, wie das in Baselland von Beginn weg von Bildungsdirektorin Monica Gschwind kommuniziert wurde.

Entscheidend wird sein, ob sich RR Cramer zu einer echten Lehrmittelfreiheit durchringen kann, die auch international bewährte Lehrmittel mit einer klaren Struktur und systematischem Aufbau von Grundwortschatz, Orthografie und Grammatik berücksichtigt. Solche Lehrmittel sind notwendig, wenn die Schüler/-innen künftig wieder einen motivierenden und zielführenden Fremdsprachenunterricht erhalten sollen.

Um sicherzustellen, dass die Lehrpersonen in Basel-Stadt die Passepartout-Lehrmittel auch entgegen der regierungsrätlichen Position durch international anerkannte und bewährte Lehrmittel ersetzen können, müssen wir auf die Karte Volksinitiative setzen.

Jürg Wiedemann, Vorstand Starke Schule beider Basel

 

06.04.2020

Spezialbedingungen für das Zeugnis im Sommer 2020

Die vierte Woche des Fernunterrichts hat angefangen. Mit dem Bundesratsentscheid vom 16. März wurden alle Schulen in der Schweiz geschlossen. Der ordentliche Unterricht an den Schulen soll frühstens nach den Osterferien (ab 20. April) wieder beginnen. Es ist jedoch davon auszugehen, dass das Verbot noch weiter ausgedehnt wird. Das bedeutet, dass der Fernunterricht auch weiterhin zum Einsatz kommen soll. Die Kinder lernen dabei so gut es geht zuhause und erhalten Aufgaben, kleine Projekte und Unterstützung von den Lehrpersonen (via Telefon, Mail oder Skype-Call). Dass dieses Prinzip in der Praxis leider niemals zum selben Lerneffekt führt, wie der "normale" Schulunterricht, macht sich nun auch in der Definierung der Zeugnisnoten für dieses Jahr bemerkbar. Ausschlaggebend sollen lediglich die bis zum 16. März getätigten Leistungserhebungen sein. Lernkontrollen während des Fernunterrichts, sollen zur Sicherung des Lernfortschritts dienen, jedoch keinen Einfluss auf die Notengebung haben. In Härtefällen soll der Klassenkonvent die Entscheide fällen.

In den Zeugnissen soll mit dem Vermerk "COVID-19" auf die verkürzte Beurteilungsperiode gewiesen werden.

Falls der Unterricht bis Mitte Mai wieder an den Schulen stattfinden kann, dürfen bis zum Notenschluss auch weiterhin Prüfungen durchgeführt werden. Wenn dem so wäre, würde das AVS zusammen mit den Schulleitungen eine Richtlinie festlegen, damit die Schüler/-innen nicht durch eine Prüfungsflut überbelastet werden.

Saskia Olsson, Vorstand Starke Schule beider Basel

 

04.04.2020

Selbstständiges Lernen im Homeoffice ist weniger effizient

Aufgrund der schnellen Verbreitung des Coronavirus’ und um die Ansteckungsgefahr zu verringern entschied der Bundesrat, die Schulen nach den Fasnachtsferien zu schliessen. Seitdem lernen die Schüler/-innen zuhause. Der Fernunterricht, auch als Homeoffice bezeichnet, soll mindestens bis zu den Frühlingsferien dauern. Eine Verlängerung ist wahrscheinlich.

Seit nunmehr zwei Wochen erteilen die Lehrpersonen Aufträge meist digital an ihre Schützlinge, welche sie selbstorganisiert erledigen müssen. Erste Rückmeldungen zeigen, dass manche Schüler/-innen mit dieser neuen Lernmethode die Lernziele grösstenteils noch erreichen, vielen anderen jedoch bereitet das selbstorganisierte Lernen grosse Mühe. Verglichen mit dem Unterricht in der Schule müssen Abstriche in der Effizienz gemacht werden, die Lernziele werden weniger schnell erreicht – so das einheitliche Bild.

Die Gründe dafür sind vielschichtig: Einerseits spielt die Bequemlichkeit der Schüler/-innen, sich im eigenen zuhause mit schulischen Problemen abzumühen, eine erhebliche Rolle und die Verlockung durch den Fernseher, die Playstation oder Youtube ist gross. Andererseits ist für viele Kinder und Jugendliche ein interaktiver Unterricht mit der physisch präsenten Lehrperson, die eine wichtige Bezugsperson ist, unentbehrlich. Auch der Austausch mit den Mitschüler/-innen oder das Stellen von Fragen bringt Vorteile, die einen Unterricht im Klassenzimmer immer im Vergleich zum selbstständigen Arbeiten zuhause deutlich aufwerten.    

Bereits nach dieser kurzen Zeit fällt besonders auf, dass Schüler/-innen aus dem Niveau P weniger Probleme haben, sich mit der neuen Lernmethodik zu arrangieren als Jugendliche des Leistungsprofils E oder A. Gerade die Schüler/-innen des allgemeinen Niveaus A erfahren einen bedeutenden Nachteil durch den Fernunterricht. Auch durch ein besonderes Engagement der Lehrperson kann dieser Nachteil kaum ausgeglichen werden. Die Schere zwischen den drei Leistungsniveaus der Sekundarstufe 1 driftet durch Homeoffice weiter auseinander. Wir distanzieren uns erneut ein Stück von der angestrebten Chancengleichheit. Homeoffice zeigt die Grenzen der Digitalisierung brutal auf.

Saskia Olsson, Vorstand Starke Schule beider Basel

 

28.03.2020

Hoffentlich bald zurück zur Normalität

E-Learning, One Note, One Drive, Teams, Videokonferenz und wie sie alle heissen. Solche Begriffe und Tools sind in Zeiten von Corona zur Lebensader eines völlig auf den Kopf gestellten Unterrichts schweizweit geworden. Innerhalb weniger Tage und Wochen mutieren zehntausende Lehrerinnen und Lehrer gezwungenermassen zu gefühlten e-Nerds, damit wenigstens noch ein Stück einer Kommunikation mit ihren Schülerinnen und Schülern möglich ist und diese mit Unterrichtsmaterial, Informationen und Lernkontrollen versorgt werden können.

Der tägliche Unterricht in den Klassenzimmern ist einem virtuellen Austausch über Bildschirme und einem Organisations- und Logistikbetrieb gewichen, der Unterrichtsstoff ist auf das absolut Notwendige heruntergefahren, die bisher Angst erregende Bildschirmzeit der Kinder wird nun kommentarlos akzeptiert, und die Eltern sehen sich zuhause einem Dasein als Zehnkämpfer ausgeliefert.

Was am meisten fehlt, ist der persönliche Kontakt im Klassenzimmer, die reale „Eins-zu-Eins-Interaktion“ mit den Schülerinnen und Schülern. Schmerzlich wird bewusst, welchen Stellenwert die gemeinsame Arbeit im Klassenverband hat. Auch wenn momentan hilfreich, kann diese nicht durch „Distance e-Teaching“, digitales Lernen und externes Monitoring kompensiert oder gar ersetzt werden.

Michael Pedrazzi, Vorstand Starke Schule beider Basel

 

14.03.2020

Berufsverbände fordern unisono klare Stoffinhalte

Der Lehrplan Volksschule Baselland besteht aus zwei Teilen: Teil A trägt den Titel «Stoffinhalte und Themen», Teil B enthält 3'536 Kompetenzbeschreibungen des Lehrplans 21. Trotz des irreführenden Titels besteht auch Teil A vorwiegend aus Kompetenzbeschreibungen, die oft schwammig formuliert und nicht umsetzbar sind. Das Amt für Volksschulen (AVS) will jedoch entgegen der gemeinsamen Position von SLK, AKK, KLS, LVB und SSbB weiterhin einen Lehrplan, bei dem beide Teile A und B aus Kompetenzbeschreibungen bestehen. Damit wird der Volksentscheid vom Juni 2018 missachtet und ein brauchbarer Lehrplan für die Lehrpersonen verhindert.

AKK: Amtliche Kantonalkonferenz; KLS: Konferenz der Lehrer/-innen der Sekundarstufe 1; LVB: Lehrerinnen- und Lehrerverein; SSbB: Starke Schule beider Basel; SLK: Schulleitungskonferenz Sekundarstufe 1

Volksentscheid wird nicht umgesetzt

An der Volksabstimmung vom Juni 2018 stimmten 84.2% der Wählenden JA zu klar definierten Stoffinhalten und Themen in den Lehrplänen. Umgesetzt wurde dieser Volksentscheid nicht. Der Lehrplanteil A besteht weiterhin nahezu ausschliesslich aus Kompetenzbeschreibungen. Die Lehrpersonen können zwar in einem gross angelegten und teuren Rückmeldeprozess zum Lehrplanteil A teilnehmen, jedoch ist dieser durch die eng vorgegebenen Fragestellungen so gesteuert, dass eine echte und strukturelle Kritik nahezu verunmöglicht wird. Beispielsweise wird unterbunden, dass die Lehrpersonen Stoffinhalte und Themen anstelle von schwammigen Kompetenzbeschreibungen im Lehrplananteil A fordern können. Der zurzeit laufende Rücklaufprozess wird auf diese Art zur Farce.

Ebenso befürworteten im November 2019 84.8% eine geleitete Lehrmittelfreiheit mit einem schrittweisen Aufbau von Grammatik, Grundwortschatz und Orthographie in den beiden Fremdsprachen Englisch und Französisch. Aufgrund dieser klaren Abstimmungsresultate beauftragte die Bildungsdirektion (BKSD) für die beiden Fremdsprachen Englisch und Französisch je ein Expertenteam aus erfahrenen Fachlehrpersonen der Sekundarstufe 1 mit der Erarbeitung eines neuen Lehrplanteils A «Stoffinhalte und Themen».

Lehrplanentwurf Englisch findet grosse Zustimmung

Das AVS, welches die beiden Arbeitsgruppen Englisch und Französisch instruierte, erarbeitete im Vorfeld in Eigenregie einen neuen Lehrplanteil A, der wiederum nahezu ausschliesslich Kompetenzbeschreibungen enthielt, und legte diesen den beiden Arbeitsgruppen vor. Diese konnten zwar punktuelle Änderungen vornehmen, prinzipielle und insbesondere strukturelle Korrekturen waren jedoch nicht erwünscht. Die Fachexperten hätten diese Vorlage «abnicken» sollen.

Die Französischlehrpersonen beugten sich dem Druck des AVS. Sie übernahmen dessen Lehrplan mit reinen Kompetenzbeschreibungen strukturell und weitgehend auch inhaltlich. Die Englischlehrpersonen hingegen setzten den Volkswillen um: Sie erarbeiteten einen übersichtlichen und prägnant formulierten Lehrplanteil A mit klar definierten Stoffinhalten und Themenbereichen ohne Kompetenzbeschreibungen, ausgerichtet auf die drei Leistungsprofile A, E und P. Die 3'536 Kompetenzbeschreibungen beliessen sie unverändert im Lehrplanteil B. Der bemerkenswert klar strukturierte Englisch-Lehrplanteil A hat einen Umfang von 1 bis 2 Seiten pro Schuljahr, was ihn für die Lehrpersonen zu einem hilfreichen Arbeitsinstrument macht. AKK, KLS, LVB, SSbB und SLK bekundeten denn auch ihre grosse Zustimmung zum Englisch-Lehrplanentwurf.

Berufsverbände und Bildungsorganisationen sind sich einig

SLK, AKK, KLS, LVB und SSbB sind sich einig: Der vom Expertenteam in den vergangenen Monaten neu erarbeitete Lehrplan Englisch für die Sekundarstufe 1 stösst bei den Lehrpersonen auf grosse Zustimmung. Das AVS hingegen will für die beiden Fremdsprachen Französisch und Englisch einen Lehrplan, der weiterhin nahezu ausschliesslich aus Kompetenzbeschreibungen besteht.

Im Folgenden einige Zitate aus den Stellungnahmen von SLK, AKK, KLS, LVB und SSbB, welche Bildungsrat und AVS unter Verschluss halten wollen:

  • AKK: «Wir unterstützen im Wesentlichen die Stellungnahme der Stufenkonferenz KLS. Kurz zusammengefasst halten wir fest, dass der Entwurf des Lehrplanes Englisch grosse Akzeptanz findet, der Entwurf des Lehrplanes Französisch aber als stark überladen und unübersichtlich beurteilt wird. Wir fordern, den Lehrplan Französisch auf ein für Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte bearbeitbares Mass zu kürzen und ihn übersichtlicher und benutzerfreundlicher zu gestalten.»
  • KLS: «Die KLS anerkennt (…) die Notwendigkeit die Lehrpläne anzupassen. In erster Linie für den Teil 1 [Lehrplanteil A] ‘Stoffinhalte und Themen’ des Lehrplans Volksschule Baselland wünscht sich die KLS eine übersichtliche und klar formulierte Fassung, welche möglichst ohne Kompetenzbeschreibungen auskommt und auf 1 bis 3 Seiten pro Schuljahr und Fach prägnant und klar aufgebaut Stoffinhalte und Themen festhält, an welchen man sich unabhängig vom Lehrmittel orientieren kann. Nur so kann sichergestellt werden, dass die Wahl des Lehrmittels sich im Falle eines Schul- und Klassenwechselns nicht negativ auf den Lernerfolg der Schülerinnen und Schüler auswirkt. Die vorliegende Fassung des Lehrplans Englisch erfüllt diese Anforderungen vollumgänglich (…). Der Lehrplanentwurf Französisch erachtet die KLS jedoch als viel zu umfangreich, unübersichtlich und wenig hilfreich. (…)» Die KLS wünscht sich «eine vereinfachte und gestraffte Version des ausgearbeiteten Lehrplans, in der Form wie sie in Englisch erarbeitet wurde.»
  • SLK: Der Französischlehrplan «soll sich in der Art am Englischlehrplan orientieren und viel konkreter formuliert sein. Alles, was bereits im Lehrplan 21 [Lehrplanteil B] formuliert und dargestellt ist, gilt und muss [im Lehrplanteil A] nicht wiederholt werden. Die Treffpunkte müssen sich in der Formulierung und v.a. Prägnanz am Englischlehrplan orientieren.»
  • LVB: Der LVB hat seine Mitglieder zu den beiden Lehrplanentwürfen detailliert befragt. «Auf den ersten Blick wird erkennbar, dass der Lehrplanentwurf Englisch grosse Zustimmung findet, während der Lehrplanentwurf Französisch durchfällt. (…) Aus den Kommentaren geht insbesondere hervor, dass der Lehrplanentwurf Französisch als viel zu lang und zu unübersichtlich empfunden wird. (…) Basierend auf den Ergebnissen unserer Befragungen fordern wir eine Überarbeitung des Lehrplanentwurfs Französisch, die sich am Vorbild des Lehrplanentwurfs Englisch orientiert.»
  • SSbB: «Der neu erarbeitete Englischlehrplan der Sekundarstufe 1 setzt den Volkswillen um, indem er sich auf reine Stoffinhalte und Themenfelder fokussiert und Kompetenzbeschreibungen nur dort festgeschrieben sind, wo diese unabdingbar notwendig sind. Sein Umfang erstreckt sich auf 1.5 bis 2 Seiten pro Schuljahr, was ihn sehr übersichtlich und schnell verständlich macht. Er verzichtet dabei auf eine unnötige Tiefenstrukturierung und Detailversessenheit, was den Lehrpersonen entsprechende Leitgedanken und trotzdem eine grosse pädagogische Umsetzungsfreiheit gewährt. Die Starke Schule befürwortet den von erfahrenen Englisch-Lehrpersonen erarbeiteten Lehrplan vollumfänglich. Der überarbeitete Französischlehrplan missachtet den Volkswillen, indem er die Stoffinhalte und Themen zu wenig prägnant ausweist und andererseits umfangreiche Formulierungen im Stil des kompetenzorientierten Lehrplanteils B beinhaltet. Zudem verfügt er über knapp 30 Seiten, was die Lesbarkeit und Übersicht erschweren. Solche Lehrpläne finden im Schulalltag keine oder höchstens geringe Beachtung. Demzufolge ist eine Harmonisierung der Stoffinhalte illusorisch, da die folglich im Unterricht umgesetzten Themenfelder nicht übereinstimmen werden.»   

Die Lehrpersonen und Fachexperten wünschen sich keinen Lehrplan, der ausschliesslich aus Kompetenzbeschreibungen besteht, zumal viele davon abgehoben und nicht umsetzbar sind. Und das Stimmvolk gibt ihnen Recht. Es hat zweimal (Juni 2018 und November 2019) mit überwältigendem Mehr JA gesagt zu einem Lehrplan mit klar definierten Stoffinhalten und Themen, welche differenziert auf die drei Leistungsprofile A, E und P ausgerichtet sind. Auch die politischen Diskussionen und Verlautbarungen des Gesetzgebers im Vorfeld der Abstimmungen und die Kommunikation des politischen Willens gegenüber dem Stimmvolk waren eindeutig.

Die Starke Schule beider Basel bedauert den Entscheid des AVS, entgegen der Position von Bildungsorganisationen, Basis und Berufsverbänden weiterhin einen ideologisch geprägten und für die Lehrpersonen kaum praktikablen Lehrplan erzwingen zu wollen. Wir bitten den Bildungsrat, den deutlichen Volksentscheid für klare Stoffinhalte und Themen in den Lehrplänen umzusetzen.

Vorstand Starke Schule beider Basel

 

11.03.2020

Nachteilsausgleich für die Lese- und Rechtschreibschwäche

Simon (Name geändert) geht in die 5. Primarklasse, als bei ihm vom schulpsychologischen Dienst eine Rechtschreibschwäche (Legasthenie) festgestellt wird. Lese- und Rechtschreibstörungen (LRS) werden sowohl juristisch als auch in der logopädischen Literatur als Behinderung anerkannt, da sie nicht aufgrund falscher Förderung zustande kommen und auch nach Jahren nicht plötzlich verschwinden. (vgl. Schulte-Körne, 2002) Deshalb hat Simon einen Anspruch auf einen Nachteilsausgleich (NA). Gemäss der Laufbahnordnung (§ 18) müssen bei Leistungserhebungen Massnahmen zum NA angewendet werden.

In der 5. und 6. Primarklasse wurden folgende Massnahmen umgesetzt: Simon erhielt 1/3 mehr Zeit und durfte Aufsätze und Textbeiträge am PC schreiben sowie das Rechtschreibprogramm nutzen. Weil die Rechtschreibung bei den Fremdsprachen in der Primarschule noch nicht bewertet wird, konnte Simon mit einem Notendurchschnitt von 4.8 in das Niveau E der Sekundarschule eingestuft werden.

Auch an der Sekundarschule erhielt Simon einen NA bewilligt: In allen nichtsprachlichen Fächern werden Texte nur bezüglich Inhalt bewertet, Diktate können ab Diktiergerät geschrieben werden, ein Zeitzuschlag darf maximal 1/3 der offiziellen Prüfungszeit beantragen, die Prüfung kann in einem separaten Raum durchgeführt werden, Klärungsfragen bei Aufgabenstellung dürfen jederzeit gestellt werden. Alle diese Hilfsmittel klingen gut, jedoch gibt es folgende Lücke: Diktate und Aufsätze werden in allen drei Sprachfächern (Deutsch, Französisch und Englisch) regulär bewertet. Die Rechtschreibfehler benotet. Es gibt keine individuellen Hilfsmittel und Anpassungen bei Wörtchentests im Fremdsprachunterricht und keine Textanpassung bei der Prüfung der Lesefertigkeit. Genau hier, wo die grössten Schwächen der Kinder und Jugendlichen mit LRS liegen, werden keine Massnahmen des NA umgesetzt.

Konkret bedeutet dies, dass Simon in den drei Sprachfächern mit Diktaten und Wörtchentests so viele ungenügende Noten schreibt, dass er diese unmöglich mit den anderen, zum Teil auch mündlichen Noten, kompensieren kann. Der Nachteilsausgleich greift hier zu wenig, die Chancengleichheit ist nicht gewährleistet.

Sowohl der Verband Dyslexie Schweiz als auch der Verband Deutschschweizer Logopädinnen und Logopädenverband empfehlen:
  • Alternative Leistungsnachweise, v.a. Befreiung von Leistungserhebungen, die ausschliesslich den Dyslexie betreffenden Kompetenzbereich betreffen (bspw. Diktate). (vgl. Lichtsteiner Müller 2013, 1
  • Keine oder abgestufte Bewertung von Rechtschreibung- und Grammatikfehlern (im Voraus definierte, eingegrenzte Fehler).
  • Prüfung/Vokabelprüfung mündlich anstatt schriftlich aufnehmen.
  • Die Bewertung der Rechtschreibung soll auf einen bestimmten Bereich eingeschränkt werden. Zusätzlich sollen mündliche Prüfungen (Vortrag) angeboten werden, damit die Noten in Rechtschreibung nicht so ins Gewicht fallen.
Diese Empfehlungen werden allesamt im Kanton Basellandschaft im Katalog der Massnahmen für den NA leider nicht aufgeführt und deshalb auch nicht umgesetzt. Das Konzept Nachteilsausgleich müsste dringend überarbeitet werden.

Nathalie Twerenbold

Siehe: 
Verband Dyslexie Schweiz (Hrsg.), (2017), Infoblatt Nachteilsausgleich Legasthenie, DLV (Hrsg.) (2015) Positionspapier, Nachteilsausgleich bei Lese-Rechtschreibschwäche auf Primar und Sekundarstufe, S.4.
Lichtsteiner Müller M. (2013). Dyslexie und Dyskalkulie. (2. Aufl.). hep verlag.
 
 
01.03.2020

Schönfärberische Begriffe stehen hoch im Kurs

Im Schulbetrieb existieren einige schönfärberische Begriffe, die immer wieder gerne und oft bemüht werden. Insbesondere seitens der Schulbehörden stehen solche Begriffe hoch im Kurs, da sie eine scheinbare Aura der Modernität und Fortschrittlichkeit ausstrahlen. Einer Auswahl an solchen Ausdrücken widmet sich unser Gastautor Felix Hoffmann. Mit messerscharfer Analytik und Witz zeigt er auf, was sich hinter diesen Ausdrücken tatsächlich verbirgt. Nicht selten ist es das Gegenteil dessen, was sie eigentlich beschreiben müssten. Lesen Sie hier den Artikel von Felix Hoffmann.

Jürg Wiedemann, Vorstand Starke Schule beider Basel
 

01.03.2020

Initiative "Lehrmittelfreiheit" wird breit unterstützt

Sandra Bothe (Grossrätin Grünliberale)

«Erreichbare Lernziele sind entscheidend für den Erfolg der Schüler/-innen beim Lernen und die Freude daran. Dies funktioniert dann, wenn Lehrpersonen Lehrmittel und Methoden einsetzen dürfen, die sie überzeugen und mit denen sie ihre Schüler/-innen am besten fördern.»






 

Felix Wehrli (Grossrat SVP)

«Vor mir liegen zwei Löffel. Einer hat ein Loch in der Mitte, der andere nicht. Das Erziehungsdepartement BS würde den gelöcherten für die Schulmensa als obligatorisch erklären»






 
 

Mathis Reichel (Gitarrist, Vater)

«Ein Spruch meiner jüngeren Tochter, 14: Das einzige, das wir gelernt haben, ist ‘Parlez-vous l’anglais?’»








 

Laetitia Block (Präsidentin JSVP)

«Ich setze mich für die Lehrmittelfreiheits-Initiative ein, weil die Lehrpersonen selbst entscheiden sollen, mit welchen Lehrmitteln sie unsere Kinder am besten unterrichten können.»







 

Katja Christ (Nationalrätin Grünliberale)

«Wir wollen endlich eine echte Lehrmittelfreiheit. Dazu braucht es klar definierte Jahrgangslernziele! Mit welchem Lehrmittel diese erreicht werden, sollen die Lehrpersonen weitgehend selbst bestimmen können.»








 

26.2.2020

(Pseudo)wissenschaft in der Sprachdidaktik

Der ehemalige Leiter des Instituts für Mehrsprachigkeitsdidaktik der Universität Fribourg hat in seinem Artikel "Journal of the European Second Language Association" die wissenschaftlichen Qualität bei den Beurteilungen und Empfehlungen der Mehrsprachigkeitsdidaktik scharf kritisiert. Er verlangt strengere Massstäbe bei der Auswertung von Forschungsergebnissen. Sonst bestehe die Gefahr der Pseudowissenschaft, welche insbesondere auf die Bildung der Schulkinder negative Auswirkungen hat.

In seinem Fazit spricht Barthelet Klartext: Die Gefahr bestehe darin, "aus Ignoranz falsche Empfehlungen an die Politik abzugeben", welche dann "pädagogische Innovationen auslösen, die zum Scheitern verurteilt seien." Dies würde der "eigenen Disziplin schaden, indem man schlechte Wissenschaft, vage Theorien verkündet und Studien zurechtbiegt, dass sie die eigenen Überzeugungen bestätigen, nicht aber fundierte Wahrheiten aufzeigen."

Das Fremdsprachekonzept Passepartout mit seiner Mehrsprachigkeitsdidaktik sind das tragische Beispiel, welches den sechs Kantonen Basel-Stadt, Basel-Land, Solothurn, Fribourg, Bern und Wallis zusammen mindestens 50 Millionen Franken gekostet hat. 

Ins Deutsche übersetzt und zusammengefasst hat Felix Schmutz den Artikel. Den gesamten Text können Sie hier lesen.

 

25.02.2020

Amt für Volksschule missachtet Volksentscheid

Seit dem Schuljahr 2018/19 wird an den Baselbieter Sekundarschulen mit dem neuen Lehrplan Volksschule Baselland gearbeitet. Dieser besteht einerseits aus einem Teil A), der den Titel «Stoffinhalte, Themen und Treffpunkte» trägt und andererseits aus einer realitätsfremden Anzahl von 3'536 Kompetenzbeschreibungen im Lehrplanteil B). Die Schüler/-innen können – wie sich heute zunehmend zeigt – eine solch unverhältnismässig hohe Anzahl von Kompetenzbeschreibungen gar nicht erfüllen.

Wer glaubt, Lehrpersonen könnten auf den Teil A) ausweichen und sich als Grundlage für ihren Unterricht an den Stoffinhalten und Themen orientieren, irrt gewaltig: Auch der Lehrplanteil A) besteht weitgehend aus Kompetenzbeschreibungen, ergänzt mit einigen Stoffinhalten und Themen, die auf die drei Leistungsprofile A, E und P ausgerichtet sind.

Mit dem neuen Lehrplan, der nahezu ausschliesslich aus Kompetenzbeschreibungen besteht, missachtet das Amt für Volksschule (AVS) den Volkswillen: Der Souverän befürwortete am 10.6.2018 mit 84.8% den Gegenvorschlag «JA zu Lehrplänen mit klar definierten Stoffinhalten und Themen» sehr deutlich. Damit hat das Volk JA zu einem Lehrplan gesagt, der nicht ausschliesslich aus Kompetenzbeschreibungen bestehen darf.

Die Starke Schule beider Basel hat auf die Weigerung, den Volkswillen umzusetzen, reagiert und die Initiative "Die gigantische und unerfüllbare Anzahl von 3‘500 Kompetenzbeschreibungen in den Lehrplänen auf ein vernünftiges Mass reduzieren" im Herbst 2019 eingereicht. Die Anzahl Kompetenzbeschreibungen soll auf unter 1'000 reduziert werden.

«3'500 Kompetenzbeschreibungen
im Lehrplan sind nicht zielführend»

Die Initiative ist notwendiger denn je: Beide Teile des Lehrplans sind heute unübersichtlich und deutlich zu umfangreich formuliert. Sie weisen einen sehr hohen Detaillierungsgrad auf, was den Lehrplan Volksschule Baselland für die Lehrpersonen faktisch unbrauchbar macht. Bedenklich ist zudem, dass ein wesentlicher Teil des Lehrplans vom AVS in Eigenregie mit dem Ziel formuliert wurde, den selbstorganisierten Unterricht in den Klassenzimmern zu manifestieren.

Die Starke Schule lehnt umsetzbare und überprüfbare Kompetenzbeschreibungen keinesfalls ab, jedoch sollen sie in einem vernünftigen und erfüllbaren Mass sowie in einer klareren Sprache aufgeführt werden, damit Lehrpersonen diese zielführend einsetzen können. Selbst der Teil «Stoffinhalte, Themen und Treffpunkte» wird aufgrund des hohen Detaillierungsgrads nur punktuell berücksichtigt. Der Lehrplan der 1. Klasse der Sekundarstufe I umfasst beispielsweise für das Fach Mathematik 10 und für das Fach Deutsch 9 Seiten. Dieser übertriebene Umfang sollte pro Fach und Schuljahr auf eine bis zwei Seiten reduziert werden.

Regina Werthmüller
Vorstand Starke Schule beider Basel, Landrätin parteilos

 

22.02.2020

Réveille-toi, Conradin. Vite!

Der amerikanische Präsident hat gemäss einem Faktencheck der «Washington Post» die Zahl der falschen oder irreführenden Aussagen seit seinem Amtsantritt massiv gesteigert. Von 1999 im Jahre 2017, 5689 im Jahr 2018 auf 15413 bis zum 10.12.2019. Seine Beraterin Kellyanne Conway hat dafür den Begriff «alternative Fakten» geprägt, Donald Trump selbst spricht von «übertriebenen Übertreibungen» (exaggerated hyperbole).

In der Literatur ist das Phänomen der verzerrten Erfassung von unbequemen Wahrheiten ein beliebtes Sujet. Marcel Proust stellt fest, dass die Wirklichkeit nicht in die Welt des Glaubens dringe, Aldous Huxley schreibt, Tatsachen schaffe man nicht dadurch aus der Welt, dass man sie ignoriere, und Mark Twain erklärt, man müsse die Tatsachen kennen, bevor man sie verdrehen könne. Der US-Senator Patrick Moynihan schliesslich verteidigt das Recht auf eine eigene Meinung: Aber keiner habe das Recht auf seine eigenen Fakten.

Nun trifft man nicht nur im White House auf alternative Fakten und Schönfärberei, sondern, natürlich in verdünnter Dosis, auch im Basler Erziehungsdepartement. Das Gespräch zwischen Regierungsrat Conradin Cramer (LDP) und Nationalrätin Katja Christ (GLP) - Streit um Lehrmittel - kann künftig im Medienausbildungszentrum (Maz) als perfektes Beispiel dafür eingesetzt werden, wie die Politik sich stur weigert, wissenschaftlich erhärtete Fakten zur Kenntnis zu nehmen. («Telebasel Talk», 11.2.2020)

Erziehungsdirektor Conradin Cramer behauptete in der Sendung allen Ernstes, der in den Französischlehrmitteln «Mille feuilles» und «Clin d’œil» angewandte neue didaktische Ansatz sei State of the Art, auf dem neuesten Stand der Entwicklung. Dies ungeachtet der Tatsache, dass unterdessen bereits die vierte wissenschaftliche Untersuchung dem Passepartout-Konzept ein miserables Zeugnis ausgestellt hat.

Im Bildungsblog www.condorcet.ch nimmt Philipp Loretz, Sekundarlehrer und Mitglied der Geschäftsleitung des Baselbieter Lehrerinnen- und Lehrervereins, die gröbsten Falschaussagen ins Visier. Die Passepartout-Erfinder versprachen ein sehr gutes Leseverständnis dank authentischen, nicht didaktisierten Texten schon für Anfänger. Tatsächlich verfehlen am Ende der Primarschulzeit - nach 350 Lektionen Französisch - 67 Prozent der Schüler die anvisierten Lernziele.

Die Verfechter pseudowissenschaftlicher Mehrsprachendidaktik versprechen eine sehr gute kommunikative Handlungsfähigkeit. Resultat: 90 Prozent der Schüler scheitern an den von Passepartout angestrebten Lernzielen.

Diese vernichtenden Ergebnisse sind angesichts des Fehlens eines geführten, systematischen Aufbaus der sprachlichen Grundstrukturen und des bewussten Verzichts auf einen Alltagswortschatz und der Missachtung des universalen Prinzips vom Einfachen zum Schwierigen nicht verwunderlich. Die Schüler sind im wahrsten Sinne des Wortes im «Sprachbad» abgesoffen.

Versprochen werden auch motivierte und begeisterte Schülerinnen und Schüler. Gemäss einer detaillierten Befragung würden zwei Drittel der «Mille-feuilles»-Kinder den Französischunterricht eher nicht oder nicht besuchen, wenn dieser freiwillig wäre.

Offenbar sollen im Kanton Basel-Stadt auch nach neun Jahren schlechter Erfahrungen die Kinder weiterhin als Versuchskaninchen eingesetzt und kritische Lehrkräfte und aufmüpfige Eltern eingeschüchtert werden.

Dass es auch anders geht, beweist die grüne Berner Erziehungsdirektorin Christine Häsler. In zwei Briefen an kritische Lehrerinnen und Lehrer schreibt sie: «Ich habe Ihr Schreiben erhalten und danke Ihnen dafür. Es ist mir ein grosses Anliegen, dass Kinder und Jugendliche möglichst gut Französisch lernen und Freude an der Sprache finden. Ebenso wichtig ist mir, dass Lehrerinnen und Lehrer ein Lehrmittel zur Verfügung haben, mit welchem sie erfolgreich unterrichten können. (...) Um die Situation und die Anliegen der kritisch eingestellten Lehrkräfte zu analysieren, habe ich eine Arbeitsgruppe ins Leben gerufen, die breit diskutiert, die unterschiedlichen Meinungen abholt und verschiedene Varianten prüft.» Abschliessend dankt Frau Häsler den Lehrkräften ausdrücklich «für Ihr Engagement» und wünscht ihnen einen guten Start ins neue Jahr.

In dem Brief kündigt sie zusätzlich zu «ihrer persönlichen Mitteilung» noch ein «offizielles Schreiben der ehemaligen Passepartout-Kantone» an. Auf diese Antwort sind insbesondere die Basler Lehrkräfte und die Eltern sehr gespannt.

Die Reaktion der Berner Regierungsrätin jedenfalls kommt in Ton und Inhalt wesentlich differenzierter daher als die teilweise unsachliche pauschale Diffamierung kritischer Meinungen aus dem Elfenbeinturm der Basler Bildungsbürokratie. Angesichts der bescheidenen Leistungsbilanz unserer Schulen dürfte man eigentlich etwas mehr Demut und Selbstkritik erwarten.

Roland Stark, ehemaliger Partei- und Fraktionschef SP Basel-Stadt

[Quelle: Basler Zeitung vom 21.02.2020]

 

Passepartout - ein Waterloo

Nicht minder pointiert ist der Artikel "Passepartout - ein Waterloo" von Sekundarlehrer Felix Hoffmann: "Der Basler Erziehungsdirektor kämpft für die gescheiterte Fremdsprachenideologie Passepartout. (...) Cramers teilweise widersprüchliche Aussagen hinterlassen drängende Fragen. Warum verteidigt Herr Cramer ein Konzept, das angetreten ist, die Lernenden zum Sprechen zu bringen, wo er doch eingesteht, dass es genau dies bis heute nicht hinbekommt? Das ist, als würde er sagen, meine Lautsprecher sind gut, aber ich weiss, sie geben keinen Ton von sich." Lesen Sie hier alle Fragen.


 
19.02.2020

Studien belegen die Untauglichkeit von Passepartout

In den letzten drei Jahren sind zum Thema Passepartout-Fremdsprachenprojekt vier aussagekräftige Studien durchgeführt und publiziert worden. Die Resultate zeigen ein deutliches Bild: Die Schüler/-innen, die mit der Mehrsprachigkeitsdidaktik à la Passepartout unterrichtet werden, haben in sämtlichen Kompetenzbereichen schlecht abgeschnitten.

Vier aussagekräftige Studien

Mit den vorliegenden vier Studien kann auf die folgenden zwei Fragen jeweils eine klare Antwort gegeben werden: Erreichen die Schüler/-innen im Passepartout-Raum die Grundkompetenzen sowie die Lernziele des Lehrplans? Wie beurteilen die Lehrpersonen und die Schüler/-innen die Lehrmittel «Mille feuilles» und «Clin d’oeil» ein?

  • Studie 1 (Nationaler Bericht der Überprüfung Grundkompetenzen): In der von der Erziehungsdirektorenkonferenz (EDK) in Auftrag gegebenen Studie wurden in allen Kantonen stichprobenartig 22’177 Schüler/-innen der 6. Klasse im Fach Französisch ausgewählt und das Leseverständnis, Hörverständnis und Sprechen getestet. Überprüft wurden die Grundkompetenzen.
  • Studie 2 (Schlussbericht zum Passepartout-Projekt in den Passepartout-Kantonen): Im Jahr 2017 hat das Institut für Mehrsprachigkeit der Universität Fribourg im Auftrag der sechs Passepartout-Kantone eine Studie mit dem Titel «Ergebnisbezogene Evaluation des Französischunterrichts in der 6. Klasse (HarmoS 8) in den sechs Passepartout-Kantonen» durchgeführt. An der Studie nahmen 4’430 Schüler/-innen aus den verschiedenen Passepartout-Kantonen teil. Neben dem Leseverstehen, Hörverstehen und Sprechen, wurden auch der rezeptive Wortschatz, Lernstrategien und die Motivation thematisiert und untersucht.
  • Studie 3 (Empirische Studie über das Verstehen von französischen Texten): Im Jahr 2017 publizierte Susanne Zbinden eine Studie mit dem Titel «Leseverstehen mit altem und neuem Lehrmittel im Vergleich: Eine empirische Studie über das Verstehen von französischen Texten auf der Sekundarstufe 1». Susanne Zbinden führte diese Studie im Rahmen ihrer Masterarbeit durch. Sie hat sich insbesondere mit dem Vergleich der neuen und alten Lehrmittel beschäftigt. Befragt wurden 244 Schüler/-innen, die mit «Bonne Chance» Französisch lernten, und 229 Schüler/-innen, die mit dem neuen Passepartout Lehrmittel «Clin d’oeil» die Fremdsprache lernten.
  • Studie 4 (Wissenschaftliche Begleitung und Auswertung der Testphase im Kanton Solothurn): Das Institut für Mehrsprachigkeitsdidaktik verglich im Auftrag des Kantons Solothurn am Ende der 8. Klasse (HarmoS 10) je fünf Klassen, die mit «Clin d’oeil» und mit «Découverte» unterrichtet wurden.   Im Zentrum standen Leseverständnis, Hörverständnis und Schreiben.

Wunsch und Wirklichkeit

Wunsch: Mit der Umsetzung des Passepartout-Projekts sollten die Kinder künftig besonders im Lese- und Hörverstehen keine Schwierigkeit mehr haben. Mittels Sprachbad sollte die Sprache in der Schule auf eine neue Art und Weise gelehrt werden. Anhand von authentischen Texten und ohne Grundwortschatz sollte die Struktur der Sprache mitsamt Grammatik gelernt werden, wie eine Muttersprache. Jedenfalls wurde dies den Primar- und Sekundarlehrpersonen so versprochen.

Wirklichkeit: Mittlerweile wissen wir, dass die Passepartout-Fremdsprachenideologie kläglich gescheitert ist. Sämtliche oben erwähnten wissenschaftlichen Untersuchungen zeigen, dass die Lernziele mit den Passepartout-Lehrmitteln «Mille feuilles» und «Clin d’oeil» und der zugrundeliegenden im internationalen Vergleich absonderlichen Didaktik der Mehrsprachigkeit nicht annähernd erfüllt werden.

Bereich Leseverständnis

Gemäss der Überprüfung der Grundkompetenzen (Studie 1) nach 10 Jahreslektionen in Französisch, was rund 350 Lektionen entspricht, erreichen über ein Drittel der Schüler/-innen die Lernziele nicht. Das heisst: Sie können auch einen sehr kurzen, einfachen Text nicht verstehen.

Leseverständnis

Grundkompetenz

Erreicht von

Nicht erreicht

A 1.2

62%

38%

PPT-Lehrplan A 2.1

33%

67%

Zum Vergleich: In der Zentralschweiz erreichen mindestens 58% der Schüler/-innen mit einer herkömmlichen Unterrichtsdidaktik die Kompetenzstufe A 1.2 nach bereits 6 Jahreslektionen. Fazit: Deutlich mehr Schüler/-innen (58% zu 38%) erreichen mit deutlich weniger Unterrichtslektionen (6 Jahreslektionen zu 10 Jahreslektionen) die Lernziele, wenn sie das Passepartout-Lehrmittel «Mille feuilles» nicht verwenden.

Die empirische Studie von Susanne Zbinden zeigt zudem, dass die Schüler/-innen mit authentischen Texten und dem Passepartout-Lehrmittel «Clin d’oeil» ein signifikant schlechteres Leseverständnis haben als die Schulkinder, die mit «Bonne Chance» an die Fremdsprache herangeführt wurden. Obwohl die Clin d’oeil Schüler/-innen mehr Strategien aufzählen konnten, waren sie am Ende signifikant weniger erfolgreich.

Bereich Hörverständnis

Gemäss dem Schlussbericht der Studie «Ergebnisbezogene Evaluation des Französischunterrichts in der 6. Klasse (HarmoS 8) in den sechs Passepartout-Kantonen» wurden die Grundkompetenz A 1.2 im Hörverständnis von 13% nicht erreicht. Die im Passepartout-Lehrplan geforderten Kompetenzen A 2.1 konnten 43% der Schüler/-innen nicht erfüllen. Dies ist brisant: Bei der Einführung der Passepartout-Ideologie wurde insbesondere versprochen, dass das Hörverständnis durch die Passepartout-Lehrmittel besonders gut vermittelt werden würde. Nun zeigt sich: Fast die Hälfte der Schulkinder erreicht am Ende der Primarschulzeit die erforderlichen Kompetenzen im Hörverständnis nicht.

Hörverständnis

Grundkompetenz

Erreicht von

Nicht erreicht

A 1.2

87%

13%

PPT-Lehrplan A 2.1

57%

43%

 
Bereich Sprechen

Am Ende der Primarstufe soll die Sprechkompetenz mindestens auf Niveau A 1.2 liegen. Bei der Einführung der Passepartout-Lehrmittel wurde den Primarlehrpersonen versprochen, dass sich Schulkinder am Ende der Sekundarschule auf einfach Art verständigen können, wenn das Gegenüber – langsam sprechend und Dinge wiederholend – sich direkt an sie wendet. Sie können einfache Wörter und Sätze verstehen und darauf mit einfachen, kurzen Sätzen antworten.

Die Ergebnisse in diesem Bereich sind derart deutlich und müssen als höchst bedenklich eingestuft werden: Mehr als die Hälfte (57.5%) der Schulkinder haben selbst in den Grundkompetenzen die Lernziele im Bereich Sprechen nicht erreicht. Die Lernziele des Passepartout-Lehrplans erreichten sogar nur 11%. Für neun von zehn Schüler/-innen wurde die Mehrsprachigkeitsdidaktik à la Passepartout zum Desaster. 

Sprechkompetenz

Grundkompetenz

Erreicht von

Nicht erreicht

A 1.2

42.5%

57.5%

PPT-Lehrplan A 2.1

11%

89%

Vergleichen lassen sich diese Resultate auch mit Französischevaluationen in der Zentralschweiz, wo Ende 6. Klasse (bei 6 Jahreswochenlektionen und nicht 10 wie in den Passepartout-Kantonen) 56% mindestens das Niveau A 1.2 im Sprechen erreicht haben. Obwohl dies lediglich 11.5% mehr als in den Passepartout-Kantonen ist, muss berücksichtigt werden, dass diese Schulkinder nur während zwei Schuljahren in Französisch unterrichtet werden und nicht – wie bei uns – während vier Schuljahren. Insgesamt hatten die Schüler/-innen in der Zentralschweiz signifikant weniger Unterrichtslektionen (insgesamt 4 Jahreslektionen) und zeigen dennoch deutlich bessere Leistungen.

Fazit

Insgesamt zeigt sich, dass vor allem die von den Passepartout-Promotoren selbst festgelegten Lernziele im Leseverständnis und beim Sprechen von einer grossen Mehrheit nicht erreicht werden. Die Selbstwahrnehmung der Passepartout-Befürworter/-innen zeigt hier einmal mehr eine grosse Diskrepanz zwischen Wunsch und Wirklichkeit. Alle durchgeführten Studien zeigen auf, dass grosse Defizite vorhanden sind, obwohl von Beginn an viel Zeit und Geld investiert wurde.  

Die Ergebnisse der vier Studien sind eindeutig und für die Passepartout-Ideologie vernichtend. Den Studien sind keine gesicherten Aussagen zu entnehmen zu den Gründen, weshalb es bei mit den Passepartout-Lehrmitteln zu derart grossen Defiziten kommt. Mögliche Gründe können jedoch unter anderem der fehlende strukturierte Aufbau eines Wortschatzes sein. Letztlich bleibt aber das ernüchternde Resultat: Die Schulkinder lernen mit den Passepartout-Lehrmitteln die erste Fremdsprache nur ungenügend.

Saskia Olsson, Vorstand Starke Schule
 

15.02.2020

Initiative "Lehrmittelfreiheit" wird breit unterstützt

Die von der Starken Schule beider Basel am 5. Februar lancierte Initiative "Lehrpersonen dürfen diejenigen Lehrmittel einsetzen, mit welchen sie die Schüler/-innen am besten fördern können" wird von Politikerinnen und Politiker aus den sechs Parteien SP, GLP, SVP, FDP, EVP und BDP sowie zahlreichen Lehrpersonen und Eltern unterstützt.

Kathrin Zimmermann (Vorstand Starke Schule beider Basel)

«Der Vorstand der Starken Schule beider Basel ist überzeugt, dass die Lehrpersonen ein grösseres Mitbestimmungsrecht, das ihrer Verantwortung gerecht wird, erhalten müssen. Insbesondere sollen sie entscheiden dürfen, mit welchem Lehrmittel sie die Schüler/-innen am besten fördern können. Die Initiative ist notwendig, um einen sanften Druck auf die Regierung zu erzeugen.»



  

David Wüest-Rudin (Grossrat Grünliberale)

«Für eine Schule der Kinder, Eltern und Lehrkräfte. Gegen die Lehrmittelbürokratie – damit unsere Kinder die Fremdsprachen wieder mit Erfolg und Freude lernen.»





 
 

Roland Stark (ehem. Partei- und Fraktionspräsident SP)

«Der weit verbreiteten Unsitte, Kinder als Versuchskaninchen der Bildungsbürokratie und der Lehrmittelverlage zu missbrauchen (Milles feuilles lässt grüssen!), muss endlich ein Riegel geschoben werden.»





   
 

Luca Urgese (Grossrat und Präsident FDP)

«Wir brauchen qualitativ gute Lehrmittel, von denen die Lehrpersonen überzeugt sind und welche die gewünschten Resultate bringen. Mit der Lehrmittelfreiheit kann sich das beste Lehrmittel für unsere Schülerinnen und Schüler durchsetzen.»





 

Franziska Liechti (Mutter)

«Ich möchte gute Zukunftschancen für meine Kinder. Dies geht nur mit Lehrmitteln, die den Unterricht optimal unterstützen. Deshalb braucht es für das «Mille feuilles» sinnvolle Alternativen im Fach Französisch.»






 

Philipp Schopfer (ehem. Grossrat SVP)

«Wir fordern eine echte Lehrmittelfreiheit, welche es den Lehrpersonen ermöglicht, untaugliche Lehrmittel zu ersetzen, um so den kommenden Schüler/-innen Frust und Erfolglosigkeit zu ersparen. Um dieses Ziel zu erreichen, sammle ich aktiv Unterschriften.»





 

Berfim Pala (Lehrperson Sekundarstufe 1)

«Um den Unterricht auf die Heterogenität der Klasse und den individuellen Bedürfnissen der Schülerinnen und Schüler anzupassen, ist eine Lehrmittelfreiheit unumgänglich.»






 

Stephan Mumenthaler (Grossrat und Fraktionspräsident FDP)

«Nicht alle Kinder können über denselben Leisten geschlagen werden. Mehr Flexibilität bei den Lehrmitteln tut unseren Schulen gut.»







 

 

15.02.2020

Passepartout - ein Waterloo

Der Basler Erziehungsdirektor, Conradin Cramer, kämpft für die gescheiterte Fremdsprachenideologie Passepartout. Ob seiner Rhetorik übersieht man leicht, dass es eigentlich keine Argumente mehr gibt für das missglückte Sprachenkonzept. Cramers teilweise widersprüchliche Aussagen hinterlassen drängende Fragen.

Warum verteidigt der Basler Erziehungsdirektor auf Biegen und Brechen ein Konzept, das in sämtlichen Studien sowie bei der Schülerinnen-, Eltern- und Lehrerschaft durchfällt? Warum präsentiert er sich dadurch als Zielscheibe auf dem Silbertablett? Tut er dies aus Rücksicht auf seinen politischen Ziehvater, Christoph Eymann, einem der Hauptverantwortlichen von Passepartout?

Warum bezeichnet der Regierungsrat ein bewiesenermassen missratenes Konzept als “state of the art”, ergo als topmodern? Mit dieser Qualitätsbezeichnung müsste er dann auch den nach 14 Jahren Bauzeit noch immer nicht fertiggestellten Berliner Flughafen bezeichnen sowie das brandgefährliche Samsung Galaxy Note 7 oder Rivella Gelb.

Warum behauptet Herr Cramer, früher hätte man Französisch nicht besser gelernt? Kennt er die Zbinden-Studie nicht, die genau dies belegt? Warum sonst bat sein Vorgänger, Christoph Eymann, die Elternschaft, ihren Kindern beim Französisch zu helfen? Weil Mami und Papi eben noch Französisch lernten.

Warum meint Herr Cramer, es sei ideologisch, wenn man ein verfehltes Konzept aufgibt, um sich auf das Bewährte zurückzubesinnen? Dann war es ideologisch, als sich Daimler und Chrysler nach einer missratenen Firmenfusion wieder trennten. Ideologisch war es auch, als Siemens seine Handy-Sparte wieder abstiess. Also wenn immer eine Firma sich ihrer Wurzeln besinnt, um Schaden abzuwenden, handelt sie ideologisch?

Warum ist der Basler Regierungsrat der Ansicht, ein neues schlechtes Konzept sei einem alten besseren vorzuziehen? Viele Computer-User waren da pragmatischer, als sie vom schlechten Betriebssystem Vista zurückwechselten auf das stabile XP. Manchmal ist Rückschritt Fortschritt. Im Falle von Passepartout ist Fortschritt Rückschritt.

Warum verteidigt Herr Cramer ein Konzept, das angetreten ist, die Lernenden zum Sprechen zu bringen, wo er doch eingesteht, dass es genau dies bis heute nicht hinbekommt? Das ist, als würde er sagen, meine Lautsprecher sind gut, aber ich weiss, sie geben keinen Ton von sich.

Mit Rationalität ist einer solchen Argumentation nicht beizukommen. Ist Conradin Cramer tatsächlich der Meinung, Passepartout sei “state of the art”, darf dies wohl auch von ihm behauptet werden.

Felix Hoffmann, Sekundarlehrer

 

12.02.2020

Erfolgreicher Start der Unterschriftensammlung

Erst letzte Woche wurde die neue Initiative der Starken Schule beider Basel lanciert und nach der ersten Standaktion sind bereits 100 Unterschriften in Riehen gesammelt worden. Ziel der Initiative ist es, die Passepartout-Lehrmittel "Milles feuilles", Clin d'oeil" und "New World" zu ersetzen.

Breite Unterstützung

Die Initiative "Lehrpersonen können diejenigen Lehrmittel einsetzen, mit welchen sie die Schüler/-innen am besten fördern können" wird von Politikern der SP, SVP, GLP, FDP, EVP und BDP unterstützt. Im 49-köpfigen Initiativkomitee sind aber auch zahlreiche Lehrpersonen und Eltern. Den Unterschriftenbogen können Sie hier herunterladen.

Mit der Lancierung der ersten Initiative im Stadtkanton, ist die Starke Schule beider Basel, die im Kanton Baselland innert acht Jahren 14 Volksinitiativen lanciert hat, nun auch in Basel aktiv geworden.
 
 

06.02.2020

Angriff auf die Passepartout-Ideologie in Basel

Die Basler Zeitung hat am 06. Februar 2020 zu der am 05. Februar lancierten Initiative der Starken Schule beider Basel "Lehrpersonen dürfen diejenigen Lehrmittel einsetzen, mit welchen sie die Schüler/-innen am besten fördern können" berichtet. Den ganzen Artikel hierzu können Sie hier lesen.

 

05.02.2020

Bildungsinitiative in Basel-Stadt lanciert

Die Starke Schule beider Basel lanciert heute ihre erste Bildungsinitiative im Kanton Basel-Stadt mit dem Titel «Lehrpersonen dürfen diejenigen Lehrmittel einsetzen, mit welchen sie die Schüler/-innen am besten fördern können». Angestrebt wird eine echte Lehrmittelfreiheit, welche den Lehrpersonen ermöglicht, die Passepartout-Lehrmittel «Mille feuilles», «Clin d’oeil» und «New World» durch bewährte und klar strukturierte Lehrmittel zu ersetzen. Weitere Informationen zur Initiative finden Sie hier.

Wir freuen uns, wenn Sie die Initiative unterschreiben. Den Unterschriftenbogen können Sie hier herunterladen.