Starke Schule beider Basel (SSbB)

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Pressespiegel

Coach, Mentor oder Leitperson?

Während die Stoffvermittlung früher mittels "Zucht und Disziplin" erfolgte, lässt dies der viel individualisiertere Unterricht von heute nicht mehr zu. Lehrpersonen begleiten die Schüler-/innen und scheinen eher ein Coach oder Mentor zu sein. Was dies für Vor- und Nachteile birgt, können Sie im folgenden Artikel lesen. Lesen Sie den Artikel hier.

[Quelle: NZZ vom 17.01.2022, Foto: Christian Beutler/Keystone]

 

News

  • Dienstag, Januar 18, 2022

    Durch die Pandemie weniger Abschlüsse

    In Basel-Stadt haben ein Siebtel der jungen Erwachsenen keinen Abschluss vorzuweisen. (so)

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  • Samstag, Januar 15, 2022

    Auch Basel-Stadt ergänzt die Lehrmittelliste

    Nachdem der Landkanton seine Lehrmittelliste bereits mit neuen Büchern ergänzt hat, zieht auch der Kanton Basel-Stadt nach: 9 fakultative oder alternativ-obligatorische Lehrmittel können ab dem Schuljahr 2022/23 eingesetzt werden. Die regelmässigen Anpassungen der Liste sind erfreulich. (ai)

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  • Donnerstag, Januar 13, 2022

    Erfolgreiches "Breites Testen" in Baselland

    Die Kritik der Impf- und Testgegner/-innen in der ganzen Schweiz ist unüberhörbar. Fakt bleibt: Das "Breite Testen" hilft, die Omikon-Variante des Coronavirus einzudämmen. In zahlreichen Schulen werden Schüler/-innen positiv getestet, obwohl sie keine Symptome haben. (jw)

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  • Sonntag, Januar 09, 2022

    Webseite der SSbB gut besucht

    Im Vergangenen Jahr konnte die Webseite der Starken Schule beider Basel (SSbB) einen starken Zuwachs verzeichnen. 15'234 verschiedene Nutzer/-innen haben im Jahr 2021 mindestens einmal unsere Webseite besucht. Dies entspricht einer Zunahme von 76.3% im Vergleich zum Vorjahr 2020. (ai)

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  • Dienstag, Januar 04, 2022

    Mehr Praxisbezug für angehende Lehrpersonen

    Die im April 2021 von Klaus Kirchmayr (Landrat Grüne) eingereichte Motion mit dem Titel "Praxisbezug im Lehrkörper der FHNW" soll als Postulat an die Bildungsdirektion überwiesen werden. (so)

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Leserbrief

Staatspersonal soll nur 0.05 % Teuerung erhalten

Mit Erstaunen habe ich in der Donnerstagsausgabe der Basellandschftlichen Zeitung vom 28.10.2021 gelesen, dass die Regierung des Kantons Basellandschaft ihrem Personal nur 0.05 % Teuerung für das Jahr 2022 gewähren will. Ein absoluter Hohn und an Zynismus kaum zu übertreffen.

Gemäss Prof. Dr. Jan-Egbert Sturm von der KOF Konjunkturforschungsstelle in Zürich beträgt die Inflation in diesem Jahr in der Schweiz 0.9%, weil Energie- und Rohstoffpreise auf der ganzen Welt anziehen. Den Angestellten im Kanton bleibt somit fürs kommende Jahr weniger Geld im Portmonnaie.

Wäre es nicht angebracht, jetzt ein Zeichen der Wertschätzung zu setzen und den Angestellten im öffentlichen Dienst eine Teuerung von 1.0 % zu gewähren?

In verschiedenen Dienstleistungsbereichen wird seit dem Ausbruch des Coronaviruses Unglaubliches geleistet. Das Pflegepersonal in den Spitälern arbeitet am Limit, um Menschenleben zu retten. Das Lehrpersonal ist dafür besorgt, dass auch jene Schüler/-innen, die an Corona erkrankt sind, von zu Hause aus den Schulstoff bewältigen können. Diesen zusätzlichen Mehraufwand für Lehrpersonen wird als selbstverständlich angesehen und wird vom Arbeitgeber nicht abgegolten.

Es ist zu hoffen, dass der Landrat diesen regierungsrätlichen Entscheid korrigiert und ihrem Personal eine angemessene Teuerung fürs 2022 bezahlt. Pekuniäre Abgeltung ist nicht die einzige Komponente, die einen Arbeitsplatz attraktiv gestaltet, aber sie kann ein positives Signal der Anerkennung für geleistete Zusatzarbeit für die Arbeitnehmenden in diesem Kanton aussenden.

Claudio Perin
 

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03.06.2021

Erneute Zwangsverschiebungen in Baselland

In verschiedenen Baselbieter Gemeinden werden für das kommende Jahr erneut Zwangsverschiebungen vorgenommen. Zahlreiche Familien erhielten vom Amt für Volksschulen (AVS) eine entsprechende Verfügung mit der Ankündigung, dass ihr Kind die Sekundarschule an einem weiter entfernt liegenden Schulstandort besuchen müsse. Dagegen erhebt sich breiter Widerstand.

Die Ankündigung von Zwangsverschiebungen sind auch für das AVS unangenehm, Proteste mit Briefen und Missfallsbekundungen sind zahlreich. Einige erheben Einsprache, auch wenn die Chancen klein sind, die Zwangsverschiebungen damit zu verhindern. Durch diese Verschiebungen sollen Klassen bis zur maximalen Obergrenze aufgefüllt werden, um aus Kostengründen möglichst wenige Klassen bilden zu müssen. Die Gesamtkosten einer zusätzlichen Sekundarschulklasse beträgt jährlich 250'000 Franken.

Aesch und Muttenz trifft es besonders hart

In der Gemeinde Aesch werden ab Sommer 2021 sechs Sekundarschüler/-innen des Niveau P in Reinach und acht des Niveau E in Münchenstein in die Schule gehen. Die betroffenen Eltern sowie der Gemeinderat wehren sich vehement gegen die angekündigten Zwangszuweisungen und fordern das AVS dazu auf, eine Lösung für eine Verbesserung dieser unbefriedigenden Situation zu suchen. Dasselbe Problem besteht auch in Muttenz: Eine zweistellige Anzahl Schüler/-innen werden nach Birsfelden verschoben. Ebenso müssen auch Schüler/-innen von anderen Gemeinden die Sekundarschule in Allschwil absolvieren. 

Insgesamt werden ab Sommer 2021 80 Schüler/-innen in eine andere Schule eingeteilt. Über die Hälfte aller Zuweisungen, insgesamt 57 Stück, sind Schüler/-innen, welche freiwillig einen anderen Schulstandort besuchen möchten. Auf der abgebildeten Grafik sind alle vorgenommenen Verschiebungen des Schuljahres 2021/22 im Kanton Basel-Landschaft abgebildet.

Zwangsverschiebungen bringen pädagogische Nachteile

Die Starke Schule beider Basel (SSbB) lehnt Zwangsverschiebungen als Sparmassnahme ab. Sekundarschüler/-innen sollen die nächst gelegene Sekundarschule besuchen dürfen. Wird dies nicht ermöglicht, so ist der Wechsel in eine weiter entferne Schule immer mit einem teilweise deutlich längeren Schulweg verbunden. Dies führt häufig dazu, dass die betroffenen Kinder über Mittag nicht mehr nach Hause können und sie auswärts essen müssen, was wiederum mit Mehrkosten für die externe Verpflegung verbunden ist. Auch geht damit das für viele Familien wichtige gemeinsame Mittagessen und auch ein Stück Familienleben verloren. Genau deshalb gibt es zahlreiche Familien, die ihren Wohnort bewusst so wählen, dass sich Angebote des täglichen Bedarfs, ÖV-Anschlüsse sowie Schulen und Freizeitangebote in Gehnähe befinden. Müssen die Kinder nun eine Schule einer weiter entfernten Gemeinde besuchen, fällt ein Stück Lebensqualität weg.

Auch aus pädagogischer Sicht geben Zwangsverschiebungen keinen Sinn: Schon lange ist klar, dass Schüler/-innen die vorgegebenen Lernziele besser erreichen, je kleiner die Schulklassen sind. Zurzeit werden zudem bereits im Voraus die Klassenhöchstzahlen so ausgereizt, dass keine Plätze mehr freibleiben für Schüler/-innen, die aufgrund eines Niveauwechsels oder einer Repetition in eine andere Klasse eingeteilt werden. Immer häufiger kommt es in solchen Fällen zu einer Überschreitung der maximalen Klassengrössen.

Die Schule ist zudem einer der wichtigsten Bereiche, um Freundschaften im Kindes- und Jugendalter zu knüpfen. Bereits der Übertritt von der Primar- in die Sekundarschule bereitet vielen Schüler/-innen Sorgen und Ängste. Im Normalfall helfen dabei die bereits bekannten Gspänli, die mit ihnen den Wechsel in die neue Schulumgebung durchmachen. Fällt dieser Aspekt weg und werden die Kinder aus ihrem sozialen Umfeld rausgerissen, fällt der Übertritt noch schwerer.

Alina Isler
Vorstand Starke Schule beider Basel