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Wie die Starke Schule Einfluss nimmt

Wie die Starke Schule Einfluss nimmt

Die Starke Schule beider Basel (SSbB) prägt die Bildungspolitik in Baselland seit vielen Jahren aktiv. Mit Volksinitiativen, Umfragen und fachlichen Stellungnahmen setzt sie gezielt Impulse für eine Schule, in der fundiert ausgebildete Lehrpersonen ruhigen und effektiven Unterricht erteilen. Die Schüler/-innen sollen eine solide Ausbildung erhalten, die den Übergang in die Berufswelt oder in eine weiterführende Schule erleichtert. In Basel-Stadt ist die SSbB nur punktuell aktiv, der Schwerpunkt liegt auf Baselland.

Die Arbeit der SSbB legt Wert auf Qualität und Nachhaltigkeit. Schüler/-innen sollen stabile Grundlagen erwerben, die ihnen später beruflich wie schulisch zugutekommen. Lernziele sollen klar definiert, Lehrmittel verständlich und der Unterricht auf unterschiedliche Voraussetzungen abgestimmt sein. Gute Rahmenbedingungen sollen Lehrpersonen helfen, ihre Energie auf den Unterricht zu konzentrieren.

Die vielen Volksinitiativen zeigen, dass die SSbB kontinuierlich daran arbeitet, das Bildungssystem in Baselland zu verbessern. Dabei konnten einige nachhaltige Erfolge erzielt werden.

Von der Basisbewegung zum prägenden Bildungsakteur

Die SSbB entstand 2011 aus einer Bewegung gegen Zwangsverschiebungen an Sekundarschulen und die zunehmende Reformlast. Seither lancierte der Verein in Baselland 17 Volksinitiativen, unter anderem zu Sparmassnahmen, Stundentafeln, Lehrplänen, Harmos oder dem Passepartout-Fremdsprachenkonzept.

Die Kampagnen führten dazu, dass Lehrpläne klarere Stoffinhalte erhielten, praxisorientiertere Stundentafeln eingeführt, umstrittene Lehrmittel wie «Mille feuilles» kritisch hinterfragt und eine beschränkte Lehrmittelfreiheit eingeführt wurden. Zudem konnte die SSbB die unbeliebten Sammelfächer auf der Sekundarstufe I verhindern und die Beibehaltung wichtiger Einzelfächer wie Physik, Biologie, Geschichte und Geografie im Bildungsgesetz verankern. Heute ist die SSbB ein zentraler Akteur in Baselland, der Reformen zugunsten besserer Schulqualität vorantreibt.

Neue Initiativen mit politischem Gewicht

Im Oktober 2025 lancierte die SSbB nach mehreren Jahren ohne eigene Initiative wieder zwei kantonale Volksinitiativen in Baselland: «Zwei Fremdsprachen sind zu viel», die Englisch als einzige Fremdsprache an den Primarschulen vorsieht, und «Keine digitalen Geräte in den ersten vier Primarschuljahren», die persönliche digitale Medien in den ersten vier Schuljahren verbietet und erst ab der 5. Klasse punktuellen Einsatz schuleigener Geräte erlaubt.

Die beiden neuen Initiativen wurden bewusst vor dem Regierungswechsel von Regierungsrätin Monica Gschwind platziert, um bildungspolitische Anliegen mit Nachdruck in die kantonale Debatte einzubringen. Das Medienecho war erheblich: Neben der Basler Zeitung und der Basellandschaftlichen Zeitung berichteten auch Tele Basel, Radio Basilisk, Radio X, NZZ, swissinfo.ch und Keystone-SDA über die Initiativen.

Nachhaltiger Einfluss

Die SSbB ist besonders im Baselbiet aktiv. Mittels Volksinitiativen, Umfragen und Stellungnahmen macht sie Schwachstellen im Bildungsbereich sichtbar und stösst konstruktive Verbesserungen an. Die klaren Positionen der SSbB lösen oft Diskussionen aus. Manche kritisieren die Forderungen als zu traditionell, andere sehen darin wertvolle Impulse für eine praxisnahe, funktionierende Schule. Die Spannbreite zeigt, wie zentral das Thema Bildung ist.

Obwohl die SSbB keine offizielle Rolle im Schulsystem hat, ist ihre Wirkung besonders in Baselland spürbar. Viele Anliegen finden Eingang in parlamentarische Beratungen und tragen zur Weiterentwicklung des Bildungssystems bei, zum Nutzen der Kinder, der Schulen und der Region.

Kathrin Zimmermann
Lehrerin Sekundarstufe 1

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