Starke Schule beider Basel

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News

 

Leserbrief

Französisch wird zum unbeliebtesten Fach

Ich bin überhaupt nicht erstaunt, dass Passepartout gescheitert ist. Ich hätte darauf wetten können. Vieles war völlig falsch angelegt. Was ich ausserordentlich bedaure: Nicht nur wurden die Lernziele nicht erreicht, sondern unzählig vielen Schülerinnen und Schülern wurde das Fach völlig vermiest. Man wollte mit diesem Lehrmittel vor allem die Fremdsprache Französisch beliebter machen, jedoch ist genau das Gegenteil passiert: Die Kinder beginnen zwar mit einer anfänglichen Begeisterung, stolz darauf eine Fremdsprache zu lernen. Nach kurzer Zeit wird das Französisch zum unbeliebtesten Fach degradiert. Und das hält sich leider sehr oft über die ganze restliche Schulzeit. Meist gelingt es weder den Lehrpersonen noch den Eltern, eine Motivation aufzubauen. Genau das ist das eigentliche Drama. Ich erlaube mir die Situation zu beurteilen, weil ich 34 Jahre in Baselstadt als Schulpsychologin gearbeitet habe und jetzt in meiner Praxis täglich Kinder sehe. Dazu habe ich das Französischdrama bei drei meiner Enkelkinder life miterlebt.

Elisabeth Deppeler-Schlegel, Kinder- und Jugendpsychologin FSP

 

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Formulierte Volksinitiative

Die neue Initiative, welche die Starke Schule Ende September 2018 lanciert hat, trägt denTitel „Mille feuilles, Clin d’oeil und New World durch gute Schulbücher ersetzen“.

Vor zwei Jahren haben wir bereits die Initiative „Ausstieg aus den Passepartout-Lehrmitteln“ eingereicht und der Landrat hat dieser zugestimmt. Die Annahme des Landrates bedeutet, dass die Bildungsdirektion eine Gesetzesvorlage ausarbeiten muss, mit welcher diese Initiative umgesetzt werden kann, wobei die Bildungsdirektion einen gewissen Spielraum hat. Die Initiative wurde als unformuliertes Begehren eingereicht. Die von der Bildungsdirektion möchte die Initiative nun umsetzen, indem sie eine "beschränkte" Lehrmittelfreiheit einführt. Dies wäre für die Starke Schule ein toller Erfolg, wenn die Lehrpersonen tatsächlich für jede Schulstufe und jedes Fach zwischen mehreren Lehrmitteln auswählen könnten. Entscheidend wird sein, dass in den Fremdsprachen Französisch und Englisch auch Lehrmittel auf die Lehrmittelliste aufgenommen werden, welche klar strukturiert und aufbauend sind und damit von der Passepartout-Ideoligie abweichen.

Ob diese Initiative  tatsächlich auf diese Art umgesetzt wird, ist noch offen. Deshalb mussten wir mit einer zweiten, formulierten Initiative „Mille feuilles, Clin d’oeil und New World durch gute Schulbücher ersetzen“ reagieren, um auch den notwendigen Druck auf den Bilungsrat zu erzeugen. Der Bildungsrat ist dasjenige Gremium, welches entscheidet, welche Lehrmittel auf die Lehrmittelliste aufgenommen werden. Diese Initiative wurde jedoch bis jetzt noch nicht eingereicht, da sich der Bildungsrat für eine Lehrmittelfreiheit einsetzten möchte.

Auch wenn Regierungsrätin Monica Gschwind in verschiedenen Bereichen (Sammelfächer, Stundentafel, Lernlandschaften, Lehrpläne mit Jahreszielen etc.) die Forderungen der Starken Schule erfreulicherweise umsetzen konnte und insgesamt eine gute Regierungsarbeit leistet, bleibt betreffend Passepartout weiterhin Handlungsbedarf. Wir bitten Sie deshalb, die Initiative zu unterschreiben und uns zurückzuschicken.

Den Unterschriftenbogen können Sie hier herunterladen: Passepartout-Lehrmittel Mille feuilles, Clin d'oeil und New World durch gute Schulbücher ersetzen

Falls Sie einige Unterschriften in Ihrem Umfeld sammeln möchten, stellen wir Ihnen auch gerne Unterschriftenbogen per Post zu. Hierfür melden Sie sich bitte unter: starke.schule@gmx.ch

Initiative zu Fremdsprachen-Lehrmitteln

Obwohl der Landrat unsere unformulierte Initiative zum Ausstieg aus dem Passepartout-Fremdsprachenprojekt und der Abkehr der Fremdsprachenlehrmittel Mille feuilles, Clin d'oeil und New World anfang Februar 2018 überwiesen hat, sehen die zurzeit diskutierten Umsetzungsvorschläge mau aus. Da im zu formulierenden Gesetzesparagraph, wenn möglich, ein Verbot der genannten Lehrmittel vermieden werden soll, sehen die Vorschläge von der BKSD eine Lehrmittelfreiheit vor.

Grundsätzlich würden wir eine echte Lehrmittelfreiheit begrüssen. Darunter verstehen wir jedoch, dass jede Lehrperson frei entscheiden kann, mit welchem Lehrmittel sie arbeiten möchte. Natürlich kann ein Leitlehrmittel von der BKSD (beziehungsweise dem Bildungsrat) vorgeschlagen werden, doch dürfte dieses nicht verbindlich sein, sondern lediglich ein mögliches Lehrmittel, dass zu verwenden sinnvoll wäre. Sofern jedoch eine Liste mit Lehrmitteln vorgeschlagen wird, aus welcher sich die Fremdsprachenlehrpersonen zwingend eines aussuchen müssen, ist es uns sehr wichtig, dass auf dieser Liste nicht nur Bücher draufstehen, die ganz nach den bisherigen Passepartout-Lehrmitteln kommen. Unser Wunsch und unsere Forderung sind es, dass auch international anerkannte Lehrmittel auf einer Liste stünden, damit sich auch die zahlreichen Gegner/-innen der Passepartout-Ideologie für andere Lehrmittel entscheiden könnten.

Zurzeit ist leider noch unklar, wie genau sich die Lehrmittelfreiheit ausgestalten wird. Daher haben wir uns zur Sicherheit für die Lancierung einer zweiten Initiative entschieden, die formuliert ist und in welcher wir die Abkehr der Passepartout-Lehrmittel fordern. Natürlich bestünde auch die Möglichkeit, sich zu überlegen, ob diese zweite Initiative überhaupt eingereicht werden muss, falls die BKSD und der Bildungsrat sich uns in Sachen Lehrmittelfreiheit doch noch ein gutes Stück näherkommen und den Lehrpersonen die Freiheit überlassen, ihre Lehrmittel selbst auszusuchen. Dies wird jedoch erst die Zeit ergeben.