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News

 

Leserbrief

Französisch wird zum unbeliebtesten Fach

Ich bin überhaupt nicht erstaunt, dass Passepartout gescheitert ist. Ich hätte darauf wetten können. Vieles war völlig falsch angelegt. Was ich ausserordentlich bedaure: Nicht nur wurden die Lernziele nicht erreicht, sondern unzählig vielen Schülerinnen und Schülern wurde das Fach völlig vermiest. Man wollte mit diesem Lehrmittel vor allem die Fremdsprache Französisch beliebter machen, jedoch ist genau das Gegenteil passiert: Die Kinder beginnen zwar mit einer anfänglichen Begeisterung, stolz darauf eine Fremdsprache zu lernen. Nach kurzer Zeit wird das Französisch zum unbeliebtesten Fach degradiert. Und das hält sich leider sehr oft über die ganze restliche Schulzeit. Meist gelingt es weder den Lehrpersonen noch den Eltern, eine Motivation aufzubauen. Genau das ist das eigentliche Drama. Ich erlaube mir die Situation zu beurteilen, weil ich 34 Jahre in Baselstadt als Schulpsychologin gearbeitet habe und jetzt in meiner Praxis täglich Kinder sehe. Dazu habe ich das Französischdrama bei drei meiner Enkelkinder life miterlebt.

Elisabeth Deppeler-Schlegel, Kinder- und Jugendpsychologin FSP

 

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Stimmen Sie am 24. November
2 x Ja zu den Bildungsvorlagen

Der Landrat hat sowohl die Umsetzungsvorlage der Initiative der Starken Schule zum Ausstieg aus der Passepartout-Ideologie als auch den Gegenvorschlag zur zurückgezogenen Initiative betreffend niveaugetrennter Unterricht auf der Sekundarstufe 1 einstimmig zugestimmt. Die breite Unterstützung der von der Starken Schule iniziierten Anliegen ist erfreulich. Es geht um folgende zwei Anliegen:

 

Stopp dem Verheizen von Schüler/-innen: Ausstieg aus dem gescheiterten Passepartout-Fremdsprachenprojekt

Die nichtformulierte Volksinitiative, welche die Starke Schule im Oktober 2015 lancierte, verlangt den Ausstieg aus der Passepartout-Ideologie. Die untauglichen  Passepartout-Lehrmittel Mille feuilles, Clin d'oeil und New World sollen ersetzt werden, der Fremdsprachenunterricht soll wieder klar strukturiert, aufbauend und nach dem pädagogischen Grundprinzip «Die Schüler/-innen von einfachen zu schwierigen Anforderungen zu führen» erfolgen.

Die Starke Schule hat ihre Initiative bewusst unformuliert eingereicht, damit ein gewisser Spielraum bei der Umsetzung bleibt. Die Regierung hat nun in Zusammenarbeit mit den wichtigsten Bildungsplayern eine Umsetzungsvorlage ausgearbeitet, welche eine beschränkte Lehrmittelfreiheit enthält. Zudem wird im Bildungsgesetz festgeschrieben, dass der Wortschatz und die Grammatik in den beiden Fremdsprachen Französisch und Englisch aufbauend erfolgt. Stimmt das Volk am 24. November dem Begehren der Starken Schule zu, so kann neu jede Lehrperson aus einer Liste dasjenige Lehrmittel auswählen, mit welchem sie die Schüler/-innen am besten fördern kann. Faktisch bedeutet dies, dass die untauglichen Lehrmittel sehr schnell aus den Schulstuben verschwinden. Die Bildungsdirektion geht davon aus, dass bereits im kommenden Schuljahr eine deutliche Mehrheit der Lehrpersonen andere Lehrmittel einsetzen wird

Erfreulich ist, dass die Umsetzungsvorlage der unformulierten Initiative der Starke Schule breit unterstützt wird. Der Landrat hat einstimmig zugestimmt. Auch der Bildungsrat, die AKK und der LVB befürworten das Anliegen.

Die vorgeschlagene Lehrmittelfreiheit ist eine Forderung, welche die Starke Schule seit langer Zeit anstrebt. Erfreulich ist, dass die Lehrmittelfreiheit nicht nur für die Fremdsprachen Französisch und Englisch gelten soll, sondern für sämtliche Fächer der Primarstufe und der Sekundarstufe 1.

Am 24. November 2019 können die Stimmberechtigen im Kanton Basel-Landschaft über diese wichtige Vorlage abstimmen.

 

Niveaugetrennter Unterricht in den Promotionsfächern

Die formulierte Volksinitiative verlangt, dass der Unterricht auf der Sekundarstufe 1 in den Promotionsfächern in drei Leistungsniveaus A (allgemeines Niveau), E (erweitertes Niveau) und P (progymnasiales Niveau) getrennt erfolgt. Die Bildungsdirektion hat zu dieser Initiative der Starken Schule einen sinnvollen Gegenvorschlag ausgearbeitet, den die Starke Schule als pragmatische Kompromisslösung befürwortet.

Dieser unterscheidet die Schulfächer und deren Unterrichtsformen so, dass Pflichtfächer (Deutsch, Französisch, Mathematik, Englisch, Geografie, Geschichte, Physik, Chemie etc.) immer im Klassenverband und damit nicht durchmischt unterrichtet werden dürfen. Wahlpflichtfächer (Italienisch, Latein, MINT, Werken, Gestalten etc.) können in Ausnahmefällen in benachbarten Niveaus (A-E und E-P) gemischt unterrichtet werden.

Eine solche Ausnahmeregelung wäre, wenn durch die Durchmischung ein zusätzlicher Kurs zustande käme. Eine Ausnahme ist das Pflichtfach Sport, welches bereits heute niveaugemischt unterrichtet wird. Dies soll auch weiterhin ohne Einschränkung möglich sein.

Die Starke Schule befürwortet auch diese Vorlage (Gegenvorschlag zur zurückgezogenen Initiative) und empfiehlt den Stimmberechtigten am 24. November 2019 ein JA in die Urne zu legen.