BKSD muss Kritik der Lehrpersonen ernst nehmen
Seit der Veröffentlichung unserer Umfrageergebnisse zu Erfahrungen mit Schulleitungen («Lehrpersonen werfen Schulleitungen Ungleichbehandlung und ein Klima der Angst vor«) hat die Starke Schule beider Basel (SSbB) zahlreiche Medienanfragen erhalten. Die Umfrageergebnisse in ihrer Quantität stimmen nachdenklich. Charlotte Höhmann führt dies in einem Interview mit TeleBasel aus.
Die Umfrage zur Zusammenarbeit der Lehrpersonen mit den Schulleitungen und zum Schulklima zeigt teilweise erschreckende Ergebnisse: Die Schulleitungen kommen schlecht weg: «Vetterliwirtschaft», «Ungleichbehandlung der Lehrpersonen», «geringe Konfliktfähigkeit», «unzuverlässige Kommunikation», «rauer und grenzüberschreitender Umgangston», «Drohungen», «keine Wertschätzung», «Mobbing», «Angstkultur», «Machtspiele», «Willkür» usw. Mit diesen und weiteren ähnlichen Begriffen beschreiben Hunderte von Lehrpersonen das Klima und die Zusammenarbeit mit ihren Schulleitungen.
Zur Aussagekraft der Umfrage, welche von Näf kritisiert wird, äussert sich Charlotte deutlich: die Meinungen und Erfahrungen von über 1’100 Lehrpersonen der beiden Basler Halbkantone sind sehr wohl aussagekräftig. Die SSbB fordert, dass die Kritik anerkannt wird und eine konstruktive Lösungsfindung in den Fokus rückt.
Lena Bubendorf
Vorstand Starke Schule beider Basel

2 Antworten
Andreas Näf zieht die Umfrage der SSbB grundsätzlich in Zweifel und verweist auf die «sehr erfreulichen Resultate» bei der Mitarbeitendenbefragung 2025 durch den Kanton, aber veröffentlichen will man diese Eegebnisse nicht. Wären diese wirklich so erfreulich wie behauptet, würde man sie medial an die grosse Glocke hängen!
Es wäre wirklich sehr zu hoffen, dass die BKSD nicht einfach mit ihrer bisherigen Ignoranz fortfährt. Als öffentlicher und dem Gemeinwohl verpflichteter Arbeitgeber ist sie unbedingt gehalten etwas zu unternehmen und nicht bloss weiter abzuwiegeln und die Augen zu verschliessen.