Starke Schule beider Basel (SSbB)

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Inputs zum Beförderungssystem

Lesen Sie hier: Mehrere Rückmeldungen zum Promotionssystem der Sekundarschulen.
 

News

  • Donnerstag, Juli 29, 2021

    Umstrukturierung an den Schweizer Gymnasien

    Mit den Änderungen der letzten Jahre im Bildungssystem soll nun auch an den Gymnasien eine Reformen eingeführt werden. Die Gymnasien weiter entwickelt werden, um die Qualität der Maturität und den prüfungsfreien Zugang zur Universität auch weiterhin sicherzustellen. Im Zentrum stehen der Rahmenlehrplan der Schweizerischen Konferenz der Erziehungdirektoren (EDK) und die gemeinsamen Anerkennungsvorgaben von Bund und Kantonen (MAR/MAV). (so)

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  • Montag, Juli 19, 2021

    Kein Leistungslohn in Basel-Stadt

    Während im Kanton Basel-Landschaft ein lohnrelevantes Mitarbeitergespräch (MAG) für Staatsangestellte eingeführt wurde, hat das baselstädtische Erziehungsdepartement in einer Medienmitteilung darauf hingewiesen, dass die MAGs an Basler Schulen auch künftig nicht lohnrelevant sein werden. (so)

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  • Montag, Juli 19, 2021

    Facts zu Lernenden im Jahr 2020/21

    Im Schnitt verläuft die Bildungslaufbahn von Mädchen geradliniger als die von Knaben. (so)

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Medienmitteilung

Das Aus von «Mille feuilles»,
«Clin d’oeil» und «New World»

Die Umsetzungsvorlage der Initiative «Stopp dem Verheizen von Schüler/-innen: Ausstieg aus dem gescheiterten Passepartout-Fremdsprachenprojekt» wurde vom Stimmvolk mit 84.8% Ja-Stimmen wuchtig angenommen. Die Starke Schule beider Basel freut sich über dieses beeindruckend klare Ergebnis, welches in dieser Deutlichkeit nicht erwartet wurde.

Der Bildungsrat ist in der Pflicht

Das bemerkenswert klare Ergebnis lässt keinen Deutungsspielraum zu: Die Bevölkerung will eine Lehrmittelfreiheit, welche es den Lehrpersonen ermöglicht, die untauglichen Passepartout-Lehrmittel samt der ihnen zugrundeliegenden «Didaktik der Mehrsprachigkeit» zu ersetzen. Gefordert sind strukturierte und bewährte Lehrmittel mit einem alltagsgebräuchlichen Wortschatz, die den Schulkindern statt Frust und Demotivation endlich wieder einen nachhaltigen und motivierenden Fremdsprachenunterricht bringen. Der Bildungsrat ist nun in der Pflicht, den Willen der Stimmbürger/-innen schnell umzusetzen und noch vor Jahresende die von Fachexperten/-innen bereits evaluierten und empfohlenen neuen Lehrmittel zu beschliessen, so dass diese wie geplant ab dem kommenden Schuljahr 2020/21 auf beiden Schulstufen (Primar und Sek. 1) eingesetzt werden können und damit den Lehrpersonen eine echte Auswahl und Vielfalt zur Verfügung stehen.

Lernziele konnten mit den Passepartout-Lehrmitteln nicht erreicht werden

Das überaus klare und richtige Verdikt ist eine logische Folge der fundierten Analyse des Institutes für Mehrsprachigkeit (IfM) der Universität Fribourg, welches die Lernerfolge von 4'400 Schüler/-innen aus allen sechs Passepartout-Kantonen am Ende der Primarschulzeit untersucht hat und zum unmissverständlichen Ergebnis kam: Mit «Mille feuilles» erreicht eine Mehrheit der Schüler/-innen die Lernziele nicht. Und noch bedenklicher: Mit «Mille feuilles» kann der Lehrplan gar nicht erfüllt werden.

Das Ende der Ära „Mille feuilles“, «Clin d’oeil» und «New World»

Das heutige Abstimmungsresultat läutet das Ende einer langen Durststrecke im Fremdsprachenunterricht ein. Mit einem Schlag werden sehr viele Lehrpersonen auf andere, zielführende Lehrmittel wechseln. Diejenigen Lehrpersonen, welche weiterhin die Passepartout-Lehrmittel einsetzen, werden zunehmend unter Druck geraten, wenn viele ihrer Schützlinge die Lernziele nicht erreichen. Wir gehen davon aus, dass innert kurzer Zeit selbst die meisten der heutigen Passepartout-Verfechter/-innen freiwillig auf bewährte Lehrmittel wechseln werden, damit ihre Abgänger/-innen in den Anschlussschulen bestehen können. Damit werden „Mille feuilles“, «Clin d’oeil» und «New World» in wenigen Jahren aus den Schulzimmern weitgehend verschwunden sein.

Die Starke Schule begrüsst diese Gesetzesänderung gerade deshalb, weil damit im Bildungsgesetz auf ein explizites Verbot von Passepartout-Lehrmitteln verzichtet werden kann, und das Ziel dennoch erreicht wird, dass die untauglichen Passepartout-Lehrmittel von der Bildfläche verschwinden.

Zwei Fliegen auf einen Schlag

Die heute vom Volk beschlossene Änderung des Bildungsgesetzes gibt den Lehrpersonen nicht nur eine geleitete Lehrmittelfreiheit in den beiden Fremdsprachen Französisch und Englisch, sondern in allen Fächern. Damit geht die Umsetzungsvorlage erfreulicherweise sogar deutlich weiter als dies die Starke Schule mit ihrer unformulierten Initiative ursprünglich anstrebte. In den vergangenen Jahren sind in zahlreichen Fächern teure Einweglehrmittel eingeführt worden, an denen die Lehrmittelverlage viel Geld verdienen und die überwiegend auf den rund 3'500 Kompetenzbeschreibungen des Lehrplans 21 aufgebaut sind. So etwa das Mathematik-Lehrmittel «mathbu» oder das Italienischbuch «parla con me». Das Abstimmungsergebnis ermöglicht nun den Lehrpersonen, auch in diesen Fächern andere Lehrmittel zu evaluieren und einzusetzen. Damit rücken die exzessiven und gigantisch vielen Kompetenzbeschreibungen noch stärker in den Hintergrund.

Die Starke Schule beider Basel dankt Regierungsrätin Monica Gschwind für die ausgezeichnete Zusammenarbeit betreffend der Umsetzung unserer Initiative.