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Lehrpersonen befürworten neue Verteilung der Schulferien

Lehrpersonen befürworten neue Verteilung der Schulferien

Die beiden Basler Halbkantone haben sechs Varianten ausgearbeitet, wie die Schulferien künftig besser über das ganze Jahr verteilt werden könnten. Die Bildungs-, Kultur- und Sportdirektion (BKSD) hat uns eingeladen, unsere Position dazu mitzuteilen. Anlass genug, eine breit ausgelegte Umfrage bei Eltern und Lehrpersonen durchzuführen.

1’370 Personen nahmen teil, davon 86.4% Lehrpersonen aller Schulstufen der beiden Basler Halbkantone, 5.4% Eltern von schulpflichtigen Kindern und 8.2% andere Bildungsinteressierte. Die hohe Beteiligung zeigt ein enormes Interesse an diesem Thema. Von den teilnehmenden Lehrpersonen unterrichten 64.1% im Baselbiet, 34.4% im Stadtkanton und die restlichen 1.5% in anderen Kantonen.

Aktuelle Regelung und fünf neue Varianten im Überblick

Variante A «Aktuelle Regelung»: Zurzeit werden die Ferien wie folgt festgelegt: Die Fasnachts- und Frühlingsferien sind an Ostern gebunden und finden deshalb nicht jedes Jahr in den gleichen Kalenderwochen statt. Die Sommerferien sind immer in den Kalenderwochen 27 bis 32, die Herbstferien immer in den Kalenderwochen 40 und 41.

Variante B «Fixe Frühlingsferien»:  Die Frühlingsferien sind nicht mehr an Ostern gebunden, sondern finden immer in den Kalenderwochen 18 und 19 statt. Dadurch wird der Abstand zwischen den Fasnachts- und Frühlingsferien grösser (8 Schulwochen). Gleichzeitig wird die Schulzeit zwischen den Frühlings- und Sommerferien kürzer (nur noch 7 Wochen).

Variante C «Später beginnende Herbstferien»: Die Herbstferien finden eine Woche später statt, nämlich in den Kalenderwochen 41 und 42. So wird die Schulzeit zwischen den Herbst- und Weihnachtsferien kürzer (9 statt 10 Schulwochen).

Variante D «Kürzere Sommerferien, längere Herbstferien»: Die Sommerferien werden im August um eine Woche verkürzt. Sie dauern von Kalenderwoche 27 bis 31. Dafür werden die Herbstferien um eine Woche verlängert, nämlich in den Kalenderwochen 40 bis 42. So wird die Schulzeit zwischen den Sommer- und Herbstferien länger (8 statt nur 7 Wochen) und die Schulzeit zwischen den Herbst- und den Weihnachtsferien kürzer (9 statt nur 10 Wochen).

Variante E «Kombination: Fixe Frühlingsferien und später beginnende Herbstferien»: Diese Variante verbindet die Vorschläge B und C. Die Ferien sind damit besser über das Schuljahr verteilt. Die Frühlingsferien finden in den Kalenderwochen 18 und 19 statt und die Herbstferien in den Kalenderwochen 41 und 42.

Variante F «Kombination: Fixe Frühlingsferien, kürzere Sommerferien, längere Herbstferien»: Diese Variante verbindet die Vorschläge B und D: Die Frühlingsferien finden immer in den Kalenderwochen 18 und 19 statt. Die Sommerferien sind eine Woche kürzer und dauern von Kalenderwoche 27 bis 31. Dafür sind die Herbstferien eine Woche länger und liegen in den Kalenderwochen 40 bis 42. Dadurch wird der Abstand zwischen den Fasnachts- und Frühlingsferien grösser (8 Schulwochen). Gleichzeitig wird die Schulzeit zwischen den Frühlings- und Sommerferien kürzer (nur noch 7 Wochen). Der Abstand zwischen den Sommer- und Herbstferien länger (8 statt nur 7 Wochen) und die Schulzeit zwischen den Herbst- und den Weihnachtsferien kürzer (9 statt nur 10 Wochen).

Deutliche Mehrheit wünscht kürzere Sommer- und längere Herbstferien

Die Umfrageteilnehmenden wurden aufgefordert, von den sechs zur Auswahl stehenden Varianten die bevorzugte anzukreuzen. Dabei mussten sie sich auf eine Variante beschränken. Die Resultate sind eindeutig: Die beiden Varianten A (aktuelle Regelung) mit 23.8% und F mit 28.8% (spätere Frühlings-, kürzere Sommer- und längere Herbstferien) werden klar favorisiert.

Zahlreiche Rückmeldungen

Aufgrund der Umfrage hat die SSbB zwölf schriftliche Rückmeldungen per Mail erhalten, welche andere Varianten vorschlagen oder Anregungen bezüglich der oben aufgeführten Möglichkeiten äusserten. Der Grossteil dieser Rückmeldungen betont die immer heisseren Augusttage und schlägt vor, den Beginn der Sommerferien zu verschieben. Einzelne Stimmen hingegen plädieren für die zeitliche Beibehaltung der Sommer- und Herbstferien. Mit der jetzigen Regelung würde der Hitze im Juni und Juli schon bestmöglich ausgewichen und man könne die angenehmen Tage im Herbst in der Schule gut nutzen. Mit einer Verlängerung der Herbstferien ginge gute Unterrichtszeit verloren, so der Tenor einiger Rückmeldungen.

Lena Bubendorf
Vorstand Starke Schule beider Basel

Eine Antwort

  1. Wolfram Knäbich sagt:

    Die Umfrage erscheint mir in keiner Weise repräsentativ und sollte keinesfalls Grundlage irgendwelcher Entscheide werden. Sie spiegelt praktisch ausschliesslich die Meinungen von Lehrpersonen wieder, andere Bevölkerungsgruppen – insbesondere Eltern – sind nicht systematisch angesprochen worden; ich als Lehrer habe die Umfrage erhalten, meine Frau als Nicht-Lehrerin aber nicht. Wenn hier ein Anteil «Eltern» ausgewiesen wird, so wird damit suggeriert, dass auch Eltern sich in gleicher Weise hätten beteiligen können und ebenfalls gezielt angeschrieben worden wären, aber das war ja offensichtlich nicht der Fall. Die hier angeführten Eltern dürften wohl ausschliesslich Lehrpersonen sein, die für die Antwort die Elternrolle gewählt haben.
    Eine derartig weitreichende Frage verdient durchaus etwas grössere Seriösität in der Behandlung.

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