Starke Schule beider Basel

Postfach 330, 4127 Birsfelden, E-Mail: Starke.Schule@gmx.ch, PC 60-128081-8

Starke Schule auf Twitter

Follow us on Twitter
 

News

  • Freitag, September 06, 2019

    Nein zum lohnwirksamen Beurteilungssystem

    Gegen die vom Regierungsrat und Landrat im Frühjahr 2019 entschiedene Umstellung eines neuen Lohnsystems bei Lehrpersonen wehren sich die Schulleitungen des Kantons.

    Mehr

  • Montag, August 26, 2019

    Initiative ist zustande gekommen

    Die Landeskanzlei hat es bestätigt: Die formulierte Initiative "Die gigantische und unerfüllbare Anzahl von 3'500 Kompetenzbeschreibungen in den Lehrplänen auf ein vernünftiges Mass reduzieren" ist mit 1'845 gültigen Unterschriften zustande gekommen.

    Mehr

Zu wahr um schön zu sein

    
 

Leserbrief

Unterrichten macht Spass

Erinnern Sie sich an Ihren ersten Schultag?

Diese Woche starten im Kanton Basel-Landschaft über 30'000 Schülerinnen und Schüler in ein neues Schuljahr. Zirka 5500 Kinder beginnen mit dem ersten Kindergartenjahr oder starten mit der ersten Klasse in der Primarschule. Im Vergleich zum Vorjahr ist eine leicht steigende Tendenz der Schülerzahl festzustellen.

Der Eintritt in die Volksschule ist ein wichtiger Abschnitt im Leben eines Kindes.

Nicht nur für Schülerinnen und Schüler beginnt nach den Sommerferien ein neuer Lebensabschnitt auch viele Lehrpersonen starten mit frischen Klassen und an neuen Arbeitsorten.

Dank dem grossen Einsatz der Schulleitungen und der intensiven Suche nach geeignetem Personal während der Sommerpause konnten die im Juni noch fehlenden über 60 Lehrpersonen gefunden und die freien Stellen besetzt werden.

Leider wird sich der Lehrermangel auf der Primarstufe in den nächsten Jahren zuspitzen, denn es stehen grosse Pensionierungswellen bevor. Ähnliches gilt für das fehlende Personal in der Heilpädagogik. Auch in diesem Bereich werden viel zu wenig Berufsleute ausgebildet. Tatsache ist, dass früher eine Klassenlehrperson alle Fächer unterrichtete. Heute dürfen Studierende gewisse Fächer abwählen. Das heisst konkret, dass z. B. die Fächer Französisch oder Englisch, Sport, Werken oder Musik, nicht beleget und später nicht unterrichtet werden müssen. Folglich müssen diese Fächer durch ausgebildetes Fachpersonal abgedeckt werden. Schulleitungen stellt es vor zusätzliche Herausforderung diese kleinen Pensen mit adäquat ausgebildetem Personal zu besetzen.

Was bedeutet dies für die Zukunft?

Um diese drohende Personallücke an den Schulen aufzufangen, muss der Kanton weit mehr Studierende an den Fachhochschulen ausbilden. Ausserdem muss der Lehrerberuf attraktiver werden. Die Ausbildung muss vermehrt so gestaltete werden, dass die Studierenden konkret auf ihren Berufsalltag vorbereitet werden und die unnütze Akademisierung mit sogenannten wissenschaftlichen Arbeiten gestoppt wird. Gerade wegen dieser Akademisierung hat das Image des Lehrerberufes in den letzten Jahren stark gelitten.

Der Tiefpunkt war für mich da erreicht, als Studierende ihre Prüfungslektion vor der Klasse selber filmen, im Nachhinein den Film anschauen und die erteilte Lektion als schriftliche Arbeit reflektieren mussten. Diese verwerfliche Praxis, welche die Arbeit der Studierenden gering schätzte, wurde erst abgeschafft, als sich Dozenten über die vielen geleisteten Überstunden, für das Lesen der Arbeiten und Anschauen der Filme, zur Wehr setzten.

Zwar hinterlassen die vielen Schulreformen der vergangenen Jahre, die intensivierte Arbeit im Team mit Fachlehr- und Assistenzpersonal, Rücksprachen mit Heilpädagogen über Schülerinnen und Schüler mit besonderen Bedürfnissen etc. im Arbeitsalltag einer Klassenlehrperson ihre Spuren.

Trotz allem freuen wir uns heute mit allen Schülern über den geglückten Schulstart und konzentrieren uns künftig auf das Wesentliche, das Unterrichten, denn das macht Spass.

Regina Werthmüller, Landrätin parteilos, Musik- und Bewegungslehrerin


Spenden

Wir freuen uns über Ihre Spende.

Starke Schule beider Basel
Postfach 330
4127 Birsfelden

PC 60-128081-8
IBAN CH98 0900 0000 6012 8081 8

Zur Übersicht

 

März 04, 2019

Kündigungsfrist für die Schulleitung nicht verlängert

Der Regierungsrat lehnt das vom Landrat eingereichte Postulat zur Verlängerung der Kündigungsfrist auf sechs Monate ab.

Die Landrätin Andrea Kaufmann-Werthmüller hat ein Postulat überwiesen, welches verlangt, dass die Kündigungsfrist für Mitglieder der Schulleitung von drei auf sechs Monate erhöht wird. Sie begründet diese Forderung mit der Wichtigkeit einer seriösen Planung und Umsetzung des Anstellungsverfahrens. Da es schon oft vorgekommen ist, dass in der kurzen Zeit von drei Monaten keine passende Person für die freie Stelle gefunden werden konnte, wurden Übergangslösungen gesucht. Jedoch sind für Schulen konstante Führungspersonen essentiell, damit die Lehrpersonen, Schüler/-innen aber auch die Eltern unterstützt werden können.

Der Regierungsrat hat diese Forderung nun geprüft und lehnt die Umsetzung dieses Postulats aus folgenden Gründen ab: Wenn die Kündigungsfrist auf sechs Monate verlängert wird, müsste das Kündigunsverfahren, unter Berücksichtigung der Sommerferien, teilweise schon bis zu 10 Monate vor der Auflösungs des Arbeitsverhältnisses begonnen werden. Dies kann die weitere Zusammenarbeit erschweren und durch die weitere volle Lohnauszahlung entsteht ein erheblicher finanzieller Mehraufwand.

Somit beantragt der Regierungsrat das Postulat abzuschreiben.