Starke Schule beider Basel (SSbB)

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News

  • Dienstag, Juli 16, 2024

    Handyverbot im Klassenzimmer

    In Italien sind Handys in den Klassenzimmern seit einem Erlass von Ministerpräsidentin Giorgia Meloni verboten. Dies soll der Erhöhung der Unterrichtsqualität führen. Zudem müssen trotz Benutzung von Tablets und Laptops die Aufgaben in einer analogen Agenda eingetragen werden. Ob eine solche Regelung den gewünschten Zweck erfüllt ist umstritten. (lb)

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  • Dienstag, Juni 18, 2024

    Lernbegleitung für EBA Lehrlinge

    Es gibt viele Lehrlinge, die unter Geldproblemen, Lernbehinderungen oder Problemen am Arbeitsplatz leiden. Die Lehrlinge, die zurzeit eine zweijährige berufliche Grundbildung mit Eidgenössischem Berufsattest (EBA) absolvieren, haben die Möglichkeit bei Bedarf auf eine fachkundige individuelle Begleitung (fiB) zurückzugreifen. (ch)

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  • Samstag, Juni 15, 2024

    Zentrum für Frühförderung in Baselstadt stark ausgelastet

    Am Zentrum für Frühforderung (ZFF) werden Kinder von Null bis vier Jahren in der Logopädie und Heilpädagogik unterstütz. Viele Kindergärtner/-innen haben heutzutage schon mit vier Jahren Bildungslücken aufgrund von Armut, engen Wohnverhältnissen oder psychischem Leiden der Eltern. (ch)

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  • Mittwoch, Mai 29, 2024

    Studierendenzahlen der Pädagogischen Hochschulen steigen

    In Zeiten des grossen Lehrpersonenmangels sind dies erfreuliche Nachrichten: Mehrere Pädagogische Hochschulen der Schweiz melden, dass im Vergleich zum Vorjahr mehr Personen die Ausbildung zur Lehrperson in Angriff nehmen. Da schlussendlich aber nicht alle im Klassenzimmer stehen und unterrichten, bleibt die Situation in den Schulen nach wie vor angespannt. (ai)

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  • Sonntag, Mai 19, 2024

    Hygienekits an öffentlichen Schulen

    Im September 2021 reichte Landrätin Miriam Locher ein Postulat ein für eine kostenlose und niederschwellige Abgabe von Hygieneartikel an öffentlichen Schulen. Die jetzige Regelung, dass Tampons und Binden nur auf Anfrage bei der Lehrperson oder beim Sekretariat herausgegeben werden, wenn die Produkte überhaupt vorhanden sind, ist ungenügend. (ch)

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  • Samstag, Mai 18, 2024

    Massnahme gegen heisse Klassenzimmer

    Im Sommer kommt es oft vor, dass Klassenzimmer so heiss werden, dass die Schüler/-innen dem Unterricht kaum mehr folgen können. Die Ergebnisse einer Studie im letzten Jahr im Baselbiet sind erschreckend: Temperaturen von bis zu 42 Grad Celsius wurden gemessen. Da eine Klimatisierung in öffentlichen Gebäuden (z.B. Schulhäuser) verboten ist, fordert nun ein Vorstoss von Landrat Jan Kirchmayr, dass anderen Massnahmen ergriffen werden. (ch)

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10.12.2023

Mit Ritalin Schüler/-innen ruhigstellen

«Schule geben» ist anspruchsvoll. Gerade der Umgang mit unruhigen Schüler/-innen, die den Unterricht häufig bis durchgehend stören, ist eine grosse Herausforderung. Deswegen werden viele dieser Schüler/-innen mit Ritalin medikamentös behandelt.

Ritalin ist ein Arzneistoff, der hauptsächlich zur Behandlung der Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) eingesetzt wird. Es soll also die Konzentrationsfähigkeit verbessern und damit beruhigend wirken. Denn dieser Störung fehlt der Botenstoff Dopamin, welcher unter anderem dazu dient, unwichtige und wichtige Dinge voneinander zu unterscheiden, weswegen es oft zu einer Reizüberflutung und folglich zu Unruhe bei der betroffenen Person kommt.

Ritalin ermöglicht vielen Jugendlichen eine Integration in Regelklassen

Bei massiver Störung im Unterricht oder auch sonstiger auffälliger Konzentrationsschwierigkeit wird deshalb in den Schulen seit vielen Jahren zum Mittel Ritalin gegriffen. Der Vorteil von Ritalin ist, dass die Symptome unterdrückt werden und die Schüler/-innen somit mehrheitlich normal am Unterricht in einer Regelklasse teilnehmen können. So wird der Unterricht nicht oder nur wenig gestört, was zu einer Entlastung der Lehrpersonen und der Mitschüler/-innen führt.

Neuenburg und Baselland sind Spitzenreiter in der Abgabe von Ritalin

Schweizweit gibt es zwischen den einzelnen Kantonen grosse Unterschiede, was die Anzahl durchschnittlicher Tagesdosen von ADHS-Medikamenten pro 1’000 Kinder zwischen 6 und 18 Jahren betrifft. Der deutliche Spitzenreiter ist Neuenburg mit 29.7 Tagesdosen, gefolgt vom Kanton Basel-Landschaft mit 17.5 Tagesdosen. An letzter Stelle steht der Kanton Tessin mit nur rund drei Tagesdosen.

Wieso diese Unterschiede so gross sind, ist schwierig zu ermitteln. Einerseits ist es wichtig, dass Jugendliche vor einer Verschreibung von Ritalin fundiert auf ADHS abgeklärt werden. Andererseits müssen die Symptome ernst genommen werden. Es stellt sich also die Frage, ob in Neuenburg oder Baselland voreilige Diagnosen und Verschreibungen des Medikaments Ritalin gemacht werden oder in Kantonen mit weniger Ritalinabgaben nur weniger genau untersucht und therapiert wird.

Doppelt so viele Knaben wie Mädchen erhalten Ritalin

Die Unterschied der ADHS-Behandlungsrate bei Mädchen und bei Knaben ist signifikant:  Durchschnittlich sind etwa zwei Drittel der behandelten ADHS-Fälle Knaben. Bei Mädchen tritt die typischen ADHS-Symptomatik weniger häufig und weniger stark auf, was dazu führt, dass weniger untersucht wird.

Ein ruhiger und zielführender Unterricht muss ermöglicht werden

Jede Schülerin und jeder Schüler im Klassenverbund hat das Recht auf einen konzentrierten, qualitativ hochstehenden Unterricht. Um dies zu erreichen, müssen adäquate Massnahmen ergriffen werden. Darin sind sich Lehrpersonen und Erziehungsberechtigte einig. Eine medikamentöse Behandlung mit Ritalin ist nur eine von mehreren Möglichkeiten. Ob es auch die beste ist, muss in jedem einzelnen Fall abgeklärt werden.

Lena Bubendorf
Vorstand Starke Schule beider Basel