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Leserbrief

Lehrplan 21 - erste Kantone buchstabieren zurück

Mit der Einführung des Lehrplans 21 wurde eben erst begonnen und schon zeigt sich, dass gewisse Reformelemente wegen ihrer ideologischen Fundierung den Praxistest nicht bestehen werden. Die ersten Kantone haben bereits begonnen, Korrekturen vorzunehmen: Der Kanton Nidwalden verzichtet auf das „Schreiben nach Gehör“ und kehrt zur Rechtsschreibung zurück. Der Kanton Basel-Landschaft führt die Lehrmittelfreiheit wieder ein, nach dem die praxisuntauglichen LP21-kompatiblen Lehrmittel zu einem teuren Eklat geführt haben. Die „bestechende Idee“ mit den Schulinseln dürften die Rückkehr zur bewährten Kleinklasse einläuten, auch wenn das erst unter vorgehaltener Hand gesagt werden darf. Es kann ja nicht sein, dass kein Geld für Schulreisen mehr da ist, weil man überall Lernlandschaften errichten muss.

Peter Aebersold
 

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Oktober 31, 2018

Nidwalden lernt dazu

Der Kanton in der Innerschweiz verlangt von seinen Schulkindern wieder, dass sie ab der 2. Klasse korrekt schreiben können.

Eigentlich dürfen Erst- und Zweitklässler in Deutschschweizer Kantonen noch so schreiben, wie es sich für sie richtig anhört. Da sich jedoch immer mehr Lehrpersonen und Eltern über die groben Schreibprobleme ihrer Schützlinge beklagen, soll die Lerntechnik "Schreiben nach Gehör" im Kanton Nidwalden nun bereits nach der ersten Klasse beendet werden. Ab der zweiten Klasse soll den Kindern nun sowohl von den Lehrpersonen als auch von den Eltern gesagt werden, wenn sie etwas falsch schreiben. Bis anhin wurden diese nämlich angehalten, falsch geschriebene Wörter nicht zu korrigieren. Nun deuten jedoch immer mehr Studien daraufhin, dass diese Art des Lernens möglicherweise auch später einen negativen Einfluss auf die Rechtschreibung haben könnte. Daher macht es durchaus Sinn, möglichst früh mit der korrekten Schreibweise von Wörtern zu beginnen.

Quelle: NZZ, 29.10.2018 ("In Nidwalden ist der "schbas" vorbei")