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News

 

Leserbrief

Französisch wird zum unbeliebtesten Fach

Ich bin überhaupt nicht erstaunt, dass Passepartout gescheitert ist. Ich hätte darauf wetten können. Vieles war völlig falsch angelegt. Was ich ausserordentlich bedaure: Nicht nur wurden die Lernziele nicht erreicht, sondern unzählig vielen Schülerinnen und Schülern wurde das Fach völlig vermiest. Man wollte mit diesem Lehrmittel vor allem die Fremdsprache Französisch beliebter machen, jedoch ist genau das Gegenteil passiert: Die Kinder beginnen zwar mit einer anfänglichen Begeisterung, stolz darauf eine Fremdsprache zu lernen. Nach kurzer Zeit wird das Französisch zum unbeliebtesten Fach degradiert. Und das hält sich leider sehr oft über die ganze restliche Schulzeit. Meist gelingt es weder den Lehrpersonen noch den Eltern, eine Motivation aufzubauen. Genau das ist das eigentliche Drama. Ich erlaube mir die Situation zu beurteilen, weil ich 34 Jahre in Baselstadt als Schulpsychologin gearbeitet habe und jetzt in meiner Praxis täglich Kinder sehe. Dazu habe ich das Französischdrama bei drei meiner Enkelkinder life miterlebt.

Elisabeth Deppeler-Schlegel, Kinder- und Jugendpsychologin FSP

 

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Mai 19, 2019

LVB-Initiativen leider chancenlos

Die beiden Bildungsinitiativen des Lehrerinnen- und Lehrerverbandes LVB "Bildungsressourcen gerecht verteilen und für das Wesentliche einsetzen" und "Stopp dem Abbau an den öffentlichen Schulen" wurden vom Stimmvolk leider deutlich abgelehnt.

Der Ja-Stimmenanteil beträgt 27.9% resp. 30.1%. Das deutliche Ergebnis ist bedauerlich. Damit wurde die Chance verpasst, künftige Sparmassnahmen an den Volksschulen (Primarstufe und Sekundarstufe 1) zu erschweren.

Überraschend kam dieses Ergebnis nicht. Der Geschäftsleitung des Lehrerinnen- und Lehrerverbandes (LVB) ist es nicht gelungen, die Kräfte frühzeitig zu bündeln und eine breite Koalition für die Initiativen zu bilden. Ausschlaggebend war ebenfalls, dass die beiden Initiativen technisch und schwer verständlich formuliert waren. Es handelte sich zudem um "formulierte" Initiativen, welche wenig Spielraum für Verhandlungen offen liessen und so auch keine Kompromisslösungen angestrebt wurde.

Sämtliche grossen Parteien (SP, SVP und FDP) und viele kleinere Parteien (Grüne, CVP) und Organisationen (vpod, Handelskammer) lehnten beide Bildungsinitiativen ab. Der LVB stand von Beginn an auf verlorenem Posten. Unterstützt wurden die LVB-Initiativen lediglich von der Allschwiler Volkspartei, den Grünen-Unabhängigen und der Starken Schule beider Basel, sowie der EVP BL, die allerdings nur bei der 2. Initiative die klare Ja-Parole herausgegeben und sich bei der 1. Initiative enthalten hat.