Übergewicht im Kindesalter bleibt eine Herausforderung
Übergewicht im Kindesalter ist in vielen Ländern ein grosses und schwerwiegendes Problem, insbesondere auch in der Schweiz bei Kindern und Jugendliche im schulpflichtigen Alter. Ein neuer Bericht der Gesundheitsförderung Schweiz schafft Klarheit: Untersucht wurden 30’000 Schüler/-innen aus 11 Kantonen.
Auf der Grundschulstufe sind die Zahlen der übergewichtigen Kinder zwischen 2020 und 2025 etwas zurückgegangen. Die Zahlen auf der Mittel- und Oberstufe stagnieren auf einem hohen Wert (siehe Grafik).

Insgesamt lässt sich ein Rückgang von 1,3 Prozent feststellen, so die Gesundheitsförderung Schweiz, was laut ihr als Teilerfolg angesehen werden kann, da die Mittel für Prävention begrenzt sind.
Gerade aufgrund dessen, dass die Ursachen für Übergewicht vielseitig sind, ist es schwer zu sagen, mit welchen konkreten Massnahmen die Zahlen signifikant reduziert werden könnten: Die verbreitetsten Ursachen für Adipositas liegen bei Bewegungsmangel, unausgewogener Ernährung und einem immer stärker digital geprägten Alltag und Lebensstil. Ebenfalls wichtig und ein grosser Einflussfaktor sind die sozialen und familiären Umstände. Offensichtlich ist, dass Kinder, die von zu Hause eine gesunde Lebensweise mitbekommen, weniger Probleme mit Übergewicht haben.
Die Folgen von Übergewicht im Kindes- und Jugendalter sind schwerwiegend: Oft bleibt Übergewichtigkeit ein Leben lang und wird dann an die eigenen Kinder weitergegeben. Die gesundheitlichen Folgen sind ein erhöhtes Risiko für Bluthochdruck, Diabetes, Gelenkprobleme, aber auch psychische Belastung und soziale Einschränkungen.
Obwohl die Schweiz im Vergleich zu anderen Ländern relativ gut abschneidet, muss mit weiteren präventiven Massnahmen wie Bewegungsangeboten, gesunder Verpflegung und anderen Programmen entgegengewirkt werden, um die Zahl der übergewichtigen Kinder zu senken.
Lavinia Beck
Sekretariat Starke Schule beider Basel
