Miteinander sprechen statt scrollen
Smartphones & Co. sind aus dem (Schul)alltag nicht mehr wegzudenken. Doch ihre permanente Nutzung bringt Herausforderungen mit sich: Ablenkung, Reizüberflutung und weniger persönlicher Austausch. Die Junge Mitte Basel-Landschaft will das ändern. Mit ihrer Initiative «Handyverbot an Schulen» setzt sie sich für bessere Lernbedingungen und echte soziale Interaktion ein. Ziel ist eine Schule, die wieder stärker als Lern-, Erholungs- und Sozialraum funktioniert.
Unterricht lebt von Aufmerksamkeit und aktiver Beteiligung. Doch Smartphones sorgen durch Nachrichten, soziale Medien oder Games für ständige Unterbrechungen. Mit der von der Jungen Mitte Basel-Landschaft lancierten Initiative sollen klare und einheitliche Regeln im ganzen Kanton eingeführt und die Schulen im Alltag entlastet werden. Die Nutzung privater elektronischer Geräte wird für Schülerinnen und Schüler der Primarstufe und der Sekundarstufe I während der Unterrichtszeit, einschliesslich der Pausen, auf dem Schulareal und bei schulischen Anlässen grundsätzlich untersagt. So können Schülerinnen und Schüler wieder in einem Umfeld lernen, das Konzentration ermöglicht und den Lernerfolg stärkt.
Mehr Raum für Begegnung
Pausen sind zentral für die soziale Entwicklung. Kinder und Jugendliche lernen dort zu kommunizieren, Konflikte zu lösen und Freundschaften zu pflegen. Wenn jedoch Bildschirme dominieren, gehen diese wichtigen Erfahrungen verloren. Ein Verbot schafft Raum für echte Begegnung, Bewegung, Spiel und Spass. Eine klar definierte handyfreie Zeit im Alltag kann zudem helfen, Stress, Überforderung und Konzentrationsprobleme zu reduzieren, die durch ständige Erreichbarkeit, das Vergleichen in den sozialen Medien und hohe Bildschirmzeiten entstehen.

Klare Regeln mit Augenmass
Die Initiative setzt auf klare und einheitliche Vorgaben im ganzen Kanton. Das schafft Orientierung für Lehrpersonen, Eltern sowie Schülerinnen und Schüler. Gleichzeitig bleibt genügend Flexibilität: Lehrpersonen können den Einsatz digitaler Geräte im Unterricht erlauben, wenn er pädagogisch sinnvoll ist. Auch persönliche Gründe, etwa gesundheitliche Aspekte oder Notfälle, werden berücksichtigt. So verbindet die Initiative klare Leitplanken mit pragmatischen Ausnahmen.
Damit schafft die Initiative die Grundlage für einen Schulalltag, der Lernen, Erholung und gemeinsames Erleben wieder stärker in den Mittelpunkt stellt.
Rahel Amacker
Co-Präsidentin Die Junge Mitte Basel-Landschaft
Mehr Informationen zur Initiative finden Sie hier.
Die Starke Schule beider Basel stimmt der Forderung nach einem Handyverbot an Schulen zu und unterstützt die Initiative der Jungen Mitte Basel-Landschaft.
