Starke Schule beider Basel (SSbB)

4127 Birsfelden, E-Mail: Starke.Schule@gmx.ch, PC 60-128081-8

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News

  • Montag, Januar 18, 2021

    Unterstützung betreffend BYOD

    Regina Werthmüller, Landrätin und Vorstandsmitglied der Starken Schule beider Basel, hat am 14. Januar einen Vorstoss zum Thema «Bring Your Own Device» (BYOD) eingereicht. Dieser fordert die Regierung zu überprüfen, wie die Schüler/-innen der weiterführenden Schulen betreffend BYOD finanziell unterstützt werden können.

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  • Samstag, Januar 02, 2021

    BLPK gewährt 2021 höhere Verzinsung

    Die Staatsangestellten erhalten für das bei der Basellandschaftlichen Pensionskasse (BLPK) angesparte Kapitel eine höhere Verzinsung. Der im Jahr 2019 gewährte Zinssatz von 1.5% wird für das Kalenderjahr 2020 auf 2.0% erhöht.

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  • Samstag, Dezember 19, 2020

    Schleppende Entwicklung bei Schulraumplanung

    Die knappen Platzverhältnisse an der Sekundarschule Allschwil werden immer prekärer. Für die 36 Klassen sollten mindestens 4 Sporthallen vorhanden sein, zur Verfügung stehen jedoch nur 2. Um die Raumplanung der Sekundarschule anzukurbeln, reichte Landrat Werner Hotz am 16. Dezember 2020 eine Interpellation ein, die bei der Regierung betreffend Projektplanung nachhakt.

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Leserbrief

Klare Lehrpläne als brauchbares Arbeitsinstrument

Die vernichtenden Resultate, welche aufgrund der Überprüfung der Grundkompetenzen vorliegen, lassen nur wenig Interpretationsspielraum.  Zum einen kommt die integrative Beschulung an ihre Grenzen, zum andern sind die Ursachen dort zu finden, wo die Basis des Unterrichts ansetzt: Die Lehrpersonen benötigen gute und klar definierte Lehrpläne. Sind diese unübersichtlich, kaum lesbar und unmöglich zu erfüllen aufgrund der hohen Anzahl an Kompetenzbeschreibungen, so führt dies unweigerlich zu einer Orientierungslosigkeit. Die Bildungsziele können nicht erreicht werden. Dieser Zustand bedarf einer Korrektur in Richtung strukturierte Lehrpläne mit einem Teil A, welcher klar definierte Themen und Stoffinhalte enthält und einem Teil B, der aus einer sinnvollen Menge Kompetenzbeschreibungen besteht.

Vergleich- und messbare Bildungsstandards verhelfen zu einer höheren Bildungsqualität unserer Schulabgänger/-innen, welche sich behaupten und der nationalen wie auch internationalen Konkurrenz stellen kann. Die Schulen sind keine Wunsch- und Wohlfühloasen. Sie haben eine politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Verantwortung. Will sich unser Land im Wettbewerb um ein hohes Bruttoinlandprodukt behaupten, dem Anspruch auf «Bildungserfolg für alle» gerecht werden und die finanziellen Ressourcen, welche die Steuerzahlenden leisten, optimal nutzen, dann sind straffe Strukturen mit eindeutigen Zielvorgaben unabdingbar. Die Initiative der Starken Schule beider Basel (SSbB) hat dies im Fokus.

Anita Biedert-Vogt, Mitglied Bildungskommission

 

Bildungsinitiative in Basel

Unterschreiben Sie die formulierte Initiative der Starken Schule beider Basel, mit welcher wir der gescheiterten Passepartout-Ideologie ein Ende setzen möchten. Die Initiative verlangt eine echte Lehrmittelfreiheit auch im Kanton Basel-Stadt. Die Lehrpersonen sollen die Lehrmittel "Mille feuilles", "Clind d'oeil" und "New World" durch bewährte Lehrmittel ersetzen können.

Hier können Sie den Unterschriftenbogen herunterladen.

Die Starke Schule empfiehlt bei Sammelständen Schutzmasken zu tragen oder beim Ansprechen auf der Strasse einen Abstand von 2 Metern einzuhalten.

 

Spenden

Wir freuen uns über Ihre Spende.

Starke Schule beider Basel
4127 Birsfelden

PC 60-128081-8
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05.11.2020

Sturmtief "Sabine" löst politische Debatte aus

In den frühen Morgenstunden vom 10. Februar 2020 erhielten die kantonalen und kommunalen Schulleitungen sowie die Erziehungsberechtigten vom Amt für Volksschulen (AVS) die Information über den sich nähernden Sturm «Sabine», welcher die Gefahrenstufe 4 erreichte. Den Erziehungsberechtigten wurde es freigestellt, ob sie an diesem Tag ihre Kinder zur Schule schicken wollten. Involviert waren der Sicherheits- und der Bildungsdirektion sowie der kantonale Krisenstab. Die Informationsketten funktionierten nur teilweise, was Landrätin Regina Werthmüller bewog, eine Interpellation einzureichen, die nun von der Regierung beantwortet wurden.

Starke Schule beider Basel: «Überzeugen dich die Antworten des Regierungsrates?»

Regina Werthmüller: «Die Antworten überzeugen mich teilweise. Sie sind eher knapp und relativ oberflächlich gehalten. Klar ist, dass der Informationsfluss in der Nacht vor dem Sturm nicht störungsfrei ablief.»

SSbB: «Hat der Krisenstab die richtigen Entscheide gefällt?»

RW: «Die Entscheidungsfindung der zwei Gremien AVS und Krisenstab war herausfordernd. Das Problem lag darin, dass für die verschiedenen Regionen des Kantons unterschiedliche starke Stürme vorhergesagt wurden. In den ländlichen Gegenden im oberen Baselbiet musste mit erheblichen Schäden und gefährlichen Schulwegen gerechnet werden, während im unteren Kantonsteil die Auswirkungen des Sturms gering prognostiziert wurden. Gleichwohl wollten das AVS und der Krisenstab eine einheitliche Kommunikation für den gesamten Kanton.»

SSbB: «Welchen Entscheid hat der Krisenstab gefällt?»

RW: «Für die Schulen hat er eigentlich gar keinen Entscheid gefällt, das AVS überlies es den Erziehungsberechtigten, ob sie Ihr Kind je nach Stärke des Sturmes zuhause behalten oder in die Schule schicken wollten. Das Chaos war damit vorprogrammiert: Viele Eltern war es nicht möglich die Situation richtig einzuschätzen, was zu grosser Verunsicherung führte.»

SSbB: «Was waren die Folgen für die Schulen? »

RW: «An den Sekundarschulen im oberen Baselbiet fehlten halbe Klassen. In den Gymnasien fehlten teilweise sogar ganze Klassen. Teilweise nutzten die Schüler/-innen den fehlenden Entscheid auch aus, um sich einen freien Tag zu machen. Die Lehrpersonen standen in der Pflicht, die anwesenden Schüler/-innen zu betreuen, wobei ein geregelter Unterricht bei den vielen Absenzen kaum möglich war.»

SSbB: «Eine Problematik steckte darin, dass die Entscheide für den ganzen Kanton gefällt wurden, obwohl die Auswirkungen des Sturmtiefs für die einzeln Kantonsteile stark unterschiedlich waren. Während im oberen Baselbiet einige Schulwege gefährlich waren, spürte man im unteren Kantonsteil (z.B. in Allschwil und Birsfelden) nur sehr wenig vom Sturm. War eine einheitliche Regelung unter diesem Aspekt sinnvoll?»

RW: «Eine einheitliche Lösung in einer heterogenen Schullandschaft und den unterschiedlichen Gegebenheiten in den verschiedenen Kantonsteilen ist selten sinnvoll. Einfach keinen Entscheid zu fällen, ob die Schule stattfindet oder nicht, ist aber noch weniger zweckmässig. Im Minimum hätte das AVS frühzeitig einen klaren Entscheid fällen müssen. Bis kurz vor Schulbeginn zu warten, war keine Meisterleistung.»

SSbB: «Welche Schwachstellen siehst du bei der Bewältigung eines solchen Problems beim Krisenstab und beim AVS?»

RW: «Eine wesentliche Schwachstelle ist die Trägheit resp. die lange Zeit, welche der Krisenstab und das AVS benötigte, um (k)einen Entscheid zu fällen. Das frühzeitige Informieren der verschiedenen Adressaten, wie die Schulleitungen, Lehrpersonen, Erziehungsberechtigten und Schulrat ist bei einer solchen Meteowarnung eminent wichtig und vereinfacht die Organisation in den Schulen beträchtlich. Daran ändert auch nichts, dass Naturgewalten und Unwetter sich manchmal schwierig einschätzen lassen. Die Regierung kann deshalb nur in einem beschränkten Rahmen für das entstandene Chaos verantwortlich gemacht werden.

SSbB: «Was wünscht Du Dir vom Krisenstab, dem AVS oder der Regierung?

RW: «Entscheid so kommunizieren, dass die letzte betroffenen Stelle noch rechtzeitig handeln kann. Das Handbuch «Sicherheit an den Schulen» überprüfen und in Zusammenarbeit mit den Schulen revidieren. Zum Beispiel gibt es keine Handlungsanweisung wie bei einer Pandemie vorzugehen ist.»