Künstliche Intelligenz an Baselbieter Schulen
Das Leben ohne die Künstliche Intelligenz (KI) ist mittlerweile unvorstellbar. Seien es Sprachassistenten, Empfehlungsalgorithmen, Navigationssysteme oder eben Suchmaschinen, die vor allem für Schüler/-innen besonders attraktiv sind. Die Nutzung von Chatbots scheint einfach: Zu jeder Frage wird in Sekundenschnelle eine Antwort geliefert. Klingt praktisch, birgt jedoch auch Risiken.
Die Baselbieter Schulen und der Kanton Basel-Landschaft befassen sich schon seit über zwei Jahren mit der Handhabung von KI an Schulen. In dieser Zeit sind verschiedene Factsheets, Flyer, Weiterbildungen und Arbeitsgruppen entstanden, welche den Lehrpersonen beim Verständnis, beim Umgang sowie bei der Integration von KI in den Unterricht unterstützen sollen.
Als äusserst wegweisend gilt die Einigkeit darüber, dass ein KI-Verbot nicht sinnvoll ist. Einerseits sind Chatbots über digitale Geräte, die teilweise bereits ab der Primarstufe zur Verfügung stehen, einfach über den Browser zu erreichen und somit schwer zu sperren. Andererseits muss anerkannt werden, dass diese Technologie nun mal zu unserer Zukunft gehört und vermutlich noch weiter an Bedeutung gewinnen wird. Somit ist es unabdingbar, dass die Schüler/-innen schon früh den gezielten Umgang damit lernen.
Herausforderungen durch die schnelle Entwicklung
Eine grosse Schwierigkeit in der Regelung des Umgangs an den Schulen ist die rasante Weiterentwicklung der verschiedenen Tools. Immer wieder werden neue Funktionen entwickelt, welche die Schulen zuerst überprüfen und den Umgang damit einschätzen müssen.
Der Kanton empfiehlt Lehrpersonen der Volksschule und der Sekundarstufe II beispielsweise den Jugendlichen zu erklären, welche Anwendungen in welchem Lernschritt sinnvoll sind, oder an konkreten Beispielen vorzuzeigen, wie schnell Falschinformationen glaubwürdig und gut verpackt übermittelt werden. So sollen Schüler/-innen lernen, die KI zu hinterfragen und zu überprüfen, sie aber gleichzeitig als nützliches Hilfsmittel einzusetzen. Ebenfalls ist mittlerweile gängige Praxis bei Projekt- oder Maturaarbeiten den Einsatz von KI zu dokumentieren und als Quelle anzugeben. Dabei ist es Pflicht, das Programm und die gestellte Frage oder den Auftrag festzuhalten.
Position der SSbB
Der Vorstand der Starken Schule beider Basel (SSbB) begrüsst das Vorgehen des Kantons. So werden einerseits die Lehrpersonen unterstützt und es bestehen auch die nötigen Rahmenbedingungen, um Fehlhandhabungen zu sanktionieren. Der Vorstand erachtet es als besonders wichtig, dass junge Leute an den Gebrauch von KI herangeführt werden, sodass sie kein Feind darstellt, aber auch nicht blind darauf vertraut wird. Im Zentrum soll die Kompetenz stehen, die passenden Werkzeuge zum richtigen Zeitpunkt einzusetzen, sowie die Fähigkeit, erhaltene Informationen zu hinterfragen und gegebenenfalls zu überprüfen.
Lena Bubendorf
Vorstand Starke Schule beider Basel
