Starke Schule beider Basel (SSbB)

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Mitgliederversammlung findet nicht statt

Aufgrund der hohen Corona - Zahlen wird die Mitgliederversammlung diesen November NICHT durchgeführt. Die Mitgliederversammlung im März wird sicher stattfinden, gegebenenfalls über Zoom.
 

News

  • Sonntag, November 21, 2021

    Coaching-Angebote für Übergang in die Berufswelt

    Bewerbungsgespräche sind für viele Jugendliche etwas Schwieriges. Es ist auch nicht leicht diese zu üben und viele Chancen hat ein/-e Schulabgänger/-in nicht. Um diese Herausforderung zu bestehen, sollen neu Coaches den Jugendlichen helfen. (lh)

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  • Samstag, November 20, 2021

    Massnahmen zur Beruhigung der integrativen Schule BS

    Der Regierungsrat des Kantons Basel-Stadt anerkennt die Notwendigkeit betreffend Massnahmen zur Integration von Schüler/-innen mit Verhaltensauffälligkeiten und/oder Lernschwächen. Als Reaktion auf den parlamentarischen Vorstoss «Evaluation und Beruhigung der integrativen Schule» wurde nun ein Massnahmenpaket erarbeitet. (ai)

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  • Dienstag, November 16, 2021

    Ausbau von Tagesstrukturen auf Primar- und Sekundarstufe in Basel

    Der Grosse Rat hat mit 91:1 Stimmen klar dem Antrag der Regierung zum Ausbau der Tagesstrukturen auf der Primarstufe und an den Sekundarschulen in Basel-Stadt zugestimmt. (so)

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  • Sonntag, November 14, 2021

    Prüfungsfreier Zugang an der bernischen pädagogischen Hochschule

    Die pädagogische Hochschule (PH) in Bern soll man zukünftig ohne Prüfung besuchen können, sofern man eine Berufsmatur hat. Die Mehrheit der Bildungskommission des bernischen Grossen Rates denkt, mit dieser vereinfachten Aufnahmemöglichkeit den akut bestehenden Lehrpersonenmangel ausglichen zu können. (lb)

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  • Samstag, November 13, 2021

    Berufe haben (k)ein Geschlecht

    Am 11. November 2021 fand im Kanton Basel-Landschaft der alljährliche «Gendertag – Zukunftstag für Mädchen und Jungs» statt. Sind Frauenberufe auch Männerberufe – oder umgekehrt? Mit dieser und weiteren Fragen sollten sich die Teilnehmenden auseinandersetzen. Das Ziel dieses besonderen Tages war es, den Jugendlichen zu zeigen, dass ihre Berufswahl von ihren Fähigkeiten und Interessen und nicht von ihrem Geschlecht abhängen sollte. (lb)

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Leserbrief

Staatspersonal soll nur 0.05 % Teuerung erhalten

Mit Erstaunen habe ich in der Donnerstagsausgabe der Basellandschftlichen Zeitung vom 28.10.2021 gelesen, dass die Regierung des Kantons Basellandschaft ihrem Personal nur 0.05 % Teuerung für das Jahr 2022 gewähren will. Ein absoluter Hohn und an Zynismus kaum zu übertreffen.

Gemäss Prof. Dr. Jan-Egbert Sturm von der KOF Konjunkturforschungsstelle in Zürich beträgt die Inflation in diesem Jahr in der Schweiz 0.9%, weil Energie- und Rohstoffpreise auf der ganzen Welt anziehen. Den Angestellten im Kanton bleibt somit fürs kommende Jahr weniger Geld im Portmonnaie.

Wäre es nicht angebracht, jetzt ein Zeichen der Wertschätzung zu setzen und den Angestellten im öffentlichen Dienst eine Teuerung von 1.0 % zu gewähren?

In verschiedenen Dienstleistungsbereichen wird seit dem Ausbruch des Coronaviruses Unglaubliches geleistet. Das Pflegepersonal in den Spitälern arbeitet am Limit, um Menschenleben zu retten. Das Lehrpersonal ist dafür besorgt, dass auch jene Schüler/-innen, die an Corona erkrankt sind, von zu Hause aus den Schulstoff bewältigen können. Diesen zusätzlichen Mehraufwand für Lehrpersonen wird als selbstverständlich angesehen und wird vom Arbeitgeber nicht abgegolten.

Es ist zu hoffen, dass der Landrat diesen regierungsrätlichen Entscheid korrigiert und ihrem Personal eine angemessene Teuerung fürs 2022 bezahlt. Pekuniäre Abgeltung ist nicht die einzige Komponente, die einen Arbeitsplatz attraktiv gestaltet, aber sie kann ein positives Signal der Anerkennung für geleistete Zusatzarbeit für die Arbeitnehmenden in diesem Kanton aussenden.

Claudio Perin
 

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03.07.2021

Promotionssystem an den Sekundarschulen

Aufgrund der bestehenden Problematik, dass Schüler/-innen der Sekundarstufe 1 trotz Beförderung die Bedingungen für eine weiterführende Schule nicht erfüllen und auch keine adäquate Lehrstelle finden, hat die Starke Schule beider Basel (SSbB) eine breit angelegte Umfrage zum Thema Promotionssystem an den Sekundarschulen durchgeführt: Eine sehr grosse Mehrheit sieht einen klaren Handlungsbedarf. Viele fundierte Rückmeldungen mit Argumenten zeigen, dass unterschiedliche Lösungsansätze möglich sind. An der Umfrage haben 341 Lehrpersonen teilgenommen.

Am Ende der 1. Sekundarklasse werden viele Schüler/-innen trotz ungenügenden Leistungen in wichtigen Kernfächern (z.B. Mathematik, Deutsch) befördert, weil sie diese durch Fächer aus dem Bereich Phil. 3 (z.B. Werken, Musik, Sport) kompensieren können. Die Schüler/-innen fühlen sich in einer trügerischen Sicherheit und haben in der dritten Sekundarklasse Schwierigkeiten, die Übertrittskriterien für eine weiterführende Schule (FMS, WMS, Gymnasium) zu erfüllen. Sie finden teilweise auch keine Lehrstelle, weil viele Lehrstellenbetriebe insbesondere in den Fächern Deutsch, Mathematik und teilweise auch in Englisch gute Leistungen für die Vergabe einer Lehrstelle verlangen.

Die SSbB hat folgendes Modell 1 des Promotionssystem an den Sekundarschulen vorgeschlagen (vgl. Artikel vom 21.06.2021): Um befördert zu werden, soll neu in allen drei Bereichen Phil. 1, Phil. 2 und Phil. 3 je ein genügender Notenschnitt erreicht werden. Eine ungenügende Note in einem Fach könnte damit nur durch Fächer des gleichen Bereichs kompensiert werden. Zu diesem Vorschlag wurde die Meinung der Lehrpersonen eingeholt, die diesen mit «sehr gut», «gut», «ok» und «gefällt mir gar nicht» bewerten konnten. Im Anschluss konnte die gemachte Angabe in einem freien Textfeld begründet werden. Mit 56.9% beurteilen ihn eine Mehrheit als «sehr gut» oder «gut», 16.3% finden ihn «ok» und 26.9% gefällt der Vorschlag gar nicht (siehe Grafik).

Die Möglichkeit, eine schriftliche Begründung der gegebenen Antwort einzureichen, haben zahlreiche Umfrageteilnehmer/-innen genutzt: Auffallend ist, dass praktisch alle die genannte Problematik erkennen, jedoch viele unterschiedliche Lösungsansätze bestehen. Am von der SSbB vorgeschlagenen Modell 1 wird insbesondere kritisiert, dass einseitig (un-)begabte Schüler/-innen mit der Trennung aller drei Bereiche Phil. 1, Phil. 2 und Phil. 3 keine Kompensationsmöglichkeiten mehr haben. Aufgrund dessen werden im Folgenden drei weitere Modelle (Nr. 2, 3 und 4) des Promotionssystems erläutert, welche in den Rückmeldungen am häufigsten angegeben wurden.

Modell 2
Die Fächer von Phil. 1 und Phil. 2 werden in einem Bereich zusammengefasst und ungenügende Noten können innerhalb dieses neuen Bereichs kompensiert werden. Eine Kompensation mit Fächern aus dem Bereich Phil. 3 ist jedoch nicht möglich. Sprachliche Schwächen können also mit Stärken in den naturwissenschaftlichen Fächern ausgeglichen werden und umgekehrt.

Modell 3
Das Modell 3 ist inhaltlich identisch wie Modell 2, allerdings soll es nur für die beiden Leistungsniveaus E und P gelten. Im Niveau A hingegen wird das aktuelle System belassen, da für diese Schüler/-innen die musischen, respektive handwerklichen Fächer des Bereichs Phil. 3 ebenfalls, wie Deutsch und Mathematik, bei der Suche nach einer Lehrstelle eine wichtige Rolle spielen und so viele Remotionen im A-Niveau vermieden werden können. Als Folge dessen werden im Vergleich zu den Leistungsniveaus E und P die Phil. 3-Fächer für das Niveau A wesentlich gestärkt.

Modell 4
Alle Fächer können wie bisher miteinander kompensiert und ausgeglichen werden, wobei neu die Kernfächer Deutsch und Mathematik in den beiden Leistungsniveaus E und P doppelt zählen. Das heisst: Eine ungenügende Note z.B. in Deutsch zählt als zwei ungenügende Noten, die beide gemäss bisheriger Regelung je doppelt kompensiert werden müssen. Damit werden diese beiden Kernfächer stärker gewichtet als dies heute der Fall ist. Grund dafür ist, dass diese zwei Fächer für jegliche weitere Ausbildungen und Schulen von grosser Wichtigkeit sind und grundlegende Fähigkeiten diesbezüglich praktisch überall verlangt werden.

Damit sich die SSbB ein Bild darüber machen kann, wie die Lehrpersonen die verschiedenen Modelle einschätzen, freuen wir uns über eine Rückmeldung via Mail (starke.schule.beider.basel@gmx.ch). Eingereichte Stellungnahmen zum vorgeschlagenen Modell 1 der SSbB finden Sie hier.

Alina Isler
Vorstand Starke Schule beider Basel