Starke Schule beider Basel (SSbB)

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Die Zerrissenheit
der SP-Bildungspolitik

Lesenswerte Reaktion von Felix Hoffmann auf einen Leserbrief von Gemeinde- und Landrat Andreas Bammatter (SP). Felix Hoffmann analysiert die Zerrissenheit der SP-Bildungspolitik. Hier den Artikel lesen.
 

News

  • Sonntag, April 18, 2021

    Matura soll überarbeitet werden

    Eine Expertengruppe, welche in den letzten Monaten eine Reform der Matura ausgearbeitet hat, möchte neue und mehr Grundlagenfächer sowie Vertiefungen in die 4-jährige Schulzeit des Gymnasiums einbauen.

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  • Donnerstag, April 15, 2021

    Primarschulweg verlängert sich auf 40 Minuten

    Ohne jegliche Vorwarnung oder Anhörung wurden die Erziehungsberechtigten einer 3. Primarschulklasse in Binningen im März 2021 darüber informiert, dass ihre Kinder künftig die Schule am anderen Ende des Dorfes besuchen müssen. Die Eltern wehren sich und reichen beim Baselbieter Regierungsrat Beschwerde ein.

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  • Donnerstag, April 08, 2021

    Erhöhte Radonwerte in Schulgebäuden

    Nachdem Landrätin Rahel Bänziger (Grüne Baselland) aufgrund von überstiegenen Radon-Grenzwerten in kantonseigenen Schulgebäuden eine Motion im Landrat einreichte, wurde mittels juristischen Gutachtens herausgefunden, dass eine gesetzliche Grundlage für die Veröffentlichung der genauen Messwerte fehlt.

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Schnitzelbank

Dr Lehrplan Blues

D’Basler Fasnacht fäält halt scho irgendwie.
Gopfried Stutz, das glaubsch jo im Läbe nie!
Scho zwai mol hinterenand isch sie usgfalle.
Do trinksch zwai Dreierli und foosch afo lalle!

Aaber halt emool! In Lieschtl git’s e Zirkus.
Und glaubet mr bitte, i verzell ech kai Stuss.
Är isch an dr Munzacherstrooss und haisst AVS.
In Sache Unterhaltig isch dä halt kai Merzedess.

Die Gnorrli deert, versueche Stofflehrplään z’schryybe.
Aber du glaubsch es nid, sie würde’s lieber lo blyybe!
Denn e so ne eifachi Uffgoob fallt däne richtig schweer.
Nach drei lange Joor isch e männge Plan no immer leer!

Allbott frooge die drimmlige Gnilch d’Lehrkräft um Hilf.
Sie nenne das Prozedere vollmundig «Rücklaufschlaufe».
Aber loos emol, ehrliger wär allwääg «Ändlosschlaufe»!
Nach drei seetige Lätsch stöhn die Globi gäng no im Schilf.

S’Problem: die Lehrplan-Gwaggli kenne aifach nid loose.
Fyr sie isch es nur wichtig z’betoone, sie trage d’Hoose!
Do nutze nadyyrlig au kaini fimf «Ratingkonferänze».
Nach jeedere muesch die Lehrplän jo allewyl schränze.

Das adlig Lehrplan-Lyysi vom AVS will nyt als Kompetänze.
Äss glaubt, suscht kenne d’Schieler in dr Schuel nit glänze.
Aaber Kompetänze kasch halt nur an Stoffinhält vermittle.
Dä Zämmehang isch logisch, do kasch eifach nyd dra rittle.

No git’s aber Hoffnig, dass dä Lehrplan-Murks doch no gliggt.
Dr Byldigsroot nämlig isch mit guete Fachlyt ryychlig b’stickt.
Deert muess die AVS-Glygge ihr Kompetänze-Yyfer ablege.
Suscht duet dr Byldigsroot sy Duume fyr d’Lehrplän nit hebe.

Felix Hoffmann, Lehrer

 

Bildungsinitiative in Basel

Unterschreiben Sie die formulierte Initiative der Starken Schule beider Basel, mit welcher wir der gescheiterten Passepartout-Ideologie ein Ende setzen möchten. Die Initiative verlangt eine echte Lehrmittelfreiheit auch im Kanton Basel-Stadt. Die Lehrpersonen sollen die Lehrmittel "Mille feuilles", "Clind d'oeil" und "New World" durch bewährte Lehrmittel ersetzen können.

Hier können Sie den Unterschriftenbogen herunterladen.

Die Starke Schule empfiehlt bei Sammelständen Schutzmasken zu tragen und beim Ansprechen auf der Strasse einen Abstand von 2 Metern einzuhalten.

 

Spenden

Wir freuen uns über Ihre Spende.

Starke Schule beider Basel
4127 Birsfelden

PC 60-128081-8
IBAN CH98 0900 0000 6012 8081 8

28.12.2020

Autsch!

Die Basler Zeitung titelte «Bildungsreformen liessen Schulen abstürzen». Gemeint ist nicht eine einzelne, besonders reformfreudige Schule, sondern die Schule per se. Die Schule der beiden Halbkantone BS und BL, um genauer zu sein.

Sowohl in BS wie BL beklagen mehr als die Hälfte aller seitens der Starken Schule beider Basel befragten gut 500 Lehrpersonen den «grossmehrheitlichen Leistungsabsturz des Schulsystems».

Natürlich liess der entsprechende Online-Kommentar, der diese Umfrage kritisiert, nicht lange auf sich warten. Allzu relevant und aussagekräftig sei diese Umfrage ja nicht, denn sie habe nur ganz wenige Lehrpersonen erreicht. Sie liefere sehr schwammige Aussagen und stamme im Übrigen von den Reformbremsern schlechthin, der Starken Schule eben.

Doch diese Wortmeldung steht so ziemlich einsam da nebst all den «sehr gut formulierten und stringenten Kommentaren», wie es ein anderer BaZ-Leser sieht. Stringent sind eben nicht nur die Umfrageergebnisse und das Echo darauf - klar und deutlich zeigt auch die nationale Überprüfung der Grundkompetenzen aus dem Jahr 2019, was Sache ist: BS und BL bilden das nationale Schlusslicht.

Waseliwas aber ist die Antwort der BL-Bildungsdirektion angesichts dieser Misere? 62 Millionen, verteilt auf 10 Jahre. Der Titel der Massnahmen: Zukunft Volksschule. Schon wieder? Soeben wurde doch die Blingbling-Fiction der Schule der Zukunft aufgezogen am Firmament des Kompetenzhimmels. Und nun soll ein neu zu schaffendes Fach «Medien und Informatik» die zentrale Rolle einnehmen. Will heissen: Der Computer soll es (erneut) richten…

Der selbstentdeckende Unterricht als das Non plus Ultra, der 4000 Jahre Menschheits- und Wissenschaftsgeschichte in Form einer Entdeckungsreise auf eigene Faust in neun Schuljahre zu pressen hatte, gepowert durch Google und einem Hardware-Update galaktischer Grössenordnung (jede Schülerin, jeder Schüler verfügt über ein Tablet), wird nun erweitert durch Massnahmen in dieselbe Richtung, obwohl klar und deutlich erkennbar wird, dass dieser Weg grundsätzlich in die falsche Richtung führt. Mit Verlaub – eine solche Reaktion bezeichne ich als bedenklich. Wir haben keine Fehler gemacht und werden auch keine machen! So tönt es aus dem Elfenbeinturm zu Lieschtel. Dem Ganzen das Krönchen aufsetzen tut der AVS-Chef, indem er zugibt, von den Resultaten der Überprüfung der nationalen Grundkompetenzen überrascht worden zu sein, um im gleichen Atemzug aber festzustellen: «Die Feedbacks der Lehrer, soweit ich das Fazit sehen konnte, decken sich weitgehend mit den Erkenntnissen unserer Analyse, bevor wir das 62-Millionenpaket aufgegleist haben.» Und weiter: Man müsse die Lehrer ernst nehmen. Doch: «Das Letzte, was wir brauchen, sind neue Reformen. Vielmehr bedarf es einer Beruhigung und stetigen Verbesserung im derzeitigen System». So geht Widersprüchlichkeit auf der Basis von «Ich bin, der ich bin».

Ohne Eingeständnis grundlegender Fehleinschätzungen seitens der Bildungsverantwortlichen sind wohl auch die anderen 62 Millionen, die ins Fremdsprachenkonzept Passepartout investiert worden sind, dem Himmel sei Dank, nicht verloren. Alles war richtig! Weiter geht’s auf dem falschen Weg! Die Erde ist rund und irgendwann kommen wir an den Anfangspunkt zurück. Über die gefürchtete Kante fällt niemand.

Und für die aufmüpfigen Pädagoginnen und Pädagogen gibt es mit der Corona-Impfung gleich noch eine Jahresdosis «Kompetenzin», ein Beruhigungsmittel, das auch die Weitsicht des Empfängers erweitern soll. Schöne Weihnachten!

Daniel Vuilliomenet, Lehrperson Sek. 1