Starke Schule beider Basel (SSbB)

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News

  • Dienstag, November 22, 2022

    Kleinpensenverbot versus Bildungsqualität

    Nun sollen auch im Kanton Basel-Landschaft Lehrpersonen mit Mindestpensen vergrault werden. Am 17. November wurde im Landrat ein parlamentarischer Vorstoss eingereicht, der die Prüfung von Massnahmen verlangt, welche ein Anreizsystem zur Arbeitspensumerhöhung bei den Kantonsangestellten schaffen sollen. (ai)

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  • Montag, Oktober 31, 2022

    Intensive Frühförderung in Deutsch

    In Basel-Stadt wurde Mitte September ein Vorstoss eingereicht, der die Beschleunigung der Deutschförderung bei Kindern fordert, deren Muttersprache nicht Deutsch ist. (so)

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  • Dienstag, Oktober 18, 2022

    Studien zum Frühfremdsprachenbeginn

    Die Frage, wann mit dem Erlernen von Fremdsprachen begonnen werden soll, stellen sich die Experten bereits seit mehreren Jahrzehnten. Hier finden Sie eine eindrückliche Auflistung zahlreicher Studien. (ai)

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  • Freitag, Oktober 14, 2022

    Motion betreffend Einführungsklassen an allen Schulstandorten

    Im Kanton Basel-Stadt wurde eine Motion eingereicht, welche Einführungsklassen an allen Schulstandorten in Basel fordert. So soll eine Integration fast aller Kinder möglich bleiben, welche weniger Belastung für das System beinhaltet. (lh)

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  • Donnerstag, September 29, 2022

    Anforderungen für Homeschooling bleiben bestehen

    Die im Sommer eingereichte Interpellation «Homeschooling: Reduktion der Hürden für die private Schulung» wurde nun vom Regierungsrat beantwortet. Die Hürden seien bewusst so gewählt, damit jederzeit eine Wiederaufnahme an die öffentliche Schule gewährleistet ist. Eine Reduktion der Homeschooling-Kriterien würde dem Anspruch der angestrebten Bildungsqualität nicht gerecht werden. (ai)

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Pressespiegel

Laien dürfen im Klassenzimmer bleiben

Der Kanton Zürich führt eine Ausbildung für Lehrer ohne Diplom ein und hofft auf 200 neue Lehrpersonen. Doch reicht das, um den Lehrermangel zu bekämpfen? Lesen Sie hier den ganzen Artikel.

[Quelle: NZZ vom 18.11.2022]

 

Wie viel bringen Lehrkräfte ohne Diplom?

530 Lehrerinnen und Lehrer stehen im Kanton Zürich ohne entsprechende Ausbildung im Klassenzimmer – eine Bilanz nach zwei Monaten. Lesen Sie den Artikel hier.

[Quelle: NZZ vom 31.10.2022]

 

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20.07.2022

Aescher Schulleitung verschickt sensible Daten in einem Massenmail

Namen, Geburtsdaten und Ergebnisse von testpsychologischen Abklärungen der Kinder- und Jugendpsychiatrie Baselland (KJP BL) gehören zu den sensiblen Daten, die eine spezielle Vertraulichkeit geniessen. Die Schulleitung der Sekundarschule Aesch sieht das offensichtlich nicht so eng: In einem Mail an alle Lehrpersonen verschickt ein Schulleitungsmitglied knapp zwei Dutzend Dokumente mit hochsensiblen Daten von Schüler/-innen.

Die Dokumente, welche eine Gruppe von Eltern der Starken Schule beider Basel (SSbB) via Briefkasten anonym zustellte, sind brisant: In einer Tabelle sind Klassen, Vornamen, Namen sowie Bemerkungen von 67 Schüler/-innen der Sekundarschule Aesch aufgelistet, welche im kommenden Schuljahr eine «Spezielle Förderung» erhalten, wie beispielsweise Nachteilsausgleich, pädagogische Unterstützung oder Lerncoaching. Ergänzt wird die Liste mit mehreren testpsychologischen Ergebnissen und Empfehlungen der KJP BL. In den Berichten wird unter Nennung des Namens des Kindes erwähnt, wenn beispielsweise eine «Rechenschwäche», «Lese- & Rechtschreibstörung», «hirnorganische Unreife», «Aktivitäts- und Aufmerksamkeitsstörung (ADHS)», «kombinierte Störung schulischer Fertigkeiten» vorliegen oder wenn ein Schulkind nur «reduzierte Lernziele» erreichen kann.

Eltern sind schockiert und bitten die SSbB um Unterstützung

«Sicher haben Sie in der Sendung Schweiz aktuell vom 1.7.22 den virtuellen Rundgang an der Sekundarschule Aesch gesehen oder davon gelesen. Wir als betroffene Eltern waren schockiert. Die Aescher Schulleitung entschuldigte sich für diesen Fehler und versprach daraus zu lernen. Nur ein paar Tage später verschickte» ein Schulleitungsmitglied «die beigefügte Mail an alle Lehrer und Lehrerinnen mit Diagnosen der Kinder- und Jugendpsychiatrie Baselland zu einzeln namentlich genannten Schülern und Schülerinnen (ebenfalls als Anlagen beigefügt). Da ist also schon wieder gegen den Datenschutz verstossen worden. Unserer Ansicht nach hätten diese sensiblen Daten (wenn überhaupt) nur an das jeweilige Unterrichtsteam weitergeleitet werden dürfen.»

Die Aussagen der Elterngruppe sind gemäss unseren Abklärungen korrekt: Aus rechtlicher Sicht ist das Weiterleiten von sensiblen, den Datenschutzrichtlinien unterliegenden Daten nur an Personen zulässig, welche diese zur Erfüllung des Berufsauftrages benötigen. Jede einzelne Lehrperson hätte also höchstens von denjenigen Lernenden die sensiblen Daten bekommen dürfen, die sie unterrichtet. Und dies auch nur dann, wenn die Daten zur Erfüllung des Berufsauftrages notwendig sind.

Weiter schreiben die Eltern besorgt: «Aus Rücksicht auf unsere Kinder haben wir uns nicht beim Schulrat gemeldet, sondern bei Ihnen. Auch wenn wir anonym bleiben, hoffen wir, dass Sie in dieser Sache etwas unternehmen. Bitte unterstützen Sie uns, damit die Aescher Schulleitung in Zukunft verantwortungsvoller handelt.»

Beweggründe der Schulleitung sind unklar

Weshalb die Schulleitung diese hochsensiblen Daten des heiklen Bereichs «Spezielle Förderung» an alle Lehrpersonen sowie weitere Personen verschickte, ist unklar. Im Massenmail begründet die Schulleitung das Versenden der sensiblen Dokumente lapidar mit «Zur Ergänzung der Planung Sonderpädagogik (…)». Vermutlich war jedoch der Aufwand zu gross, 67 einzelne Mails an die Lehrpersonen der betroffenen Schüler/-innen mit den entsprechenden Dokumenten zu verfassen.

Die obere Abbildung zeigt das Massenmail mit den zahlreichen Anhängen, welches ein Schulleitungsmitglied am 5. Juli an rund 100 Personen verschickt hat. Auf der unteren Abbildung ist exemplarisch ein testpsychologisches Ergebnis der KJP BL vom 27. Juni dargestellt. Beide Abbildungen wurden durch die SSbB anonymisiert (rote Felder).



Der Schulleitung müsste hinlänglich bekannt sein, dass bei einem derart grossen Verteiler von gegen 100 Personen ein brisantes Massenmail mit erheblicher Wahrscheinlichkeit den Weg zu den Eltern findet und dort weiter verbreitet wird. Die Schulleitung, welche von der SSbB konfrontiert wurde, äusserte sich zu den Vorwürfen der besorgten Elterngruppe nicht.

Die SSbB erwartet, dass sowohl der Schulrat als auch der Datenschutzbeauftragte in dieser Sache aktiv werden.

Jürg Wiedemann
Vorstand Starke Schule beider Basel