Starke Schule beider Basel

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News

  • Samstag, August 11, 2018

    Starke Schule begrüsst Lehrmittelfreiheit

    Die Starke Schule befürwortet die Einführung der Lehrmittelfreiheit, mit welcher Lehrpersonen optimal und individuell auf die Leistungsstände der Klassen eingehen können.

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  • Dienstag, August 07, 2018

    Kinder brauchen pädagogische Autoritäten

    "Schulkinder suchen keinen Coach, sondern einen Häuptling." Interessanter Artikel zur autoritären Führung einer Schulklasse von Carl Bossard.

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Leserbrief

Das Grauen der Sprachen

Schon lange wusste ich, dass etwas nicht stimmte. Das lag wohl im Zusammenhang mit der Schule. Die sprachlichen Fächer waren beziehungsweise sind immer nur auf Themen und Stoffinhalte fixiert worden. Keine Grammatik-Kompetenzen. Nichts.

Ein gutes Beispiel sind die Checks. Das sind Prüfungen, damit man die Schulen vergleichen kann. Oh Mann, das waren schwere Zeiten. Wir waren total unvorbereitet, als wir zwei ganze Texte auf Französisch schreiben mussten. Aber das war nicht das Schlimmste, nein, es ging schlimmer. Wir mussten diese Texte in innerhalb von 45 Minuten fertigstellen! Es waren Briefe! Wie sollten wir das bitte machen?! Wir haben nur Wörter gelernt. Keine ganzen Sätze, die man im Alltag benutzen könnte. Das letzte, was wir gelernt haben, waren Werbungen. Werbungen! Daraus ziehe ich nicht wirklich einen grossen Nutzen. Meine Meinung ist, dass wir Sachen lernen sollen, die sich auf den Alltag beziehen. Klinge ich so, als könnte ich nach sechs Jahren flüssig auf Französisch Reden runtertexten? Oder dass ich in meinem Leben je das englische Wort «shoe-blacking factory» benutzen werde? Oder dass ich irgendjemanden auf Italienisch über seine Beziehung zum Internet frage? Nicht? Nun, da haben Sie wohl ins Schwarze getroffen.

Aber nicht nur die Schüler sind unzufrieden. Natürlich gibt es Lehrer, die das derzeitige System nicht mögen. Leider können sie auch nicht viel dagegen tun. Wir sind in der Schule, um etwas fürs Leben zu lernen, und nicht – obwohl die Lehrmittel das enthalten – um ein Monster auf Französisch zu kitzeln oder Lieder über Zahnbürsten runterzurattern.

Sara El Gebali, Sekundarschülerin und Kolumnistin beim Allschwiler Wochenblatt

 

Arbeitsgruppen Fremdsprachen

Ausstieg aus Passepartout: Die Umsetzungsarbeiten gehen voran. Kurz vor den Sommerferien sind vier Arbeitsgruppen (Sek. Französisch, Sek. Englisch, Prim Französisch, Prim Englisch) gebildet worden, welche in den kommenden Monaten einerseits neue Lehrmittel für Französisch und Englisch evaluieren und andererseits für die beiden Fremdsprachen  Lehrpläne mit Stoffinhalten und Themen erarbeiten. Die Starke Schule ist mit insgesamt drei Personen in diesen, aus je vier bis sieben Personen zusammengesetzten Arbeitsgruppen vertreten.
 
Nachdem der Landrat der Volksinitiative "Stopp dem Verheizen von Schüler/-innen: Ausstieg aus dem gescheiterten Passepartout-Fremdsprachenprojekt" überraschend klar zugestimmt hat, muss nun die Bildungsdirektion eine entsprechende Gesetzesvorlage erarbeiten und dem Regierungsrat zur Beschlussfassung bis am 12. Februar 2012 vorlegen. Bereits heute ist klar, dass das Volk spätestens im Februar 2020 abschliessend entscheiden wird. Hinter den Kulissen wird intensiv an einem breit abgestützten Kompromissvorschlag gearbeitet, der in Richtung Lehrmittelfreiheit gehen könnte.
 
 

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Bildungsrat - ein undemokratisches Fehlkonstrukt

Viele der unsäglichen und gescheiterten Reformen in unserem Kanton hat der jetzige Bildungsrat zu verantworten: Beispielsweise Passepartout mit den Lehrmitteln Mille feuilles, Clin d'Oeil und New World, oder die Sammelfächer, welche er gegen den Volkswillen einführen wollte. Auch eine unmögliche Stundentafel mit anderthalbstündigen Fächern versuchte er durchzusetzen. 

Entgegen der weit verbreiteten Meinungen ist der Bildungsrat mit vielen Personen besetzt, die im Alltag nichts mit Bildung zu tun haben. Sie entscheiden abschliessend im stillen Kämmerlein unter Ausschluss der Öffentlichkeit, ohne ihre Entscheide rechtfertigen zu müssen. Sie können sich in der Anonymität verstecken und sich mit dem Hinweis auf das Amtsgeheimnis jeglicher inhaltlicher und öffentlicher Diskussion verweigern. Dadurch können Fehlentscheide entstehen, die zu spät erkannt werden.
Das entspricht nicht demokratischen Prinzipien und hat unseren Schulen gerade in den letzten Jahren erheblich geschadet.

Ersetzen wir das Laiengremium BIldungsrat durch ein professionelles Organ Beirat Bildung, in welchem Fachexperten sitzen, die einem guten Bildungssystem verpflichtet sind und nicht den Interessen von Parteien.

Ein Beirat Bildung kann die Regierung fundiert und professionell beraten - er benötigt keine Entscheidungskompetenz, im Gegenteil: Da er nicht abschliessend entscheidet, muss er seine Analysen, Konzepte und Empfehlungen sachkundig und überzeugend begründen, ansonsten fliessen diese nicht in die Entscheidungsprozesse ein. Unausgegorene Ideen oder politisch motivierte Schnellschüsse haben so keine Chance mehr, umgesetzt zu werden.

Die Entscheidungeswege bei Bildungsfragen müssen im Sinne einer Professionalisierung dringend angepasst werden. Mit der vorgeschlagenen Änderung des Bildungsgesetzes und der nachfolgenden Ablösung des Laiengremiums Bildungsrat durch das Fachgremium Beirat Bildung wird ein undemokratisches Fehlkonstrukt beseitigt. Damit können künftig fahrlässige und nur noch schwer zu korrigierende Fehlentscheide vermieden werden.