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Landrat beschäftigt sich mit zahlreichen Bildungsgeschäften

Landrat beschäftigt sich mit zahlreichen Bildungsgeschäften

Für die kommende Landratssitzung vom 13. November 2025 sind diverse bildungspolitische Themen zur Volksschule, den weiterführenden Schulen und der Pädagogischen Hochschule (PH) traktandiert. Die Vorstösse wurden allesamt von Parlamentarier/-innen der Fraktionen SP, Die Mitte und SVP eingereicht.

Vorstösse von Parlamentarier/-innen der Fraktion Die Mitte

Interpellation von Landrat Marc Scherrer (Die Mitte) zum Thema «Eingeschränkte Anstellungschancen für Quest-Studierende der PH FHNW im Baselbiet». Scherrer kritisiert, dass im Baselbiet Quereinsteiger/-innen erheblich mehr Schwierigkeiten haben, eine passende Anstellung im Teilzeitpensum zu finden als im Kanton Aargau.

Postulat von Landrätin Béatrix von Sury d’Aspermont (Die Mitte) zum Thema «Flexible Handhabung der Doppelzählung fremdsprachiger Kinder in der Klassenbildung». Auf der Primarstufe und der Sekundarstufe 1 wird ab dem sechsten Kind einer Klasse, welches nicht Deutsch als Muttersprache hat, jedes weitere fremdsprachige Kind doppelt gezählt. Dadurch werden Klassen verkleinert. Die Landrätin will diese Regelung ändern, weil in Klassen mit einem höheren Anteil fremdsprachiger Kinder schneller die Maximalzahlen erreicht wird. Von Sury d’Aspermont kritisiert, dass diese Regelung für Gemeinden mit begrenztem Schulraumangebot erhebliche organisatorische Schwierigkeiten verursacht.

Postulat von Landrat Marc Scherrer (Die Mitte) zum Thema «Einführung einer Berufsmaturitäts-Ausrichtung «Pädagogik» zur Stärkung der Berufsbildung im Schulwesen». Der aktuelle Lehrpersonenmangel soll durch die Rekrutierung von Personen mit einer abgeschlossenen Berufslehre und Berufserfahrung gemindert werden. Dafür fordert Scherrer eine neue Berufsmaturitäts-Ausrichtung «Pädagogik».

Motion Landrat Pascal Ryf (Die Mitte) zum Thema «Datenschutz an Schulen: Klassenlisten»: Der Regierungsrat wird in der Motion gebeten, die rechtlichen Bestimmungen des Bildungsgesetzes oder der Verordnung so zu präzisieren, dass eine ausreichend klare Rechtsgrundlage für das Herausgeben von Klassenlisten besteht.

Postulat vom Landrat Pascal Ryf (Die Mitte) zum Thema «Sicherer Schulweg: Tempo 30 beim Schönenbuchstrasse-Schulhaus in Allschwil»: Ryf fordert in einem unverbindlichen Vorstoss die Regierung auf, Tempo 30 zu prüfen. Er begründet seine Eingabe durch eine unübersichtliche Strassensituation und dem hohen Verkehrsaufkommen.

Vorstösse von Vertreter/-innen der SP-Fraktion

Postulat von Landrat Ernst Schürch (SP) zum Thema «Pflichten der Erziehungsberechtigten und der Schülerinnen und Schüler». Vermehrter Schulabsentismus und Zuspätkommen ist in vielen Schulen seit einigen Jahren an der Tagesordnung. Das Postulat fordert, dass Erziehungsberechtige und volljährige Schüler/-innen zur Verantwortung gezogen und somit die genannten Disziplinlosigkeiten vermindert werden.

Postulat von Landrat Jan Kirchmayr (SP) zum Thema «Prüfung der Einführung gesetzlicher Grundlagen für die obligatorische Teilnahme an Elternabenden und Standortgesprächen». Immer häufiger berichten Lehrpersonen und Schulleitungen von Eltern, welche schulische Anlässe versäumen. Deshalb fordert Kirchmayr, dass die Teilnahme an wichtigen Elternabenden und Standortgesprächen auf Primarstufe und Sekundarstufe I für Erziehungsberechtigte für obligatorisch erklärt werden kann. Ein Obligatorium soll jedoch nur bestehen, wenn andere Bemühungen zuvor gescheitert sind.

Postulat von Landrat Andreas Bammatter (SP) zum Thema «Sicherstellung der Bildungs- und Betreuungsqualität an heilpädagogischen Schulen im Kanton Basel-Landschaft». Trotz erheblich höherem Anteil von Kindern mit schwerem Autismus, komplexen Entwicklungsstörungen und erheblichem Betreuungsbedarf wurde die aktuelle Finanzierungssystematik der heilpädagogischen Schulen nicht angepasst. Folglich können die Schulen nicht mehr all ihren Aufgaben nachgehen und die Kinder bestmöglich unterstützen. Deshalb fordert Bammatter eine Überarbeitung dieser Finanzierungssystematik.

Postulat vom Landrat Jan Kirchmayr (SP) zum Thema «Hitzemonitoring an den kantonalen Schulen»: Im Vorstoss fordert Kirchmayr den Regierungsrat auf, die «Raumtemperaturen in repräsentativ ausgewählten Schulzimmern im ganzen Kanton während der Sommermonate (Juni bis September) zu messen, um belastete Standorte zu eruieren. Der Landrat begründet den Vorstoss durch die zunehmend heissen Temperaturen in den Klassenzimmern von teilweise weit über 30°, vereinzelt sogar über 40°.

Vorstösse von Parlamentarer/-innen der SVP

Postulat von Landrat Dominique Erhart (SVP) zum Thema «Sicherheit und Krisenfestigkeit an Baselbieter Schulen»: Erhart kritisiert eine mangelnde Sicherheit an den Schulen und nennt als Beispiele «eingeschlossene Defibrillatoren, veraltete und unzureichende Alarmierungssysteme sowie das völlige Fehlen eines verbindlichen Krisenmanagements». Er fordert vom Regierungsrat «ein verbindliches, praxistaugliches und kontrollierbares Sicherheitskonzept für alle Baselbieter Schulen». Insbesondere sei die sofortige Überarbeitung des veralteten Handbuchs für Krisenmanagement sowie eine Schulung aller verantwortlichen Personen umzusetzen.

Motion von Landrätin Anita Biedert (SVP) zum Thema «Abschaffung Frühfranzösisch auf der Primarstufe»: Die Landrätin fordert eine Verschiebung des Fremdsprachenbeginns von Französisch auf die Sekundarstufe 1. Auf der Primarstufe sollen die Schulkinder mit Englisch nur noch eine Fremdsprachen lernen.

Anahi Sidler, Sekretariat Starke Schule beider Basel
Lena Bubendorf, Vorstand Starke Schule beider Basel

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