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Leserbrief

Lehrplan 21 - erste Kantone buchstabieren zurück

Mit der Einführung des Lehrplans 21 wurde eben erst begonnen und schon zeigt sich, dass gewisse Reformelemente wegen ihrer ideologischen Fundierung den Praxistest nicht bestehen werden. Die ersten Kantone haben bereits begonnen, Korrekturen vorzunehmen: Der Kanton Nidwalden verzichtet auf das „Schreiben nach Gehör“ und kehrt zur Rechtsschreibung zurück. Der Kanton Basel-Landschaft führt die Lehrmittelfreiheit wieder ein, nach dem die praxisuntauglichen LP21-kompatiblen Lehrmittel zu einem teuren Eklat geführt haben. Die „bestechende Idee“ mit den Schulinseln dürften die Rückkehr zur bewährten Kleinklasse einläuten, auch wenn das erst unter vorgehaltener Hand gesagt werden darf. Es kann ja nicht sein, dass kein Geld für Schulreisen mehr da ist, weil man überall Lernlandschaften errichten muss.

Peter Aebersold
 

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Oktober 03, 2018

Pendant zum Lehrplan 21 wird im Tessin durch Referendum verschoben

Im Tessin kommt Lehrplan-21-Pendant bis auf unbestimmte Zeit nicht in die Schulen.

"La scuola che verrà" heisst im Tessin das Pendant zum deutschschweizer Lehrplan 21. Dieses Reformkonzept wurde 2013/14 erarbeitet und nach zweimaliger Vernehmlassungsrunde von der Regierung verabschiedet. Im April diesen Jahres hat das Parlament der Erprobung des Projekts zugestimmt, obwohl die Diskussion davor kontrovers und hitzig war. Als Reaktion darauf hat die UDC (SVP) mit Hilfe der Lega dei Ticinesi über 7'000 Unterschriften gesammelt und das Referendum bewirkt. Damit konnte nun die auf Herbst geplante Umsetzung der Reformversuche erst einmal gestoppt werden.