Smartwatch-Gebrauch an Schulen wird zum Problem
In den letzten Jahren ist der Anteil an Kindern, die über eine Smartwatch verfügen, deutlich grösser geworden. Immer erreichbar zu sein oder zu wissen, dass man sich jederzeit melden kann, ist für viele Eltern und Kinder beruhigend.
Die Uhren sind praktisch und vielfältig anwendbar, denn nicht nur die Zeit wird angezeigt. Mittlerweile gibt es dutzende weitere Funktionen: von Musik hören über Nachrichten schreiben, Puls messen und Telefonieren; die Smartwatch kann alles und noch viel mehr.
Verständlich ist es daher, dass die Smartwatches nun an vielen Schulen zum Thema werden. Wie beim Handy ermöglichen sie beispielsweise einfaches Spicken bei Prüfungen oder Tonaufnahmen während des Unterrichts und von persönlichen Gesprächen. Und dies alles wesentlich unauffälliger als bei den bisherigen digitalen Geräten.
Diese unerlaubte Nutzung der Smartwatches veranlasst viele Schulen zum Handeln, wobei die Handy-Regeln neu oft auch für Smartwatches gelten: Während des Unterrichts müssen die Smartwatches weggelegt und während einer Prüfung abgegeben werden. Die Schulen entscheiden weitgehend autonom, welche Regeln sie im Umgang mit diesen Uhren festlegen.
Lena Bubendorf
Vorstand Starke Schule beider Basel

Eine Antwort
Wenn es nicht so ernst wäre, müsste man das Ganze ja «uhrkomisch» finden. Scheinbar hat das Denken inzwischen an einem kleinen Ort Platz…
Das eigentliche Problem aber ist das lächerliche technische Wettrüsten, angeheizt von Apple und Co. Jedem Problem muss inzwischen digital begegnet werden. Eltern fürchten um ihren Nachwuchs – die Lösung heisst Tracking. Zu faul um zu rechnen – die Watch machts. Bedrohlich und gar strafbar ist das heimliche Aufnehmen von Unterricht und Gesprächen. Zu recht wird seitens der Schulen gehandelt, zu recht wird das Tragen solcher Uhren im Unterricht verboten.