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Schwache Grundkompetenzen – BS hat angekündigten Bericht immer noch nicht veröffentlicht

Schwache Grundkompetenzen – BS hat angekündigten Bericht immer noch nicht veröffentlicht

Die Resultate der Überprüfung der Grundkompetenzen (ÜGK) 2024 waren für Basel-Stadt ernüchternd. Beim Lesen und in Mathematik erreichen weniger Schüler/-innen die Grundkompetenzen als im Durchschnitt der übrigen Kantone. Das Erziehungsdepartement sprach selber von Handlungsbedarf und kündigte verschiedene Massnahmen an. Drei Monate später stellt sich die Frage: Welche konkreten Schritte wurden seither tatsächlich unternommen?

Die Ergebnisse der ÜGK 2024 wurden am 21. Mai 2026 veröffentlicht. Das Erziehungsdepartement Basel-Stadt hält in seiner Medienmitteilung fest, dass Basel-Stadt beim Hörverstehen zwar ungefähr im Durchschnitt liegt, beim Lesen und in Mathematik jedoch schlechter abschneidet als der Durchschnitt der übrigen Kantone. Gleichzeitig anerkennt das Departement ausdrücklich, dass Handlungsbedarf besteht.[1]

Angekündigte Massnahmen müssen überprüfbar sein

Mit der Veröffentlichung der Resultate kündigte das Erziehungsdepartement an, die Ursachen vertieft zu analysieren und die Volksschule weiterzuentwickeln. Zudem verwies es auf ein Projekt zur Stärkung der Leseförderung sowie auf einen Bericht, der im Juni 2026 konkrete Vorschläge enthalten sollte.

Gerade weil das Departement selbst Verbesserungen in Aussicht stellte, ist es legitim, nachzufragen: Wurde der angekündigte Bericht veröffentlicht? Welche Empfehlungen daraus werden umgesetzt? Und bis wann sollen die angekündigten Massnahmen eine spürbare Verbesserung der Leistungen bewirken?

Diese und noch weitere Fragen wurden auf dreimalige Nachfrage der Starken Schule beider Basel beim Erziehungsdepartement ignoriert. Es wirkt so, als wurde dieser Bericht rein zur Beschwichtigung der Politik angekündigt, in der Hoffnung, dass ein halbes Jahr später niemand mehr an die nun fällige Veröffentlichung denkt.

Basel-Stadt steht in der Verantwortung

Die ÜGK dient nicht dazu, einzelne Schulen oder Lehrpersonen zu bewerten. Sie zeigt jedoch auf, wie gut das Bildungssystem insgesamt seinen Auftrag erfüllt. Wenn ein Kanton bei zentralen Grundkompetenzen unter dem Durchschnitt liegt und die zuständige Behörde selbst Handlungsbedarf anerkennt, darf die Öffentlichkeit erwarten, dass den Worten konkrete Taten folgen. Bildungspolitik muss sich letztlich an messbaren Verbesserungen für die Schüler/-innen orientieren und nicht an gut gemeinten Ankündigungen.

Lena Bucher
Vorstand Starke Schule beider Basel


[1] https://www.bs.ch/medienmitteilungen/ed/2026-uegk-ergebnisse-der-erhebung-2024-zeigen-handlungsbedarf

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