Pressekonferenz vom 30.6.2011
Das Komitee «Kein Bildungsabbau» lanciert heute die kantonale Initiative «Bildungsqualität auch für schulisch Schwächere».
Im Rahmen des Entlastungspaketes will die Bildungsdirektion die Kaufmännische Vorbereitungsschule (KVS) abschaffen und damit jährlich 600’000 Franken einsparen. Die KVS gehört zu den Brückenangeboten des Kantons (10. Schuljahr). Ziel dieser Ausbildung ist es, schulisch schwächeren Schüler/-innen aus den Sekundarschulen den Zugang zu einer kaufmännischen Ausbildung zu ermöglichen. In Reinach und Liestal werden in fünf Klassen rund 110 Jugendliche auf das Berufsleben vorbereitet.
Die KVS ist eine Erfolgsschule, die grosse Anerkennung in der Bevölkerung und den abnehmenden Firmen (Banken, Versicherungen, Speditionen usw.) geniesst.
Die Abschaffung bedeutet «Sparen auf Kosten der Schwächeren». Diese Streichung ist kontraproduktiv und verursacht langfristig hohe Ausgaben im Sozialbereich, wenn diese Jugendlichen auf dem Arbeitsmarkt chancenlos bleiben und zu Langzeitarbeitslosen werden.
Die Statements an der Pressekonferenz:
- Jürg Wiedemann (Landrat Grüne)
Lancierung der Initiative «Bildungsqualität auch für schulisch Schwächere»
- Jasmin Vogel (in der Ausbildung zur medizinischen Praxisassistentin)
Anspruchsvolle Berufslehre nur dank KVS
- Paul Engel (Schulleiter KVS)
KVS – eine Erfolgsschule
- Susanne Leutenegger Oberholzer (Nationalrätin SP)
KVS-Streichung – ein ökonomisches Eigentor
- Christine Mangold (a. Landrätin FDP)
Ja zur Kaufmännischen Vorbereitungsschule