Starke Schule beider Basel

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News

  • Dienstag, Januar 08, 2019

    Mehr Austauschprogramme in der Schweiz

    Nur zwei Prozent aller Schulkinder machen in ihrer Schulkarriere zwischen der ersten und der zwölften Klasse einen nationalen oder internationalen Sprachaustausch. Das will die nationalrätliche Bildungskommission nun ändern.

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  • Samstag, Januar 05, 2019

    Webseite der Starken Schule gut frequentiert

    Im Jahr 2018 wurde die Webseite der Starken Schule erfreulicherweise sehr gut besucht. Exakt 21'247 Mal wurden die verschiedenen Seiten von 3'695 Usern besucht.

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Zu wahr um schön zu sein

    

Leserbrief

Zur Fremdsprachen-Diskussion aus Sicht einer Sek 1 Lehrerin

Als Französisch- und Englischlehrerin bin ich jeden Tag mit «Passepartout» konfrontiert. Ich kann die Primarlehrer( innen) einerseits verstehen, da sie, wie wir, während mehr als einem Jahr Weiterbildungskurse besuchen mussten, und dies ganz selbstverständlich neben dem «Alltagsgeschäft ». Am Hearing wurde auch klar, dass alle Fremdsprachenlehrer(innen), egal von welcher Stufe, einen grossen (Zusatz-)Aufwand betreiben. Dieser scheint aber nicht immer Früchte zu tragen.

Beim Check S2 beispielsweise haben wir letztes Jahr eine ganz andere Erfahrung gemacht als die Primarlehrpersonen: Meine letztjährige 8. Klasse (Niveau P) mit «Clin d’oeil» hat deutlich schlechter abgeschnitten als die 8. Klasse, die ich ein Jahr früher mit «Envol» unterrichtet hatte. Ob dies am Lehrmittel oder an der Stundenreduktion auf der Sek I liegt, weiss ich nicht.

Tatsache ist, dass von den Schülerinnen und Schülern Dinge verlangt wurden, die in «Clin d’oeil» nie geübt worden waren. Sie mussten z.B. einen Brief zum Thema «Ferien» und einen Artikel über ein Schulhausfest schreiben. Weder das Thema «Les vacances» noch «Organiser une fête» kamen in «Clin d'oeil» vor. Das Schreiben von Postkarten und Briefen wurde nie thematisiert, obwohl das im Referenzrahmen unter A1 und A2 zu finden ist.

Auch das vorgegebene Vokabular lässt meiner Meinung nach zu wünschen übrig. Ein Magazine «La Musique» ohne Instrumente in der Fremdsprache zu lernen, finde ich sehr seltsam. Dasselbe beim Magazine «Fastoche» zum Thema Schule: Das «Vocabulaire de classe» beinhaltet viele umgangssprachliche Ausdrücke. Die Schülerinnen und Schüler können aber kaum die Frage beantworten: «Qu’est-ce qu’il y a dans ton étui/dans la salle de classe?». Mit viel Zusatzmaterial versuche ich, dieses Manko zu beheben.

Ob ich es lustig finde, wieder ein neues Lehrmittel zu bekommen, wenn ich dann nach drei Jahren mein Material zusammengestellt habe, weiss ich ehrlich gesagt trotzdem nicht.

Marielle Widmer, Binningen
 

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Bildungsrat - ein undemokratisches Fehlkonstrukt

Viele der unsäglichen und gescheiterten Reformen in unserem Kanton hat der jetzige Bildungsrat zu verantworten: Beispielsweise Passepartout mit den Lehrmitteln Mille feuilles, Clin d'Oeil und New World, oder die Sammelfächer, welche er gegen den Volkswillen einführen wollte. Auch eine unmögliche Stundentafel mit anderthalbstündigen Fächern versuchte er durchzusetzen. 

Entgegen der weit verbreiteten Meinungen ist der Bildungsrat mit vielen Personen besetzt, die im Alltag nichts mit Bildung zu tun haben. Sie entscheiden abschliessend im stillen Kämmerlein unter Ausschluss der Öffentlichkeit, ohne ihre Entscheide rechtfertigen zu müssen. Sie können sich in der Anonymität verstecken und sich mit dem Hinweis auf das Amtsgeheimnis jeglicher inhaltlicher und öffentlicher Diskussion verweigern. Dadurch können Fehlentscheide entstehen, die zu spät erkannt werden.
Das entspricht nicht demokratischen Prinzipien und hat unseren Schulen gerade in den letzten Jahren erheblich geschadet.

Ersetzen wir das Laiengremium BIldungsrat durch ein professionelles Organ Beirat Bildung, in welchem Fachexperten sitzen, die einem guten Bildungssystem verpflichtet sind und nicht den Interessen von Parteien.

Ein Beirat Bildung kann die Regierung fundiert und professionell beraten - er benötigt keine Entscheidungskompetenz, im Gegenteil: Da er nicht abschliessend entscheidet, muss er seine Analysen, Konzepte und Empfehlungen sachkundig und überzeugend begründen, ansonsten fliessen diese nicht in die Entscheidungsprozesse ein. Unausgegorene Ideen oder politisch motivierte Schnellschüsse haben so keine Chance mehr, umgesetzt zu werden.

Die Entscheidungeswege bei Bildungsfragen müssen im Sinne einer Professionalisierung dringend angepasst werden. Mit der vorgeschlagenen Änderung des Bildungsgesetzes und der nachfolgenden Ablösung des Laiengremiums Bildungsrat durch das Fachgremium Beirat Bildung wird ein undemokratisches Fehlkonstrukt beseitigt. Damit können künftig fahrlässige und nur noch schwer zu korrigierende Fehlentscheide vermieden werden.