Starke Schule beider Basel

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News

  • Donnerstag, Juni 27, 2019

    iPads für alle

    Ab dem Schuljahr 2020/21 werden sämtliche Sekundarschüler/innen mit persönlichen Tablets ausgestattet.

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  • Donnerstag, Juni 27, 2019

    Landrat befürwortet Initiative einstimmig

    Der Landrat hat die Umsetzung der Initiative der Starken Schule "Stopp dem Verheizen von Schüler/-innen: Ausstieg aus dem Passepartout-Fremdsprachenprojekt einstimmig befürwortet.

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Zu wahr um schön zu sein

    
 

Leserbrief

Verwirrende Testergebnisse und offene Fragen

Bis jetzt waren die Schweizer Bildungsfachleute stolz auf das gute Abschneiden unserer Jugend bei den PISA-Tests im Bereich Mathematik. Und nun das: Die nationalen Erhebungen zeigen, dass bei den Grundanforderungen nur sechs von zehn Schülern die minimalen Bildungsziele erreichen. Die Erziehungsdirektorenkonferenz ist ziemlich ratlos über das unerwartete Resultat und versucht mit diversen Begründungen das Debakel klein zu reden. All die gewundenen Erklärungsversuche überzeugen jedoch nicht. Insbesondere das Argument, dass in den meisten Kantonen in der Mathematik zum Zeitpunkt der Erhebung noch nicht nach dem Kompetenzmodell des neuen Lehrplans unterrichtet wurde, steht auf wackeligen Beinen.

So sticht für den Kanton Zürich, der leicht unterdurchschnittlich abgeschnitten hat, dieser vermeintliche Trumpf überhaupt nicht. Hier (und in allen Kantonen, die dasselbe Lehrmittel verwenden) wurden die Mathematiklehrmittel schon im Voraus auf die Bildungsziele und die methodischen Leitlinien des neuen Lehrplans ausgerichtet. Obwohl erfahrene Lehrpersonen immer wieder gewarnt haben, die Überfülle an Bildungszielen und der Verzicht auf gründliches Üben würde sich bei schwächeren Schülern negativ auswirken, nahm man die Kritik nicht ernst. Jetzt ist die Quittung da, und sie schmerzt empfindlich.

Ein weiterer Versuch zu beschwichtigen bestand im Hinweis, dass nicht in allen Kantonen gleich viele Mathematikstunden auf dem Stundenplan stehen. Doch erstens wusste man dies schon vor dem Test und zweitens gab es Kantone mit weniger Mathematikunterricht, die trotzdem besser abschnitten. Immerhin scheint die EDK auch Erfreuliches berichten zu können. Die Leistungen in Deutsch sind besser als erwartet. Doch Vorsicht, denn was im Deutsch geprüft wurde, deckt nur einen kleinen Teil der sprachlichen Kompetenzen ab. Wir wissen nicht, wieweit unsere Schüler imstande sind, sich über ein gewähltes Thema in schriftlicher Form verständlich auszudrücken. Dies zu prüfen, wäre sicher eine Herkulesaufgabe, aber es brächte mehr Licht ins Dunkel. Doch diese Herausforderung überstieg offensichtlich die vorhandenen Mittel.

Vorsicht geboten ist auch bei der Beurteilung der sprachlichen Kompetenzen in der ersten Fremdsprache. Lese- und Hörverstehen wurden eingehend geprüft, aber ausgerechnet in den heiklen Bereichen Sprechen und Schreiben liegen keine Testergebnisse vor. Wie die seriösen Untersuchungen der Zentralschweizer Bildungsdirektorenkonferenz aber zeigen, liegen genau da die Schwachstellen beim frühen Sprachenlernen. Die gesamten Testergebnisse geben wenig klare Antworten. Doch es gilt, die Ursachen für den Misserfolg aufzudecken. Es ist von grösster Bedeutung, dass die Resultate von Forschern sorgfältig und kritisch analysiert und kommentiert werden. Wir alle haben ein Recht zu wissen, was in unserer Schule nicht rund läuft.

Urs Kalberer und Hanspeter Amstutz

 

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Stand & Ergebnisse lancierter Initiativen

  • Kantonale Volksinitiative
    Die gigantische und unerfüllbare Anzahl von 3'500 Kompetenzbeschreibungen in den Lehrplänen auf ein vernünftiges Mass reduzieren

    In der Zwischenzeit kristallisiert sich immer stärker heraus, dass die Kompetenzbeschreibungen nicht nur wegen der Gleichstellung zu den Stoffinhalten und Themen in den Schulen praktisch nicht eingesetzt werden, sondern auch wegen ihrer hohen Anzahl. Lehrpersonen können im Alltag nicht die Zeit aufbringen, um sich in dem dicken Werk der Kompetenzbeschreibungen zurechtzufinden. Nichtsdestotrotz empfinden wir in der heutigen Zeit eine gewisse Anzahl an praktischen, klar verständlichen und anwendbaren Kompetenzen in den Schulfächern sinnvoll. Da das Arbeiten mit 3'500 Kompetenzbeschreibungen jedoch fast unmöglich ist, wurde Ende September 2018 die Initiative lanciert. Diese hat zum Ziel, dass die Stufenlehrpläne der Primar- und Sekundarstufe aus klar definierten Stoffinhalten und Themen sowie aus zusammengezählt maximal 1'000 Kompetenzbeschreibungen bestehen. Damit wird den Lehrpersonen die Chance gegeben, sich mit diesen Beschreibungen auch tatsächlich auseinanderzusetzen. Die Initiative wurde am 24. Juni 2019 eingereicht und kommt innerhalb von 18 Monaten nach dem Beglaubigungsprozess zur Abstimmung.
  • Kantonale Volksinitiative
    ausstehend
    Stopp dem Verheizen von Schüler/-innen: Ausstieg aus dem gescheiterten Passepartout-Fremdsprachenprojekt
    Der Landrat hat die Initiative angenommen und der Bildungsdirektorin die Ausarbeitung einer Gesetzesvorlage aufgetragen. Ziel soll es sein, eine Vorlage bis im Februar 2019 ausgearbeitet zu haben, damit das Volk dann darüber abstimmen kann. Zur Unterstützung der Bildungsdirektorin wurde eine Task Force gegründet, in der die verschiedenen Betroffenen aus der Bildung Einsitz nehmen.

    Update März 2019: Sowohl die Bildungsdirektorin, der Bildungsrat als auch die Mitglieder der Task Force sind darüber im Konsens, dass eine Lehrmittelfreiheit die beste Umsetzung der Initiative zum Ziel hat. Indem der Bildungsrat eine Lehrmittelliste mit mehreren anerkannten Lehrmitteln zusammelnstellt, aus welcher Lehrpersonen frei wählen können, wird dafür gesorgt, dass Lehrpersonen auch ohne die Passepartout-Lehrmittel unterrichten können. Die Lehrmittelfreiheit ist ein grosses Ziel der Starken Schule, weshalb diese Möglichkeit zur Umsetzung der Initiative unterstützt wird. Weiterhin soll die Lehrmittelfreiheit nicht nur in den Fremdsprachenfächern, sondern in sämtlichen Fächern gelten. Die Abstimmung zu dieser Vorlage wird voraussichtlich Ende 2019 sein.

  • Kantonale Volksinitiative
    Ja zu einer pädagogisch sinnvollen Stundentafel
    Nach intensiven Verhandlungen zwischen dem Bildungsrat, Vertretern des Landrates und der Starken Schule beider Basel hat der Bildungsrat erfreulicherweise die Stundentafel überarbeitet und sämtliche Forderungen der Initiative "Ja zu einer pädagogisch sinnvollen Stundentafel" erfüllt. Die neue Stundentafel wird definitiv ab Schuljahr 2018/19 eingeführt. Die Starke Schule hat damit ein zentrales Ziel erreicht: Die Fächer Geschichte, Geografie, Biologie, Chemie und Physik werden gestärkt. Sie werden weiterhin mit mindestens zwei Lektionen pro Woche in denjenigen Schuljahren dotiert, in denen diese Fächer in die Stundentafel aufgenommen werden. Mit 25 : 0 Stimmen bei einer Enthaltung hat die Starke Schule die Initiative Mitte Dezember 2017 als vollumfänglich erfüllt zurückgezogen.

  • Kantonale Volksinitiative
    Ja zu Lehrplänen mit klar definierten Stoffinhalten und Themen
    Die Regierung hat einen erfreulichen Gegenvorschlag ausgearbeitet, der punktuell sogar weiter geht als die Initiative: Die Lehrpläne der Volksschule enthalten Stoffinhalte, Themen und Kompetenzbeschreibungen. Die Lehrpläne der Sekundarstufe 1 enthalten klare Jahresziele, die Zyklen des Lehrplans 21 werden damit aufgebrochen. Die Stoffinhalte, Themen und Kompetenzbeschreibungen werden mit dem Gegenvorschlag nach den drei Leistungsniveaus A, E und P differenziert ausgerichtet. Damit wird eine zentrale Forderung der Starken Schule erfüllt. Die 3'500 Kompetenzbeschreibungen des Lehrplans 21 bleiben zwar erhalten, werden jedoch zur Makulatur. Massgebend wird der Lehrplan Volksschule Baselland. Das Parlament hat diesem Gegenvorschlag einstimmig zugestimmt. Die Starke Schule beurteilt den Gegenvorschlag als gute Lösung und befürwortet diesen als erfreulichen Kompromiss. Deshalb ist der Rückzug auch dieser Initiative sinnvoll. (Der Gegenvorschlag wurde am 10.06.2018 erfreulicherweise mit 84.24% vom Stimmvolk angenommen.)

  • Kantonale Volksinitiative
    Stopp der Überforderung von Schüler/-innen: Eine Fremdsprache auf der Primarstufe genügt
    Die Initiative erreichte am 10.06.2018 32.3% Ja-Stimmen. Die Starke Schule akzeptiert das eindeutige Nein der Stimmberechtigten zur Initiative. Nun gilt es ein neues Fremdsprachenkonzept einzuführen, welches einen für alle Primarschulkinder motivierenden Unterricht in den beiden Fremdsprachen Französisch und Englisch ermöglicht. Der Landrat hat mit seinem Ja zum Ausstieg aus der Mehrsprachigkeitsdidaktik und den darauf basierenden Passepartout-Lehrmitteln Mille feuilles, Clin d’oeil und New World einen richtungsweisenden Entscheid gefällt. Diesen gilt es nun rasch umzusetzen und spätestens ab dem Schuljahr 2020/21 neue Leitlehrmittel für die beiden Fremdsprachen einzuführen. Die von Bildungsdirektorin Monica Gschwind gebildete Task Force, in welcher die Starke Schule mitarbeitet, hat entsprechende Umsetzungsentscheide bereits gefällt. Die Starke Schule ist überzeugt, mit einem neuen, aufbauenden Fremdsprachenkonzept nach international anerkannter Pädagogik, welche die Schüler/-innen von einfachen zu schwierigeren Anforderungen führt, können zwei Fremdsprachen an der Primarschule ohne negative Folgen unterrichtet werden.

  • Kantonale Volksinitiative
    Ja zum Austritt aus dem überteuerten und gescheiterten Harmos-Konkordat
    Lanciert wurde diese Initiative, weil ein Abweichen vom Lehrplan 21 für die Harmos-Kantone nicht möglich war. Erfreulicherweise hat die Schweizerische Erziehungsdirektion ihre Position aufgrund der massiven Kritik in zahlreichen Kantnen in den zwei Jahren geändert: Der Lehrplan 21 ist heute nur noch eine unverbindliche Mustervorlage, an welchen sich die Kantonen anlehnen können. Die Initiative wurde deshalb gegenstandslos und konnte am 10.01.2017 zurückgezogen werden. Auch mit dieser Initiative konnte die Starke Schule ihr Ziel vollumgängllich erreichen. Mehr Informationen finden Sie hier.
  • Kantonale Volksinitiative
    Ja zu fachlich kompetent ausgebildeten Lehrpersonen
    Am 21.05.2017 mit 21.73% abgelehnt. Trotz eindeutigem Ergebnis konnte die Initiative erzielen, dass die Ungleichbehandlung beim Lohn zwischen konsekutiv und integrativ ausgebildeten Lehrpersonen der Sekundarstufe I baldmöglichst aufgehoben wird. Dieses Ergebnis werten wir als wichtigen Teilerfolg.
  • Kantonale Volksinitiative
    Niveaugetrennter Unterricht an den Sekundarschulen
    ausstehend
    Die Bildungskommission hat einen Gegenvorschlag zu unserer Initiative ausgearbeitet, der von der Starken Schule gutgeheissen wird. Dieser unterscheidet die Schulfächer und deren Unterrichtsformen so, dass Pflichtfächer (wie Deutsch, Französisch, Mathematik etc.) immer im Klassenverband und damit nicht durchmischt unterrichtet werden. Wahlpflichtfächer werden in zwei Gruppen unterteilt: Die Fächer MINT, Lingua Latein und Lingua Italienisch werden in der Regel niveaugetrennt durchgeführt. In diesen Fächern kann nur in benachbarten Niveaus gemischt werden, wenn dadurch ein zusätzlicher Kurs zustande kommt, der ohne die Durchmischung nicht zustande kommen würde. Das bedeutet, wenn 12 Schulkinder aus einem Niveau zum Beispiel MINT wählen, kommt dieser Kurs zustande und wird nicht mit Schulkindern eines anderen Niveaus durchmischt. In den anderen vier Wahlpflichtfächern ist die Durchmischung einfacher. Aus organisatorischen Gründen kann auch in benachbarten Niveaus gemischt werden, wenn zum Beispiel 12 Schulkinder aus einem Niveau und 7 aus einem benachbarten Niveau denselben Kurs wählen. Eine Ausnahme ist das Pflichtfach Sport, welches bereits heute niveaugemischt unterrichtet wird. Dies soll auch weiterhin möglich sein. Die Mitglieder des Initiativkomitees haben mit 53 : 2 Stimmen die Initiative im April 2019 zugunsten des Gegenvorschlages zurückgezogen.
  • kantonale Volksinitiative
    Ja zu den Fächern Geschichte, Geografie, Biologie, Physik und Chemie
    Am 05.06.2016 stimmen 61.0% JA zur Parlamentarischen Initiative "Verzicht auf kostentreibende Sammelfächer". Die Parlamentarische Initiative wurde von der Starken Schule Baselland ausgearbeitet und von Landrat Jürg Wiedemann eingereicht. Die Fächer Geschichte, Geografie, Biologie, Chemie, Physik, Wirtschaft und Hauswirtschaft sind nun im Bildungsgesetz verankert und müssen somit als Einzelfächer unterrichtet und benotet werden. Die von der Starken Schule gesammelten 3'400 Unterschriften mussten in der Folge gar nicht mehr eingereicht werden. Die Starke Schule wertet die Verhinderung der Sammelfächer als bedeutenden Erfolg in der bildungspolitischen Auseinandersetzung.
  • Kantonale Initiative
    Bildungsqualität auch für schulisch Schwächere
    Am 05.06.2016 stimmen sagenhafte 84.6% Ja zur Initiative, mit welcher die Starke Schule Baselland die Abschaffung einer kaufmännischen Brückenangebotes verhindert. Die von alt Regierungsrat Urs Wüthrich (SP) beabsichtigte Abschaffung der Kaufmännischen Vorbereitungsschule konnte mit dieser erfolgreichen Initiative verhindert werden.
  • Kantonale Volksinitiative
    Ja zur Weiterführung der zweijährigen Berufsvorbereitenden Schule BVS 2
    Das Komitee konnte die Initiative zurückziehen, nachdem sich das Volk mit dem Nein zum Enlastungspaket für den Erhalt der BVS 2 ausgesprochen hat. Die Starke Schule konnte mit der Kampagne "Nein zum verlogenen Entlastungsrahmengesetz" einen ersten beachtlichen Erfolg verbuchen und dies gegen die meisten Parteien und Wirtschaftsverbände. Damit ist die BVS 2 gerettet.

  • Kantonale Volksinitiative
    Ja zur guten Schule Baselland: überfüllte Klassen reduzieren
    Am 25.11.2012 wird die Initiative, welche eine Reduzierung der maximalen Klassengrössen auf der Primar- und Sekundarstife 1 (Niveau E und P) von 26 Schüler/-innen fordert, mit 62.12% Stimmen abgelehnt. Die Initiative erzeugte einen gewaltigen Druck auf die Politik, welche den Regierungsrat bewog, einen Gegenvorschlag auszuarbeiten mit einer Senkung der maximalen Klassengrössen auf 24 Schüler/-innen. Dieser Gegenvorschlag wurdevom Vok 54.4% Stimmen an der Urne angenommen. Somit konnte die Maximalzahl der Klassengrösse auf 24 Kinder gesenkt werden, was ein weiterer grosser Erfolg der Starken Schule bedeutet.
     
  • Kantonale Volksinitiative
    Ja zur guten Schule Baselland: Betreuung der Schüler/-innen optimieren
    Am 25.11.2012 mit 64.77% Stimmen abgelehnt.

  • Kantonale Volksinitiative
    Keine Zwangsverschiebungen für Schüler/-innen an den Sekundarschulen
    Am 25.11.2012 mit 59.27% Stimmen abgelehnt. Die Ablehnung bedeutet für die Starke Schule einen der wenigen, schmerzhaften Misserfolge. Künftig müssen Sekundarschüler/-innen gegebenfalls einen längeren Schulweg in Kauf nehmen, um Klassen aufzufüllen und Kosten zu sparen.