Starke Schule beider Basel

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Abstimmungskampagne beginnt

Die beiden kantonalen Fremdspracheninitiativen "Ausstieg aus der Passepartout-Ideologie" und "Eine Fremdsprache genügt" können wir gewinnen und damit zurückkehren zu einem struktuierten, aufbauenden und für die Schüler/-innen motivierenden Unterricht. Voraussichtlich im März 2018 wird das Volk an der Urne darüber abstimmen.

Lesen Sie hier, wie Sie die beiden Initiativen bereits heute unterstützen können.
 

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Leserbrief

Verantwortung versus Kapital

Politik ist die Gestaltung des Gemeinwesens plus Profilierung. Letztere lässt sich nicht erzielen mittels der Übernahme von Verantwortung für das 100-Millionen-Debakel namens Passepartout. Insofern ist Monika Gschwind nicht zu beneiden, obwohl nicht sie für das Desaster verantwortlich ist, sondern ihr Vorgänger. Aber wie so oft bei gescheiterten Schulreformen sind die Verantwortungsträger nach der Gesichtswahrungsfrist bereits in Rente. Das Thema Verantwortlichkeit betrifft auch den Lehrplan 21 mit seiner Kompetenzorientierung als Grundpfeiler. Auch hier wurde bereits so viel politisches und finanzielles Kapital investiert, dass ein Ausstieg schwierig ist. Dies, obwohl Kritiker wie der ehemalige SBB-Chef Benedikt Weibel schon früh betonten, dass es keine einheitliche Definition für den Begriff Kompetenz gibt. Die pekuniären Interessen der Reformindustrie wurden höher gewichtet als die Tauchlichkeit des Lehrplans. Der neoliberale Kapitalismus ist global so weit gediehen, dass eine Korrektur auch hier beschwerlich ist. Wenn jedoch alles zu Geld gemacht wurde, bleibt nichts zum Fressen übrig. Spätestens dann wird neben dem Kommunismus auch der Kapitalismus gescheitert sein. Es ist Zeit, dass wir auf allen Ebenen wieder lernen, Verantwortung über die Interessen des Kapitals zu setzen. Passepartout stellt die Kapitalinteressen der Reformindustrie über die Interessen der Lernendenn. Das ist verantwortungslos und muss gestoppt werden.

Felix Hoffmann, Himmelried

 

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Fremdspracheninitiativen kommen im Frühling 2018 zur Abstimmung

Am 21. März 2016 wurden die beiden Initiativen "Stopp der Überforderung von Schüler/-innen: Eine Fremdsprache auf der Primarstufe genügt" und "Stopp dem Verheizen von Schüler/-innen: Ausstieg aus dem gescheiterten Passepartout-Fremdsprachenprojekt" eingereicht. Voraussichtlich im Frühling 2018 werden die Stimmberechtigten über die beiden Initiativen an der Urne abstimmen.

  1. Die erste Initiative verlangt die Streichung des Englischunterrichts auf der Primarstufe. Auf dieser  Bildungsstufe soll nur eine Fremdsprache (Französisch) unterrichtet werden. Der Erwerb von zwei Fremdsprachen neben der Muttersprache Deutsch führt bei vielen Primarschüler/-innen zu einer Überforderung und zu Verdruss. Sinnvoller ist es, die Zeit in die erste Sprache (Deutsch) sowie in kreative Fächer zu investieren. Studien haben  gezeigt, dass der frühe Fremdsprachenbeginn weder nachhaltig noch besser ist. Im Gegenteil: Andere Fächer leiden darunter, weil die beiden Fremdsprachen erhebliche zeitliche Ressourcen im Stundenplan binden.
     
  2. Die zweite Initiative fordert den Ausstieg des Kantons Basel-Landschaft aus dem Passepartout-Fremdsprachenprojekt. Die Kritik an der Fremdsprachenideologie ist flächendeckend. Trotz einigen Anpassungen ist die neue Mehrsprachigkeitsdidaktik nach wie vor nicht zumutbar. Die Lernstrategien sind verwirrend, die Grammatik spielt nur eine untergeordnete Rolle und auch ein Wortschatz wird nicht aufbauend gelernt. Der Fremdsprachenunterricht soll wieder klar und übersichtlich strukturiert unterrichtet werden: Neben der starken Förderung des Mündlichen soll auch Wert gelegt werden auf einen sukzessiven Aufbau von Grammatik, einen alltagstauglichen Grundwortschaft und die Orthografie. Die Schüler/-innen sollen das Gelernte rasch anwenden können, was die Motivation steigert.

Leider lehnt der Regierungsrat beide Initiativen der Starken Schule ab. Die Bildungsdirektion möchte vor einem allfälligen Ausstiegs-Entscheid zuerst die Evaluation im Jahr 2021 abwarten. In den nächsten Wochen wird die landrätliche Bildungskommission die beiden Initaitiven beraten, anschliessend beschliesst der Landrat eine Abstimmungsempfehlung. Die Abstimmung ist für den 4. März 2018 vorgesehen.

Die Fremdsprachen spielen heute eine immer wichtigere Rolle im Arbeitsleben. Deshalb ist es unabdingbar, die Englisch und Französisch nachhaltig zu lernen. Statt aber auf der Primarstufe beide Fremdsprachen nur oberflächlich zu lernen und die Schulkinder unter einen grossen emotionalen Druck zu setzen, ist es sinnvoller, nur mit Französisch als erster Fremdsprache auf der Primarstufe zu beginnen und Englisch erst ab dem ersten Sekundarschuljahr zu unterrichten, so wie dies früher auch der Fall war. Verschiedene Studien (z.B. von Simone Pfenninger von der Universität Zürich) haben gezeigt: Schüler/-innen, welche mit der zweiten Fremdsprache erst auf der Sekundarstufe beginnen, holen den Rückstand innerhalb eines halben Jahres auf. Dies, weil sie die Fremdsprache wesentlich effizienter und schneller erlernen können.

Die Passepartout-Mehrsprachigkeitsdidaktik, mit welcher die Fremdsprachen unterrichtet werden, ist nicht praxistauglich. Auch nach vier Jahren Französischunterricht auf der Primarstufe können viele Schulkinder nicht einmal die einfachsten Sätze formulieren. Der Unterricht muss wieder aufbauend erfolgen, welcher den Schulkindern beim Erlernen der Sprache hilft und ihnen nicht unüberwindbare und demotivierende Hürden vorsetzt. Ein Ausstieg aus dem Passepartout-Fremdsprachenprojekt ist deshalb angezeigt.

Ein ausführliches Argumentarium für die erste Initaitive "Eine Fremdsprache genügt" finden  Sie hier und für die zweite Initiative "Ausstieg aus Passepartout" hier.

Damit wir diese beiden wichtigen Abstimmungen gewinnen, sind wir sowohl finanziell als auch personell auf Ihre Unterstützung angewiesen. Auch das Einsenden von Leserbriefen ist eine Möglichkeit, unser Anliegen zu unterstützen.